Präsentation und Country Club

Trip Start Jul 23, 2004
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Trip End Nov 03, 2004


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Flag of Colombia  ,
Thursday, September 30, 2004

Hi!

Und schon wieder ist ein Tag vorbei - noch 35x und ich steh in Berlin wieder auf der Matte.

Ich muss mein "Bogotá ist scheisse" revidieren. Gestern auf dem Weg zum informellen Abendessen kam ich an richtig hohen Häusern vorbei. Komisch, aber das war richtig schön, die zu sehen.
Das Abendessen war dann wirklich nur informell - zum Fragebogen kam ich nicht - aber so schlimm fand und finde ich das gar nicht.
Zu meiner grossen Freude fand das Essen bei einem Italiener statt, kein Fleisch, yeah!
Da ich im Gespräch mit den Ärzten wie auch gestern wieder schon öfter gehört habe, dass doch 2006 die Fussball-WM in Deutschland ist und Schering auch in Berlin ist - könnte man da nichts draus machen? (wat'n holperiger Satz)

Heute morgen während des Telefonat mit Peter von Schering sprach ich das einfach mal an. Ich hab das Gefühl, dass die Ärzte für solche Einladung im Dreieck springen würden und fleissig Schering-Produkte verschreiben würden. Ansonsten lief das Telefonat unspektakulär, allerdings fühlte ich mich ein wenig so, als wäre meine Arbeit irgendwie nicht gut genug für ihn - aber er sieht ja nicht, was ich hier alles mache.

Mit einem anderen Taxifahrer ging es dann zu Schering. Hier in Bogotá gibt es nämlich wie in Mexico City die Regel, dass ein Auto zweimal pro Arbeitswoche zwischen 7 und 9 bzw. 16 und 18 Uhr nicht fahren darf. Die Ortskenntnisse des Taxifahrers wurden jedoch umso schwächer, je näher wir zu Schering kamen. Irgendwie kamen wir dann aber doch an. Generell wird hier auch gesitteter gefahren als in Buenos Aires.

"Herrlich" spät angekommen erfuhr ich dann, dass ich in den Besprechungsraum, in dem ich meine Präsentation halten wollte und sollte, erst zu 10 Uhr rein konnte - die Präsentation sollte jedoch schon um 10 Uhr anfangen. Ganz kurz bekam ich einen Panikanfall, aber dann atmete ich kurz durch und dachte daran, was Robert, unser VWL-Dozent mal gesagt hatte: "Wenn Ihr an ein hungerndes Kind in Afrika denkt, wird so ein Problem wie eine Präsentation nichtig."
Jedenfalls fand ich diese zeitliche Verzögerung dann gar nicht mehr so wild.
Der Beamer liess sich wider Erwarten auch problemlos anschliessen und die Präsentation konnte losgehen.
Es waren ca. 15 Leute im Publikum. Die Präsentation lief schneller, als ich dachte. Gefragt wurde gar nichts. Einige schienen sich zu langweilen - jedenfalls schlossen sie teilweise die Augen. ;-)
Trotz allem wurde mir gesagt, dass es "ganz toll war". Wie dem auch sei, es ist überstanden. Und da es ja das erste Mal auf Spanisch war, war es schon was Besonderes.

Mein kleines IT-Problem von gestern nachmittag (die Schering-Firewall akzeptierte mein Internetpasswort nicht mehr) bestand auch heute fort. Allerdings gibt es im Flur noch zwei Internet-PCs, an denen ich meine Mails überprüfen konnte und wieder einiges nach Deutschland jagen konnte. Dumm war nur, dass diese PCs zwar einen USB-Anschluss haben, der aber nicht funktioniert. Da ich aber an die Scheringblatt-Datei, die ich von Heike mit Vorschlägen zurückbekommen hatte, benötigte, erinnerte ich mich an ein fast schon vergessenes Relikt - die Diskette.
Und, oh Wunder, der Internet-PC frass sie ohne Probleme, so dass ich den Artikel dann beenden konnte (und dann über den PC einer Kollegin nach Deutschland zurückschicken konnte)
Die Ursache für das Internetproblem konnte auch gefunden, wenn bisher auch nicht gelöst werden.
Die Freunde der regionalen Tochtergesellschaft in Mexiko sind gerade dabei, irgendwelche Interneteinstellungen zu ändern. Und ein Teil dieser Änderung, eher ein unerfreulicher Nebeneffekt, ist das Nichtfunktionieren der I-net-Passwörter. Eine kurze Information vorab wäre schön gewesen.

Heute nachmittag hatte ich von 16 bis 19 Uhr ein Treffen, mal wieder mit einem Gesundheitsexperten. Und glücklicherweise war das auch mal wieder eine Bereicherung.
Viel bemerkenswerter als das Treffen war allerdings der Ort des Treffens. Es fand in einer Art Country Club statt.
Wir hatten einen eigenen "Besprechungs-Salon" und ein Kollege, der dort auch Mitglied ist, erzählte mir, dass es unzählige Sportmöglichkeiten und sonst was alles gibt - die Reichen und Schönen unter sich. :)

Morgen habe ich ein Treffen mit dem Geschäftsführer der Tochtergesellschaft. Aber vor der Präsentation war mir übler.

Ansonsten wird morgen wohl eher ruhig. Vielleicht kann ich ins Museum de Oro gehen. Dort sind unzählige Goldausstellungsstücke aus der vorkolonialen Zeit zu bestaunen.
Und meine Wäsche werde ich zur Wäscherei schaffen.

Dann der Diskette kann ich die Texte weiterhin auf dem Laptop schreiben und dann im Hotel hochladen *freu*


Viele Grüsse,

Rinne :)

PS: Zwei Dinge sind noch eine Erwähnung wert - ich habe heute das erste Mal "Aromatico" getrunken. Das ist eigentlich wie Tee, nur dass die Kräuter frisch sind - echt lecker.
Das andere ist mein Radio - ich kann jetzt mal was Anderes hören als meine nun schon neun Lieder vom PC. Während der ersten Tage lief aber immer ein Radioprogramm für Manager, also mit viel Gelaber und ganz seichter Orchestermusik. So steht es sich ja ganz schlecht auf. Ich habe jetzt einen Sender mit relativ viel 80er-Musik gefunden - so steht's sich gleich viel besser auf.
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