Neuer Rätselspass

Trip Start Jul 23, 2004
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Trip End Nov 03, 2004


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Thursday, October 7, 2004

Guten Abend!

Eigentlich ist es schon spät, ich bin müde und sollte ins Bett, aber ich will die Ereignisse von heute und ein wenig von gestern noch festhalten.

Zwei Sachen hatte ich gestern vergessen zu erwähnen:

Zum einen musste jeder auf dem Flughafen in Bogotá vor Betreten des Flugzeuges sein Gepäck identifieren. Das ist das erste Mal, dass ich bei sowas mitmachen durfte.
Die Aktion hat einen entscheidenden Vorteil - man kann sich sicher sein, dass sein Gepäck auch wirklich mitkommt.

Zum anderen: mein Name. Ich habe in Medellin meinen Vornamen in den zwei Tagen öfter gehört als in den letzten vier Wochen.
Diego sprach mich tierisch oft mit Namen an, wenn er etwas sagte. "Schau mal hier, René.", "Weisst Du, René ..." - meine Güte. Es war sicher nett gemeint, ging mir aber irgendwann auf die Klösse.

Nachdem ich den Tagebucheintrag geschrieben hatte und mein Hotelzimmer betrat, merkte ich, dass der eigenartige Geruch immer noch nicht verschwunden war. Nun ja, Fenster auf und einschlafen.

Ich zog mal wieder das "länger schlafen" dem Frühstücken vor. Diego holte mich mit halber Stunde Verspätung vom Hotel ab. Danach ging es zu einer kleinen Stadttour mit der S-Bahn.
Die eigentliche S-Bahn-Fahrt war nicht sooo ein Erlebnis, wenn man davon absieht, dass ich wie ein Zootier angeschaut wurde. Europäisch aussehend, gross und im Anzug. In weniger bewachten Gebieten als der S-Bahn und ohne Diego wäre ich wohl den Anzug bald losgeworden.
Ein kleiner Teil der S-Bahn ist allerdings nicht wie eine S-Bahn, sondern wie eine Seilbahn in den Alpen - mit dem einzigen Unterschied, dass die Technik hier für den Massentransport in die höher gelegenen Armengebiete genutzt wird.
Man kann sich das so vorstellen, dass man ein paar Meter über dem Slum Deluxe (ganz, ganz schlimm war es nicht) schwebt und alles sehen kann, ohne in Gefahr zu sein. Es hatte zum zweiten Mal an dem Tag was von Zoo - nur diesmal andersrum - Rache muss sein. ;-)
Blöderweise, und dafür hätte ich mir wirklich in den Hintern beissen können, hatte ich meine Kamera nicht mit. Ich werde wohl irgendwann nochmal herkommen müssen, um das zu fotografieren.
Und Postkarten gab es von der Bahn auch nicht. Das Thema Postkarten ist hier eh so eine Sache.
So der Riesenverkaufsschlager scheinen die Dinger nicht zu sein. Ich werde mich weiterhin bemühen, irgendwo welche aufzutreiben, aber die Wahrscheinlichkeit sinkt.

Das Mittagessen fand mit einem Arzt statt, der zuerst etwas seltsam war, aber dann auftauchte.
Zum wiederholten Male auf meiner gesamten Reise wurde ich auf die ungeheure Schönheit der weiblichen Bevölkerung hingewiesen - ich versuche dann immer GANZ interessiert zu gucken, hehe.
Danach ging es auch schon zum Flughafen - man ist der scheisse. Bei meiner Ankunft habe ich das gar nicht bemerkt, weil wir gleich raus sind. War aber auch besser so.
Der Flughafen ist so klasse, dass er nur in den Wartesälen Anzeigetafeln hat - der Wartesaal ist aber erst zugänglich, wenn der Flug angesagt wurde (oder für alle, die die Ansage kaum verstehen, z. B. Schwerhörige und Ausländer) oder an der Anzeigetafel angezeigt wird, die ja wiederum im Wartesaal ist ... wie Ihr seht, war der Teil schick.

