Manu - oder doch nicht?

Trip Start Jun 02, 2012
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Trip End Jan 24, 2013


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Where I stayed
Hostal Manu, Salvación
Albergue El Mirador, Pilcopata

Flag of Peru  , Cusco,
Sunday, July 22, 2012

Eines der wenigen Dinge, die ich auf dieser Reise auf alle Faelle machen wollte, war den Manu Nationalpark (tropischer Regenwald) zu besuchen. Nachdem ich einige Agenturen besucht habe, habe ich mich allerdings anders entschieden. Wollte, wenn ich gehe, neben der 'Cultural zone' auch die 'Reserved zone' besuchen, um Primaerwald, aber auch groessere Tiere, wie z.B. ein Tapir oder Jaguar, zu sehen. Allerdings kostet ein 6-8 taegiger Trip zwischen 800 und 1300 US Dollar. Und das laesst mein Budget, zumindest auf dieser Reise, nicht zu. :-(

Nachdem ich ein bisschen recherchiert habe, hab ich mich entschlossen mir den 'Wald' selbst ein wenig anzusehen. Um es vorwegzunehmen, obwohl ich nicht wirklich tief im Wald war, hat mir der 'Ausflug' sehr gut gefallen.

Mittwoch morgen gegen 5 Uhr ging es mit dem Bus los. Nach ca. 3 Stunden waren wir in Paucartambo, wo wir einen Fruehstuecksstop eingelegt haben. War die Strasse davor schon 'nett', d.h. Schotterpiste und meist einspurig, ging es nach Paucartambo erst richtig los. Wir sind knapp 5 Stunden mit gefuehlten 20-25 km/h nach Pilcopata geschaukelt. Da ich auf der Bergseite sass, hab ich ausser vorbeifliegenden Blaettern und Aesten (Abstand meist ca. 5-10 cm) nicht viel gesehen. Naja hab daher ein wenig Augenpflege betrieben. ;-)

Gegen 14 Uhr waren wir in Pilcopata. Dort stand bereits der Bus nach Salvación bereit, der gegen 15:30 Uhr abfuhr. Und das war eine unterhaltsame Fahrt. Die Leute waren super nett und wir haben des ofteren gelacht (Situationskomik). Bereits bei Abfahrt standen ein paar Leute. Nach kurzer Fahrt kamen noch 2-3 hinzu, die durch verschiedene Mofas hinterhergefahren wurden. Bei Gegenverkehr sind meist 3-4 der Jungs ausgestiegen und haben den Busfahrer entsprechend 'dirigiert'.
Aber das Beste war die Ueberquerung des Flusses Carbon. Da es die letzte Woche geregnet hatte, war der Fluss entsprechend tief. Waehrend der Fahrer geprueft hat, wo er fahren kann, sind weitere Personen und ihr Gepaeck, inkl. Meerschweinchen und Hasen, zugestiegen (ihr Transporter fuhr nicht weiter).
Das Ergebnis der Flussbegehung des Fahrers: Der Bus ist zu schwer und wir muessen den Fluss zu Fuss ueberqueren. Ich muss allerdings sagen, das Wasser war angenehm temperiert. :-)
Gegen 18 Uhr waren wir letztlich in Salvación. Und zum ersten Mal waehrend der Reise hatte ich mein eigenes Zimmer und Bad. Einfach, aber sauber.

Da der Bus nur dreimal (Mo., Mi und Fr.) die Woche faehrt, hab ich zwei Naechte in Salvación verbracht. Ein wirklich kleines Dorf mit sehr freundlichen Leuten und schoener Natur. Hab mir die Lagune Machu Wasi angesehen und bin im Wald spazierengelaufen. Abends hab ich mit Mariano und Braulio gegessen. Diese beiden waren auch im Bus von Paucartambo nach Salvación und haben im gleichen Hostel uebernachtet. Sie sind Vertreter fuer irgendwelche Naturkosmetik bzw. -medizin und waren geschaeftlich unterwegs.

