Die erste Zugfahrt

Trip Start Jun 02, 2012
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Trip End Jan 24, 2013


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Flag of Bolivia  , Cochabamba,
Wednesday, August 29, 2012

In meinem Reisefuehrer steht, dass der Ferrobus, ein Bus auf Schienen, eine gute Moeglichkeit bietet die Landschaft um Cochabamba zu sehen. Daher habe ich anstelle eines direkten Buses nach Sucre, den Ferrobus nach Aiquile genommen und von dort dann einen Bus nach Sucre.

Und es hat sich echt gelohnt! Die Landschaft war superschoen und besonders in der ersten Stunde hatte ich super Unterhaltung. Kino pur! ;-D
Nachdem der Bus beladen und alle Fahrgaeste eingestiegen war, ging es puenktlich um 8 Uhr los. Ich hatte den Sitzplatz Nummer 1, direkt am Fenster hinter dem Fahrer. Mit bester Sicht. Der einzige Nachteil war, dass sich das Fenster nicht oeffnen lies.

Zum besseren Verstaendnis muss ich hinzufuegen, dass es in Cochabamba keinen Zug gibt und der Ferrobus dreimal die Woche die Strecke zuruecklegt, um an Tag darauf wieder nach Cochabamba zurueckzukehren. D.h. die Strecke ist selten befahren und entsprechend verhalten sich die Menschen und Tiere!

Das Bahnhofsgelaende ist abgesperrt und auf den ca. 500 Metern bis zum Tor wurden wir von ca. 15-20 wilden bzw. aggressiven Hunden begleitet. Ich dachte mehrmals, dass wir einen ueberfahren wuerden, so nah sind sie um den Wagen gesprungen und haben wie irr gebellt. Aber wie durch ein Wunder ist nichts passiert. Und das galt fuer die ganze Fahrt, obwohl sich das Schauspiel regelmaessig wiederholt hat. Ich tippe auf ca. 100-120 Hunde die uns entsprechend 'begruesst' haben.
Neben dem Gebelle hat mich besonders der Fahrer, der fleissig an seinem Lenkrad gedreht hat, irritiert. Selbst nach der achtstuendigen Fahrt ist mir nicht wirklich klar, welchen Zweck das Lenken erfuellt hat. Die Fahrgeschwindigkeit lag bei ca. 20-40 Km/h, also recht gemuetlich.

Nachdem wir vom Bahnhofsgelande runter waren und eine Hauptstrasse gekreuzt haben, mit Hilfe den Anweisungen eines Polizisten und unter starker Benutzung unserer Hupe, sind wir losgetuckert. Ca. 30 Minuten und ploetzlich hielt der Zug an und drei Viertel der Leute inkl. des Fahrers sind ausgestiegen. Einfach so.
Nach kurzer Rueckfrage wusste ich auch warum. Zum Fruehstuecken. Neben den Gleisen stand ein Zelt und ein entsprechender Strassenstand. Nach ca. 30 Minuten ging es weiter, aber nur um weitere 10 Minuten spaeter wieder anzuhalten. Dieses Mal war es aber nur ein kurzer Stopp um Bananen einzukaufen! :-) Ja und weitere 10 Minuten spaeter gab es dann Brot. Ansonsten haben wir nur angehalten, wenn Leute aus- oder zusteigen wollten.

Und immer wieder kam die Hupe zum Einsatz, um auf uns aufmerksam zu machen. Und falls das nichts genutzt hat, dann die Bremse. War echt eine nette Fahrt, am Ende etwas lang, aber hab noch nie so viele Hunde, Ziegen, Schafe, Rinder und Schweine wegrennen sehen. ;-)

Gegen 15 Uhr, eine Stunde frueher als geplant, waren wir dann in Aiquile. Und da sich meine Annahme, dass ins 4 Stunden entfernte Sucre bestimmt regelmaessig Busse oder sonstige Transportmittel fahren, als falsch erwiesen hat, bin ich eine Nacht in Aiquile geblieben. Denn eine Uebernachtung und Weiterfahrt am naechsten Tag um 18 Uhr war mir lieber als nachts ab Mitternacht an der Strasse zu stehen und einen vorbefahrenden Bus von Cochabamba nach Sucre abzufangen.

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