Die Ankunft der STEINLAGER 2

Trip Start Jul 12, 2008
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Trip End Jul 25, 2008


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Flag of Portugal  , Azores,
Monday, July 14, 2008

Endlich, am Montagmorgen, dem 14. Juli tauchte die STEINLAGER 2 in der Bucht von Horta auf. Zuerst sah man nur ihre zwei Masten ausserhalb der hohen Hafenmauer, und bald tuckerte sie ins Hafenbecken und legte gekonnt an. Nach der Begrüssung, einige kannten sich bereits, gab der Skipper (Peter oder Piotr, ein Pole) bekannt, dass wir bereits um 13 Uhr wieder auslaufen würden, was mir natürlich passte. Aber vorher mussten noch viele Arbeiten erledigt werden (Proviant und Getränke einkaufen, Wasser bunkern, Einreiseformalitäten abwickeln usw.).

Wir hatten unser Gepäck am Steg beim Boot aufgestapelt, und eigentlich wäre es gedacht gewesen, dass wir mit dem Einladen warten, bis die Crew die Vorräte verladen hatte. Doch plötzlich entwickelten die andern 'Neulinge' einen unglaublichen Stalldrang und stürmten buchstäblich das Schiff. Erst später wurde mir klar, warum. Sie wollten sich die besten Kojen sichern. Und die liegen nun mal in Schiffsmitte, weil es dort am wenigsten schaukelt. Bis ich kam, waren nur noch eine Koje ganz hinten im Heck und vier der vordersten Kojen frei. Ich entschied mich für eine der vorderen, wie sich später herausstellen sollte, eine gute Wahl. Sie lag zwar direkt neben der „Küche" (die manchmal auch mitten in der Nacht fürs Kaffee- oder Teekochen benutzt wurde) und relativ nahe beim Motor und dem Generator (der täglich auch einige Stunden lief), aber dafür hatte ich dort ansonsten absolut meine Ruhe (es musste sich bei den Wachablösungen in der Nacht nicht jedermann an meiner Koje vorbeihangeln) und massenhaft Stauraum. Ich würde sofort wieder diese Koje wählen, auch wenn man bei starkem Wellengang ein bisschen mehr Höhenmeter macht als in andern Betten.

Für all jene, welche noch keine Bilder vom Innern dieses Schiffes gesehen haben, sei gesagt, dass es unter Deck weitgehend offen, d.h. kaum unterteilt ist. Die Kojen sind den Wänden entlang angeordnet, zwei- oder dreistöckig übereinander und bestehen aus einem mit Netz bespannten Rahmen, der zur Schiffsmitte her höhenverstellbar ist und einer dünnen Matratze darauf. An der Aussenseite ist dann noch ein Netz gespannt, damit man bei einer Wende nicht plötzlich aus der Koje kollert. Fertig! Allerhöchstens Campingkomfort. Aber es lässt sich herrlich darin schlafen. Die STEINLAGER 2 ist eine reinrassige Rennyacht, es muss alles möglichst leicht sein. Für Schnicknack ist da kein Platz, und Privatsphäre ist auch nicht vorgesehen. Man muss schon ein bisschen verrückt und angefressen sein, um sich auf sowas einzulassen. Aber das bin ich!

Es blieb natürlich nicht bei einer Abfahrtszeit von 13 Uhr. Schon bald wurde mit Nachtessen um 18 Uhr ein neuer Termin gesetzt. Da wusste ich, dass wir an diesem Montag nicht mehr loskommen würden. Alles verzögerte sich weiter (eine Gruppe von 12 Leuten kann sooooooo schwerfällig sein!). Es fehlte aber auch etwas an der klaren Führung des Skippers, und wir kamen schliesslich erst um 23 Uhr zum Nachtessen. Dass natürlich nachher niemand mehr losfahren wollte oder konnte (Bierkonsum!!!) erstaunte dann nicht weiter.
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