Mal'n Urlaubstag zwischendurch

Trip Start Jul 23, 2004
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Trip End Nov 03, 2004


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Flag of Mexico  ,
Saturday, October 23, 2004

Guten Abend!

Gestern abend und heute ist 'ne Menge passiert, daher will ich das noch in Worte fassen, bevor ich schlafen gehe.

Mein Besuch bei CECLA war unkompliziert. Der Besuch der Dame von der OR-Firma war harmlos. Es wird am Montag nochmal ein Treffen mit der OR-Expertin der Firma geben, da die gestrige Marketingdame von interessanten und wichtigen Dingen keine Ahnung hatte.

Am Abend war ich dann mit Volker Landmann, dem hiesigen Vater meines Projektes abendessen.
Es war beruhigend, dass ich auch Volker, der nun schon knapp ein Jahr hier lebt, gleich auf Anhieb verfuhr. :)
Die Gegend, in der wir waren, war sehr angenehm, mit vielen alten Gebäuden.

Heute morgen wurde ich dann durch einen Anruf von Robert und Nicole (unser VWL-Dozent mit seiner Frau) geweckt. Wir hatten schon vor meiner Reise verabredet, dass wir uns dann in Mexiko treffen wollten - und nun sind die beiden halt auch hier. Noch ohne genaue Zeitvorstellung machten wir ein Treffen am Nachmittag aus.
Ich machte mich dann fertig, um nach Taxco, die Silberstadt, aufzubrechen. Die Fahrt lief erstaunlich gut - ich musste nur einmal nach dem Weg fragen.
Häufig gibt es in Mexiko die Möglichkeit, entweder über eine kostenpflichtige oder eine freie Autobahn zu fahren.
Da die kostenpflichtige schneller, sicherer und in einem besserem Zustand sein soll, entschied ich mich dann auch für die Variante (auch wenn ich das dortige Fahren recht teuer fand - für 150 km ca. 10 Euro)

Auf dem Hinweg machte mein Auto dann noch unfreiwillig Bekanntschaft mit der Seite einen Kleintransporters.
Der Fahrer nahm die Zweispurigkeit der Autobahnauffahrt nicht ganz für voll - und bevor ich hupen konnte, schabten wir auch schon aneinander.
Eine kleine Delle an der rechten Seite zeugt nun davon. Ich werd Schering davon am Montag berichten, problematisch dürfte es aber nicht werden, da der Wagen schon vorher einige Schrammen hatte.

Nachdem sich die Nadel der Tankanzeige die ganze Fahrt über hartnäckig im Halb-voll-Bereich gehalten hatte, meinte sie, 30 km vor dem Ziel dann fast auf leer zu springen.
Die Freude an der Fahrt sank schlagartig und ich sah mich schon zur nächsten Tankstelle laufen.
Allerdings erholte sich die Nadel dann auch wieder ein wenig und zu meiner grossen Freude gab es dann in Taxco auch gleich am Ortseingang eine Tankstelle - ich hab mich selten so auf eine Tankstelle gefreut wie heute.

Ich fand dann einen öffentlichen Parkplatz, um Taxco dann ein wenig zu Fuss zu erkunden.
Also, so prickelnd und empfehlenswert wie mir alle sagten (inklusive Reiseführer) ist die Stadt nicht. Einige Bauten sind hübsch anzusehen, allerdings leidet die Stadt darunter, dass sie zu Zeiten erbaut wurde, als noch keine Autos durchs Land rollten. Dementsprechend eng sind die Strassen und dementsprechend entspannt ist dort Verkehr.
Als verkehrsberuhigte Zone könnte die Stadt sogar was hermachen.

Den Parkplatz fand ich, wie sollte es anders sein, natürlich nicht auf Anhieb - aber nach 3 Mal fragen hatte ich den Weg dann.
Mir haben hier schon mehrere gesagt, dass man immer mehrere Leute nach dem Weg fragen solle.
Mexikaner sagen scheinbar ungern nein (das macht's im Arbeitsleben auch ganz besonders einfach ...) - und anstelle zu sagen, dass sie den Weg nicht kennen, schicken sie Dich einfach nach sonstwo.

Nach einem schnellen Rückweg (es ist so schön, mal wieder Auto zu fahren :) ) genoss ich das schöne Wetter bei Starbucks, ganz in der Nähe von Schering und meiner kleinen Hütte.
A propos Wetter, mein erster Eindruck muss jetzt korrigiert werden. Wir scheinen hier gerade aus der Regenzeit rauszukommen. Es hat in den letzten Tagen nicht mehr geregnet und es wird teilweise schon sonnig 25°C-warm.
Bei Starbucks rief mich dann auch Robert an, so dass ich mich gleich wieder auf den Weg machte.
Ich kam ca. 30 Minuten zu spät zum verabredeten Ort, weil der Verkehr so ätzend dicht war (im Vergleich zur Rückfahrt war's allerdings noch entspannt).

Es war richtig klasse, Robert mal wiederzusehen. Ein wenig später kam auch Nicole und noch etwas später fuhren wir auch schon wieder zum Flughafen, um den Rektor von Roberts FH abzuholen.

Durch einen glücklichen Zufall hat sich auch mein "Wie kriege ich die Sache, die ich hier kaufe"-Problem gelöst:
Da Robert und Nicole nach Mexiko weiter nach Brasilien fliegen, nehme ich einen Koffer zurück nach Deutschland, den die beiden nicht mehr brauchen.
In dem Koffer wird dann wohl auch noch soviel Platz sein, dass ich mein zusätzliches Zeug dort unterbringen kann.

Mit ein paar Haribo-Tütchen und einer FAZ ausgerüstet, machte ich mich dann gegen 9 wieder auf den Heimweg - der wirklich ätzend anstrengend ist.
Es ist nicht mal die Tatsache, dass es teilweise kaum vorangeht. Viel anstrengender finde ich, dass Dich keiner reinlassen will, wenn Du die Spur mal wechseln musst. Das ist fast jedes Mal ein Krampf.

Morgen werde ich zu Pyramiden im Nordosten von Mexiko City fahren - es soll eigentlich ganz einfach sein dorthin zu kommen - ich bin gespannt. :)

Viele liebe Grüsse,

Rinne :)
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