Mojito, Rumba und kleiner Besuch

Trip Start Jul 23, 2004
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Trip End Nov 03, 2004


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Flag of Colombia  ,
Monday, October 4, 2004

Hallo, hallo, hallo!

Wie angekündigt, verbrachte ich gestern abend mit zwei Damen. Geplant war Abendessen und ein wenig tanzen.
Kurz vor acht kam die eine der beiden. Was mich ein wenig abschreckte, war, dass sie, Claudia, schon vorher drei Tequilas gehoben hatte und somit schon ein wenig von der Rolle war.
Ein Tequila später kam dann auch die zweite Begleitung, Martha. Sie kam nüchtern, da sie fahren musste und blieb auch den Abend über nüchtern.

Wir fuhren in ein recht schönes Viertel und klapperten ein paar Läden ab. Irgendwann fanden die beiden einen Laden bleibenswert. Ein kubanisches Lokal mit Musik.
Da Happy Hour war, hiess es schnell bestellen. Ich wurde zu Alkohol genötigt und wählte Mojito.
Im Gegensatz zu meinem Gedanken - ein Drink, halber Preis - erhielt ich zwei Drinks. Juchhee, zwei Mojitos.
Da unser Tisch nicht im Raucherbereich war, wechselten wir bald. Beim Aufstehen habe ich dann erstmal noch schnell Marthas Drinks über dem Tisch und am Fenster entlang verteilt.

Während wir so sassen, wurde über "Gott in uns allen", "Kolumbien, das beste Land der Welt" und "Claudias berufliche Karriere".
Bei allen Themen schaute ich eher interessiert und lächelte. Besonders schön fand ich "Kolumbien, das beste Land der Welt".
BOAH, ich kann ja verstehen, dass man sein Land ein wenig aus der Entführungsecke rausholen will. Aber solche Sätze wie "Kolumbien hat Küsten an zwei Ozeanen, zig Klimazonen, supertolle Leute und auch ganz viel Wasser - nur leider etwas zu viel Korruption" sind ja nicht gerade der Reisser.
Mit Hinblick auf die "supertollen Leute" war dann zum Schluss besonders witzig, dass wir kein Strassentaxi nehmen konnten, sondern ein Telefontaxi nahmen - die Gefahr einer Expressentführung wäre zu gross gewesen.

Das Essen war lecker, die Musik leider nicht. Nach einem halben Mojito für mich, 4 weiteren Tequilas für Claudia und Fruchtsäften für Martha gingen wir dann auf Suche nach einer Bar mit tanzbarer Musik. Wir fanden recht schnell einen Laden mit guter Musik.
Die Zeit verging Rumba-, Samba- und Merengue-tanzend wie im Flug - es hat wirklich Spass gemacht.
Da Martha gegen 1:00 Uhr los wollte, fuhren Claudia und ich dann wie schon bemerkt mit dem Taxi nach Hause.
Lustig war auch, dass Claudia gar kein Geld hatte - sie schien sich sehr sicher zu sein, dass ich Bargeld bei hatte - was ich ja auch hatte.

Mein heutiger Tag fing ruhig an. Ich stand gegen 11:00 Uhr auf, schrieb alle Mails, die ich seit der letzten Woche schreiben wollte und ging ein wenig raus. Eigentlich wollte ich auch Geld abholen und fand auch den Geldautomat, der mir genannt wurde. Leider konnte der keine Verbindung mit der Bank herstellen, so dass ich mal morgen in Medellin schauen muss, ob ich dort Geld abholen kann.

Heute abend holte mich Rolf von Schering ab, um bei seiner Familie ein paar Stunden zu verbringen.
Rolfs Vater war Deutscher und Rolfs Brüder sind auch in Deutschland. Da seine Frau aber Kolumbianerin ist, sprachen wir fast nur Spanisch. Der Nachmittag war richtig schön.
Jetzt sitze ich hier gerade vor dem lodernden Kamin - meine Suite ist heute ziemlich kühl - und ich wollte den Kamin auch mal ausprobieren. Gleich werde ich auch noch alles packen, um dann morgen früh für zwei Tage nach Medellin zu reisen.
Ich soll dort einen Neurologen, MS-Patienten und zwei Gynäkologen treffen. Der Dienstag soll wohl hauptsächlich frei sein.

Das war's schon wieder.

Ich schreibe dann Dienstag abend wieder.

Viele liebe Grüsse,

Rinne

PS: Ach ja, Rolfs Frau hat mir gesagt, dass es eine Form von Höflichkeit ist, dass ich fast die ganze Zeit verplant bin. Wenn ich das früher gewusst hätte, wäre ich sicherlich weniger gefrustet in einigen Momenten gewesen. :)
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