Auf geht´s in den Dschungel

Trip Start Jun 02, 2012
1
24
78
Trip End Jan 24, 2013


Loading Map
Map your own trip!
Map Options
Show trip route
Hide lines
shadow
Where I stayed
'Albergue de Mashaquipe'

Flag of Bolivia  ,
Thursday, August 16, 2012

Nachdem ich Montags in ein paar Reisebueros war, hab ich mich letztlich gegen eine Tour in die Pampas (hier sieht man extrem viele Tiere, es ist aber auch touristischer) und fuer eine dreitaegige Tour in den Dschungel entschieden.

Am Dienstag morgen ging es dann los. Unsere Gruppe bestand aus Valentina (FR) und Bertine (NL), sowie unserem Guide Nelson. Also eine superkleine und angenehme Gruppe. Das einzige 'Problem' war, dass Valentina spanisch und kaum englisch und Bertine englisch aber kaum spanisch gesprochen hat.
Aber Nelson hat das wie folgt geregelt. Er erklaert es uns auf englisch und ich uebersetze es auf spanisch. :-o Soweit die Theorie, die Praxis sah ein klein wenig anders aus. Einerseits weil ich die meisten Pflanzen- und Tiernamen nicht mal auf deutsch kenne und andererseits weil sowohl er als auch ich teilweise mit den Sprachen durcheinanderkamen. Aber wir hatten unseren Spass und letztlich hat jeder das Wichtigste verstanden. ;-D
   
Zuerst ging es ca. 2,5 Stunden mit dem Boot den Fluss Beni hinauf und in den Nationalpark Madidi hinein. Dabei haben wir unterwegs einen kurzen Stopp in einer kleinen Gemeinde gemacht und Zuckerrohr (guarapo) gepresst und getrunken. Recht lecker!
Irgendwann haben wir dann den Fluss Beni verlassen und sind auf den Fluss Tuichi 'abgebogen'. Gegen 13:30 Uhr waren wir im Camp und nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten gab es Mittagessen. Im Anschluss ging es dann zu einem 3-stuendiger Spaziergang in den Wald.

Und es ist ein richtiger Wald/Dschungel! Mit ein paar Pfaden. Sobald Nelson jedoch etwas gehoert oder gerochen hat, ging es auch querfeldein in den Wald. Teilweise hat er mit der Machete den Weg freigeschlagen, teilweise sind wir aber auch einfach durchgeklettert.

Relativ zu Beginn hat er Wildschweine gerochen. Also rein in den Wald. Sobald wir naeher dran waren (Wildschweine hoeren und riechen sehr gut) hiess es leise ranpirschen oder auch einfach ausharren. Ja und dann kam eine Herde direkt auf uns zu (Wildschweine laufen in Gruppen von 50-300 Tieren). Immer naeher und naeher. Die machen einen ganz schoenen Krach und als sie nur noch so 15-20 Meter von uns weg waren, hatte ich echt das Gefuehl die trampeln den Wald nieder. Hab mir schon ueberlegt was passiert, wenn die bei uns sind. :-o Hab auch eines der Wildschweine gesehen.
Dann haben sie uns aber gerochen und innerhalb von 2-3 Sekunden waren sie weg und man hat sie nur noch gerochen. Aber wie! Nelson meint, wenn sie sich bedraengt fuehlen, sondern sie als Schutz einen Duft/Geruch ab und der ist ganz schoen heftig und unangenehm.

Nach dem Abendessen haben wir noch einen kleinen Nachtspaziergang ums Camp gemacht und einige Spinnen bzw. Taranteln gesehen.

Am naechsten Morgen ging es dann nach dem Fruehstueck (mit Gepaeck) los. Nach ca. 4-4,5 Stunden waren wir dann am zweiten 'Camp'. Waehrend des Mittagessens hat Nelson eine Klammeraffen gehoert, entsprechend haben wir die Pause verkuerzt und sind dem Geschrei nach und haben auch wirklich einen gesehen. :-)
Danach ging es dann zu den Papageien. Neben gruenen Papageien, haben wir viele Gruenfluegelaras fliegen sehen. Wunderschoene Tiere.
Nach dem Abendessen haben wir dann noch eine laengere Nachtwanderung gemacht. Aber obwohl wir zweimal laengere Zeit im Dunkeln sassen haben wir keinen Tapir oder Jaguar gesehen. Dass wir einen Jaguar sehen war auch eher unwahrscheinlich, aber immerhin haben wir Spuren von einem gesehen.

Am naechsten Morgen haben wir dann noch zwei kuerzere Spaziergaenge gemacht, bevor wir uns ein Floss gebaut haben und zum ersten Camp zurueckgekehrt sind.

Nach einer dringend notwendigen Dusche und dem Mittagessen ging es dann wieder zurueck nach Rurrenabaque.

Tiere die wir u.a. gesehen haben:
- Wildschweine (mehrmals) (jabalí/chancho tropero)
- Kapuzineraffe (mono capuchino), Bruellaffe (mono aullador) und Klammeraffe (mono araña)
- Papageien und Aras
- diverse Voegel: z.B. Breithaubenstirnvogel (russet-backed oropendola), Olivkopfstirnvogel (olive oropendola), Schwalben (golondrina), Reiher (garza), Geier (buitre), Jungferntrogon (collared trogon), Tukan (tucán)
- diverse Insekten

und dann hat uns Nelson auch einiges ueber Heilpflanzen erzaehlt.

Das Beste fuer mich war aber einfach der Wald und die Natur selbst. Das Gruen, die Geraeusche, das Lauern und Suchen.
Slideshow Report as Spam

Use this image in your site

Copy and paste this html: