The W-circuit

Trip Start Jun 02, 2012
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Trip End Jan 24, 2013


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Flag of Chile  , Patagonia,
Thursday, November 15, 2012

Nach einem sehr guten Fruehstueck (meinem bisher besten auf dieser Reise) ging es am naechsten Tag um 7:30 Uhr, zusammen mit vier anderen Personen aus unserem Hostel, mit dem Bus in den ca. zwei Stunden entfernten Nationalpark 'Torres del Paine'.

Nachdem wir am Eingang, der Laguna Amarga, den Parkeintritt bezahlt und uns registriert hatten, ging es mit dem Minibus ca. 20 Minuten weiter zur Hosteria Las Torres.

Ja und dann ging es los! Fuenf Tage wandern und zelten im Nationalpark Torres del Paine!

Am ersten Tag sind wir, bei Bombenwetter, ueber das Refugio Chileno zum Campamento Torres aufgestiegen. Dank der Sonne, unserem schweren Gepaeck und etlichen Hoehenmetern sind wir dabei gut ins Schwitzen gekommen. Nachdem wir aber regelmaessig Pausen eingelegt haben, ging es besser als erwartet. Gegen 15:15 Uhr kamen wir am Zeltplatz an.

Nachdem wir uns einen schoenen Platz ausgesucht hatten, haben wir zuerst das Zelt aufgebaut und eine Pause gemacht. Im Anschluss sind wir dann noch eine knappe Stunde zu den 'Torres del Paine', den Wahrzeichen des Nationalparks, aufgestiegen. Dabei handelt es sich um drei nadelartige Granitberge, die zwischen 2600 und 2850 m hoch sind.
An diesem Tag haben wir mehr als 750 Hoehenmeter zurueckgelegt.

Das angenehme in Patagonien sind die langen Tage. Sonnenaufgang hatten wir gegen 5:45 Uhr und den Sonnenuntergang gegen 21:30 Uhr. Somit haben wir beinahe nie eine Taschenlampe benoetigt. :-)
  
Am naechsten Tag sind wir gegen 9:30 Uhr aufgebrochen und erstmal zureck zum Refugio Chileno gelaufen. Kurze Zeit nach dem Refugio sind wir rechts abgebogen und am See Nordenskjöld entlang zum Refugio Cuernos marschiert. Gegen 17 Uhr sind wir dort erschoepft angekommen. Nachdem wir das Zelt aufgebaut und geduscht hatten, haben wir im Refugio zu Abend gegessen.
Tagesetappe: ca. 20 Kilometer

Am dritten Tag sind wir bereits kurz nach 9 Uhr gestartet und waren gegen 11:30 Uhr am Campamento Italiano. Nachdem wir das Zelt aufgebaut und zu Mittag gegessen hatten, ging es gegen 13 Uhr weiter zum Mirador Francés. Nachdem es morgens bewoelkt war, kam waehrend des Aufstiegs zum Aussichtspunkt die Sonne hervor und wir hatten einen tollen Blick auf den Franzoesischen Gletscher und den Berg 'Paine Grande'.
Spaeter haben wir zeitgleich mit Andrew und Katie, einem Paearchen aus Texas, zu Abend gegessen. Ebenso wie diese Beiden, haben wir auch Kirstie aus England und Paul aus Irland taeglich getroffen, da sie die Tour wie wir von Osten nach Westen gewandert sind. :-)

Am vierten Tag sind wir gegen 9:45 Uhr aufgebrochen und zum 7,6 Kilometer entfernten Refugio Paine Grande gelaufen. Nun haben wir auch zum ersten Mal die Auswirkungen der Braende aus dem Jahr 2005 und des letzten Jahres gesehen. Schon extrem so grosse Flaechen von verbrannten bzw. toten Baeumen!
Auf dem Weg zum See Pehoé wurden die Wolken immer dichter und grauer und es kam Wind auf. Waehrend wird auf dem Zeltplatz windgeschuetzt zu Mittag gegessen haben hat sich das Wetter weiter verschlechtert. Es sah zum ersten Mal nach Regen aus.

Gegen 13 Uhr sind wir zum letzten Teil des Ws, sozusagen zum ersten Strich des Ws, zum Refugio Grey aufgebrochen. Zu Beginn ging es das Tal hinein, wieder an sehr vielen verbrannten Baeumen entlang, um dann kontinuierlich bergan zu steigen.
Da an diesem Tag der Wind um einiges staerker blies als sonst, war es besonders beeindrueckend zu sehen wie schnell die Wolken am Himmel entlangziehen. Je naeher wir dem Mirador Grey kamen, umso windiger wurde es. Der Hoehepunkt selbst war direkt am Aussichtspunkt. Ich konnte mich zeitweise mit meinem gesamten Gewicht, inklusive Rucksack, in den Wind legen und das Gehen war zeitweise extrem schwierig! Aber wir sind gluecklicherweise nicht wie andere Leute vom Wind umgeweht und dabei verletzt worden.:-(

Kurz nach dem Aussichtspunkt liess der Wind nach und es begann zu regnen. Nachdem der Regen immer staerker wurde, haben wir uns entschlossen die Regenjacke anzuziehen und kurz darauf auch die Regenhuelle ueber den Rucksack zu ziehen. Und kaum hatten wir das erledigt, hat es aufgehoert zu regnen! :-)
Gegen 18 Uhr waren wir am Refugio bzw. Zeltplatz und da wir am naechsten Morgen bereits kurz vor 8 Uhr aufbrechen mussten, um das Boot um 12:30 Uhr zu erreichen, und das Wetter nicht ganz so bestaendig aussah, haben wir uns am letzten Abend ein Bett im Refugio 'gegoennt'. So ein warmes Zimmer ist schon sehr angenehm. :-)

Nachdem wir unser Gepaeck abgestellt hatten, sind wir noch zum Aussichtspunkt des Gletschers Grey gelaufen. Bei maessigem Wind und Sonnenschein war das ein sehr gelungener Abschluss!

Am naechsten Morgen sind wir kurz vor 8 Uhr aufgebrochen, um wieder zum Refugio Paine Grande zurueckzukehren. Gegen Ende der Route haben wir noch Kirstie und Paul und kurz darauf Andrew und Katie getroffen. Diese sind am Tag zuvor nur bis zum Refugio/Zeltplatz Paine Grande gelaufen.

Gegen 11:45 Uhr waren wir am Zeltplatz und hatten somit noch Zeit unsere letzten Lebensmittel zu kochen und aufzuessen. Gegen 12:30 Uhr sind wir mit dem Boot ueber den See Pehoé nach Pudeto uebergesetzt und dann mit dem Bus ueber die Lagune Amarga nach Puerto Natales zurueckgekehrt.

Kurz bevor wir an der Laguna Amarga ankamen, gab es noch einen Adrenalinschub. Besonders der Puls des Busfahrers und von Marco ist kurz mal extrem angestiegen, da wir einen Kabelbrand im Bus hatten! :-o Es ist aber keinem etwas passiert und wir mussten maximal fuenf Minuten warten bis wir abgeholt wurden und dann mit einem anderen Bus zurueck nach Puerto Natales gefahren sind.

Fazit: Einfach genial diese Landschaft!
Es hat mich riesig gefreut, dass wir das 'W' laufen konnten und es trotz unseres schweren Gepaecks so problemlos lief. Das nachtraegliche Wiegen in einer Apotheke in Puerto Natales hat ca. 20-21 Kilo Gepaeck fuer Marco und ca. 17-18 Kilo bei mir ergeben! Das haette ich nicht gedacht.
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