Dünne Luft macht aggressiv

Trip Start Jul 23, 2004
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Trip End Nov 03, 2004


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Tuesday, September 28, 2004

Juhuhu!

Gestern abend war das erste Mal seit meiner tollen Ankunft in Guatemala, dass ich mich so richtig schön schlecht gefühlt habe.
Die Ursachen hierfür waren vielzählig: Zum einen wollte ich gestern meinen Bericht über Argentinien schreiben, wozu ich nicht kam.
Dann hab ich am Samstag das Verfassen einen Artikels für die Scheringblätter übernommen, der bis Donnerstag fertig sein muss.
Zudem habe ich zig Geschäftsabendessen reingedrückt bekommen - bei einem wurde ich gefragt, ob das okay ist - allerdings finde ich diese Fragen immer eher rhetorisch. Ich kann ja schlecht sagen "Nein, ich will das nicht. Das ist mir zuviel."
Eine weitere Ursache ist sicherlich die dünne Luft hier in Bogotá. Da wir hier 2600 m über null sind, ist der Unterschied schon spürbar.

Ich kam also gestern relativ gut gelaunt im Hotel an. Kurz nach dem Einkaufen wurde ich dann aber so dermassen müde und depressiv, dass ich dann, ohne auch nur eine Sache zu erledigen, kurz vor 21:00 Uhr schon ins Bett gegangen bin.
Heute morgen wachte ich dann mit dem Geistesblitz auf, dass ich den Argentinienbericht auch erstmal lassen kann, und einfach mit dem Artikel anfange. Gesagt, getan.

Nach einem teilweise anstrengenden Treffen mit einem Gesundheitsökonomen hab ich meiner kreativen Ader einfach mal freien Lauf gelassen und eine erste Fassung des Artikels geschrieben. Perfekt ist er noch nicht, aber schon recht ansehnlich. Ich bin auf die Verbesserungsvorschläge aus Berlin gespannt.
Und da jetzt eine Sache wieder so gut wie vom Tisch ist, geht's mir auch wieder viel besser.

Jetzt gleich, also eigentlich seit ein paar Minuten (aber so genau nimmt man es hier nicht mit der Zeit), hab ich ein weiteres Treffen mit einem Radiologen, der eine Studie gebastelt hat, an dessen Veröffentlichung ich mitwirke. Allerdings bin ich in diesem Fall nur eine bessere Sekretärin. Ich bin sehr gespannt, wie sich das Treffen entwickeln wird. Mit Sicherheit werde ich wohl wieder das tun, was ich hier schon öfter tun musste: Mit dem (teilweise recht wenigen), was ich habe, möglichst viel Freiraum abzudecken.

Und heute abend habe ich das vorhin kurz beschriebene Treffen mit zwei Neurologen. Es soll informell werden - was auch immer ich mir darunter vorstellen kann. Zur Sicherheit hab ich ein paar Fragebögen ausgedruckt - die kann ich ja ganz "informell" mal durchgehen. ;-)

Vor morgen habe ich ein wenig Bammel - ich werde morgen vor anscheinend recht vielen Leuten meine Präsentation halten - zum ersten Mal auf Spanisch.
Mein einziger Vorteil ist, dass das Thema für viele ein einziges böhmisches Dorf ist, so dass ich wie ein Experte auftreten kann. Hoffentlich überdeckt das Sprachlücken und Nervosität.


Nun denn, ich geh noch mal schauen, ob meine Verabredung da ist.


Bis denn dann,

Rinne :)
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