Mal wieder: Ein erster Tag ...

Trip Start Jul 23, 2004
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Trip End Nov 03, 2004


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Monday, September 27, 2004

Mahlzeit!

Ich sitz hier gerade in meinem kleinem "Cubicle" und habe bis zum nächsten Termin ein wenig Zeit, den gestrigen Rest nach dem Tagebucheintrag und heute Revue passieren zu lassen.

Das von mir wenig gemochte Zoll-passieren und Einreisen verlief problemlos. Die Abholperson war auch fast gleich zu Stelle, so dass es recht zügig zum Hotel ging.
Die "Abholperson" ist gleichzeitig auch meine hiesige Kontaktperson, er heisst Wilman, 38, mit Frau und Kind.
Neben einem schön verständlichen Spanisch ist er auch noch sehr nett und erzählt viel - die zwei Wochen dürften wieder gut verlaufen - ich hab ein gutes Gefühl.

Mein Hotel liegt in einer besseren Gegend von Bogotá. Allerdings hatte mein Vorgänger wohl noch nicht ausgecheckt, so dass ich erst drei Stunden später einchecken konnte.
Wilman nutzte die Zeit, um mir ein wenig die Stadt zu zeigen und um eine Kleinigkeit zu essen.
Bogotá unterscheidet sich vollkommen von den Städten, die ich vorher gesehen habe.
Wirklich reiche Ecken habe ich bisher noch nicht gesehen und sehr hoch bauen sie hier auch nicht. Ich glaube, der Grossteil hat nicht mehr als fünf Stockwerke. Da hier aber ca. 8 Millionen Menschen leben, zieht sich die Stadt sehr in die Länge.

Die Polizeipräsenz ist deutlich geringer als ich dachte. Während der Fahrt erzählte mir Wilman immer ein wenig was über die Ecken, die wir gerade sahen.
Ich hab bei der Stadtrundfahrt das Wort "gefährlich" sehr häufig gehört.
Vornehmlich soll das zwar nachts so sein, aber auch am Tag gibt es wohl unschöne Ecken.
Mein Lieblingssatz war: "Siehst Du, wir sind jetzt nur zwei Häuserblocks vom Regierungspalast entfernt, und schon ist es wieder gefährlich."
Was der Stadt allerdings an baulicher Schönheit (die Berge in Bogotás Umgebung sehen richtig klasse aus) und an Sicherheit fehlen, kompensieren bisher meine Kollegen.
Bisher sind alle sehr herzlich und empfangen mich mit offenen Armen.
Ich hab sogar ein Diensthandy bekommen - was aber sicherlich auch der Sicherheitslage geschuldet ist.

Nach meiner Rückkehr zum Hotel bin ich fast umgefallen, als ich mein "Zimmer" sah.
Mein Zimmer ist eine Suite, bestehend aus Küche, Bad, Gästebad, Wohnzimmer mit Essecke, Arbeitszimmer und Schlafzimmer. Ich habe frische Blumen im Wohnzimmer und bekomme jeden Morgen eine Zeitung. Es gibt eine Squashhalle und ich habe freien Zugang zum scheinbar sehr modernen Fitnessstudio auf der anderen Strassenseite.
Mir wurde gesagt, dass der Geschäftsführer das Hotel ausgesucht hat - er meint es wohl sehr gut mit mir.
Ich werde davon auch noch Bilder machen, für alle, die einen Vorgeschmack wollen: www.101parkhouse.com --> ich habe eine Imperial Suite.
Ziemlich in der Nähe gibt es einen Supermarkt, einen Friseur (das wird mal wieder fällig) und eine Wäscherei.

Nach dem Auspacken schlief ich dann auch ziemlich bald ein.

Heute morgen hab ich mit Filip telefoniert. Das wird jetzt wohl immer so sein, dass wir nach meinem Aufstehen telefonieren, denn der Zeitunterschied macht ein Telefonat nach meiner Arbeit nicht möglich - bzw. nur möglich, wenn ich Filip dann immer wieder aus dem Bett scheuche.
Zu meiner grossen Freude hat Filip den guatemaltekischen Strandsand und die Macadamia-Pralinen wiedergefunden.

Mein erstes internen Treffen war ein einziges Überschütten mit Informationen, da ich über das kolumbianische Gesundheitssystem bisher noch gar nichts weiss. Aber ich denke, dank Mitschriften und kopierter Whiteboardzeichnungen kann ich mir das schon merken. (Dieses Whiteboard ist der "Hammer": Man schreibt alles an, wie man das halt so macht, und wenn man die Dinge für sich selbst braucht, drückt man auf "Kopieren" und die Zeichnungen, etc. werden in Papierform ausgedruckt.)
Heute nachmittag werde wir meinen Aktivitätenplan festzurren und sicherlich noch einen IT-Kollegen bestellen. Mal sehen, wie fix der Herr ist (und ob er mir zuhört oder erst panisch rumwirbelt und dann irgendwann selbst auf meine von vornherein genannte Lösung kommt)

Nun denn, besonders das Mütterchen muss sich keine Sorgen machen. Ich werde hier wohl so gut wie nicht ohne Begleitung durch Bogotá turnen.


Liebe Grüsse,

Rinne :)
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