Bootsfahrt und hippes Viertel

Trip Start Jul 23, 2004
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Trip End Nov 03, 2004


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Sunday, September 19, 2004

Hallo!

Mein gestriger Abend verlief sehr ruhig - ich war eine Stunde auf der Tretmaschine und habe mir ein Kinoprogramm geholt, das ich heute auch gleich zu Rate zog, aber dazu später.

Wie gestern nach dem Tagebucheintrag verabredet, holte mich Luis um 9:00 Uhr vom Hotel ab, um mit mir zu einem Flussdelta nördlich von Buenos Aires zu fahren.
Eigentlich wollte er jemanden von seiner Familie einspannen, damit mich jemand auf dem Weg zum Delta im Zug begleitet, aber da alle zu tun hatten, fuhren wir sowohl die Hin- als auch die Rücktour mit dem Auto. Was aber kein Problem war - ich sah auch so eine Menge.
Zuerst ging es durch ein reiches Gebiet von Buenos Aires, vergleichbar mit Dahlem, nur viel grösser.
Am Flussdelta angekommen, holten wir uns ein paar Informationen zu den verfügbaren Bootstourangeboten und eine Stunde nach der Ankunft ging es auch schon los - für 1,5 h im Flussdelta.
Früher hätte ich solche Touren ätzend gefunden ... aber ich werde ja auch älter. ;-)
Das erste, was mir auf der Tour ins Auge stach, waren grosse, vor sich hin rostende Bootsruinen am Flussufer.
Dieser Anblick führte ein Plakat, das an jedem Kassenhäuschen von den Bootsgesellschaften hin, völlig ad absurdum: Das Plakat zeigte ein kleines, nacktes, im Wasser spielendes Kind. Darunter stand ein Text: "Bitte wirf keinen Müll in das Wasser, weil wir das benutzen"
Ich warf natürlich nichts rein, aber was richtet mehr schaden an - ein leerer Plastikbecher oder mindestens zehn alle Bootrostruinen?
Nach einer Weile kamen wir in eine Gegend mit vielen schönen Wassergrundstückhäuschen. Ein recht entspannender Anblick, ich liess hier ziemlich die Seele baumeln und genoss Fahrtwind, Sonne und Wasser.
Nach unserer Rückkehr machten wir den dortigen Markt unsicher.
In einem Möbelgeschäft hatten es mir ein paar Sitzmöbel im römischen Stil angetan ... allerdings waren die einerseits viel zu gross für unsere Wohnung und anderseits bleibt ja auch das Transportproblem.
Über die Schnellstrasse (eigentlich ist es wie eine Autobahn, aber aufgrund der Geschwindigkeitsbegrenzung - 110 km/h - kam mir das nicht so vor) ging es dann wieder zurück nach Buenos Aires.
Relativ unverhofft fuhren in Buenos Aires durch ein Viertel, dessen Laufkundschaft mich sehr an die Hackeschen Höfe erinnerte.
Nachdem wir eine Weile in der Gegend rumbummelten, besuchten wir zum wiederholten Male an diesem Tag ein Café - teilweise zum Ausruhen, teilweise um ein wenig "Leute schauen" zu betreiben.
Zwei Dinge fielen mir dabei auf: Schwanger sein oder ganz junge Babys haben scheint hier gerade gross in Mode zu sein - vielleicht bin ich auch einfach von zuhause den häufigen Anblick nicht gewöhnt.
Und diese eigenartige "Hinten ein wenig länger"-Frisur hat hier bei den Jungs und jungen Herren viele Anhänger gefunden. Tja.

Nach meiner Ankunft im Hotel stillte ich erstmal wieder den Telefonbedarf mit Filip um danach, auf dem neuesten Heimat-News-Stand ins Kino zu gehen.
Ich hab mir "It's all about love" mit Claire Danes und Joaquín Phoenix angesehen.
Ein seltsamer Film. Teilweise ein wenig gruselig. Und so völlig sinnleer ... also nochmal würde ich mir den nicht ansehen.

Für morgen hab ich von Luis ein paar weitere Stadttips erhalten ... mal sehen, wonach mir morgen am meisten sein wird.

Nun denn, das war's schon wieder!

Bis bald,

Rinne :)
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