Diesmal war der Flieger ein Minijet, etwas grösser als die Dornier aus Deutschland.
Das erste Mal auf einem meiner (ja noch doch schon reichlichen) Flüge wurde wegen Turbulenzen das Ausschenken von Getränken abgebrochen. Als ich dann dachte, dass wir doch jetzt nicht irgendwo im Feld landen können, erschien aber auch schon die Flugbahn.

Am Flughafen holte mich Wilman ab. Bei einem kurzen Telefonat hatte er mir gesagt, dass die Verabredung für ein Abendessen von Mittwoch auf heute abend vorverlegt wurde - innerlich habe ich gekotzt (schönes Bild, oder? ;-) ) aber ich bin ja soooo flexibel.
Also, hin zum Hotel, mich von der halben Belegschaft mit, diesmal Nach-, namen begrüssen lassen und dann auch schon wieder los.
Zuerst waren wir bei dem Scheringrepräsentanten, über den das heutige Arztabendessen organisiert wurde.
Wir schnackten ein wenig, ich streichelte Hund, Katze und dreibeinige Katze und dann ging es ins Restaurant.

Das Essen war lecker und zuviel, der Arzt war nett und gegen 22:00 Uhr war ich wieder im Hotel.
Da ich vorhin ein paar Sachen gesucht habe, sieht es im Schlafzimmer so schlimm aus, dass ich morgen den ganzen Tag das "Bitte nicht stören"-Schild raushängen werde - oder ich kann noch schnell morgen früh aufräumen.

Eigentlich sollte morgen im Laufe des Tages ein Vorbereitungstreffen für ein Treffen am Donnerstag sein. Für dieses Treffen sollte und wollte ich eigentlich heute abend ein paar Dokumente lesen - nun ja, das werde ich dann wohl morgen früh machen.

Von Heike erhielt ich heute eine weitergeleitete Mail eines BA'lers. Dieser BA'ler zeichnet sich dadurch aus, dass er krampfhaft perfekt sein will. Sein Text im heissgeliebten Resumébuch aller BA'ler klingt so, als würde er mit seinem Schliessmuskel regelmässig aus Kohle lupenreine Diamanten pressen - Ihr könnt Euch vorstellen, wie schwungvoll sich das liest. ;-)
Und genau dieser Wortkünstler fand, dass das Ziel des Scheringblatt-Artikels verfehlt worden ist.

Abschliessend noch zum Rätsel - wie gestern angekündigt.
Ich denke, dass durch das Bild klar erkennbar ist, dass die Ärzte, die ich treffe, nicht nur Niesfische, sondern auch manchmal richtig witzig sind. (Oh, war da etwa ein versteckter Hinweis? *g*)

Also, nachdem Sandra ihren Sieg beim Kopfmassage-Rätsel leider vergeigt hat, kommt eine neue Chance.
Was für ein Tier hab ich da gegessen - und nicht nur den Oberbegriff, die Zeichnung ist, glaub ich, so gut, dass da "mehr geht".
Wer als erste(r) den richtigen Begriff im Tagebuch hat, ist Sieger. Alle die, die sich noch nicht im Tagebuch verewigt haben (ne Heiko? ;-) haben jetzt wieder einen guten Grund.

So, genug für heute.

Drücker an alle,

Rinne

PS: Wir fahren über Silvester jetzt mit Ronny und Kristin nach Paris. Die beiden haben recht spontan zugesagt (was uns beide - also Filip und mich, sehr freut), nachdem Rike und Tanja leider absagen mussten.

PPS: Ich muss unbedingt wieder den Radiosender ändern. Ich weiss nicht, ob das wieder dieser Radiosender für profilneurotische Manager ist, aber jetzt läuft die ganze Zeit so eine Klöppelmusik, die mir ja tierisch wohin geht.
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