Freitagmorgen bin ich dann wieder zurueck nach Paucartambo. Neben einer kleinen Pause, aufgrund eines im Fluss steckengebliebenen LKWs, gab es sonst keine besonderen Vorfaelle.

Paucartambo ist ein etwas groesseres Dorf, dafuer weniger schoen. Habe oberhalb des Dorfs in einer Albergue/Lodge gewohnt. Mitten im Gruenen. Nachts hat man ausser den Fluss und dem Zirpen und Gezwitscher der Voegel, Froesche und sonstigen Tieren nichts gehoert. Hatte, wie auch in Salvación, mein eigenes Zimmer und alles aus Holz. Und da diese Albergue eigentlich nur mit Agenturen zusammenarbeitet, war auch nicht viel los. In der ersten Nacht war eine Gruppe von 5 Leuten dort, in der zweiten Nacht war ich die einzige. :-)

Da es fuer Peruaner generell schwer vorstellbar ist alleine zu reisen, hab ich Segundo, dem Eigentuemer, und seiner Familie glaub ich ein wenig leid getan. Daher hat mich Diana, seine 14-jaehrige Tochter begleitet. Sowohl zur Tierauffangstation (sehr klein, nur ca. 10 Tiere) als auch zum 'Eingeborenen Dorf' Huacaría. Die Wanderung dorthin (ca. 4 Stunden hin und zurueck) als auch das Baden im Fluss war sehr schoen. Das Dorf selber eher enttaeuschend. Soweit ich das beurteilen kann, leben sie dort mittlerweile beinahe wie in den Doerfern.
Zusammen mit Diana hat es aber auf alle Faelle mehr Spass gemacht. Eine superliebe Person. Und neben der Tatsache, dass ich mich nicht um den Weg kuemmern musste, hab ich auch noch das ein oder andere ueber Peru gelernt.

Da auch von Pilcopata der Bus nur dreimal woechentlich faehrt, war das mit der Rueckfahrt so eine Sache. Bin letztlich am Sonntag mit einem privaten Minivan (zusammen mit 10 anderen) zurueckgefahren. Und hatte meine erste Panne!
Nach ca. 2,5 Stunden (noch 1,5 Stunden bis nach Paucartambo), kurz nachdem dass Auto von der Coca-Polizei durchsucht wurde, haben wir angehalten, da wir nicht mehr weiterfahren konnten. Sofern ich es verstanden habe und es beurteilen konnte, hatte die Spur nicht mehr gestimmt. Gluecklicherweise haben sich sowohl der Fahrer als auch ein weiteren Mitfahrer gut ausgekannt und nach 1,5 Stunden Reparatur ging es weiter.
Wir waren letztlich gegen 19:30 Uhr in Cusco. Endlich, denn konnte am Schluss nicht mehr sitzen und Hunger hatte ich auch. (Es war das erstemal, dass ich nichts zum Essen dabei hatte, in der Annahme es gibt in Paucartambo Mittagessen. Aber einerseits hatten wir die PAnne und letztlich sind wir durchgefahren, weil alle heim wollten.)

Auch wenn ich nur etwas den Wald gesehen habe, hab ich doch einige Vogelarten und vor allem Schmetterlinge gesehen. Und vor allem den Wald. Ich mag Regenwald einfach gerne, auch wenn man sich erst an die Luftfeuchtigkeit gewohnen muss.

Wollte danach eigentlich noch nach Tambopata bzw. Puerto Maldonado. Das liegt auch im Tropenwald des Amazonas-Tieflands, ist aber guenstiger als Manu. Leider ist die Lodge, in die ich wollte bis zum 30.07. ausgebucht. Hab das als Zeichen genommen, dass ich in Peru nicht in den Regenwald gehen soll. Daher geht es nun weiter zum Titikakasee. Bin mal gespannt wie es dort ist. Was ich weiss, nachts wird es noch kaelter als in Cusco. Juchu! :-(

 
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