Volksfest und Rio de Janeiro

Trip Start Jul 23, 2004
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Trip End Nov 03, 2004


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Thursday, September 9, 2004

Guten Abend!

Ich habe gerade einen langen Brief über meine letzten beiden Treffen an meine Abteilung beendet und bevor ich schlafen gehe, will ich die Erlebnisse der letzten beiden Tage noch festhalten.

Dienstag war es wunderbar warm, ca. 30 Grad Celsius.
Bevor es los ging, hatte ich eine kleine Aufklärungsphase, wo ich denn eigentlich hin will und wo die nächsten Metro- und Zugstationen bei den jeweiligen Attraktionen sind.

Zuerst fuhr ich zum Unabhängigkeitspark. Am Unabhängigkeitstag war das nicht die allerbeste Idee, zumal ganz Brasilien gerade im Kommunalwahlkampf ist.
Dadurch war der Park richtig schön voll. Es war wie eine Mischung 1.-Mai-Veranstaltung, Wahlveranstaltung und Oktoberfest.
Das Museum sah ich nicht von innen, da die Schlange davor umwerfend war.

Dank meiner grandiosen Stadtplankopie - ich hatte seit Ewigkeiten nichts mehr abgepaust - wusste ich auch, wo sich die nächste Zugstation befand.
Das Industriegebiet war zwar etwas seltsam, aber am Feiertag im Industriegebiet steppt halt nicht der Bär.
Ich fuhr dann mit dem Zug zu "meiner" Endstation. Dort nahm ich mir ein Taxi, um zum Museum der giftigen Tiere zu fahren.
Ich zeigte dem Fahrer die Broschüre, die auch die Adresse enthielt.
Nichtsdestotrotz er fuhr dann zu einer ähnlich klingenden Strasse und als ich sagte, dass diese Adresse falsch sei, meinte er, dass er mich doch gefragt hätte ... und ich dachte "Und ich habe Ihnen zweimal die Adresse gezeigt, Sie Arsch!"
Aber ich kam dann an.

Das Museum hatte leider mehr Schlangen und weniger Spinnen bzw. Skorpionen. Somit war das für mich weniger gruselig, da mir Spinnen ja nicht eklig sind. Einige hatte richtig schöne Farben.
Danach gab es einen brasilianischen Hotdog - anstelle mit Gürkskes und Zwiebeln war dieser Hotdog mit Kartoffelbrei auf der Wurst. Eine ganz neue Erfahrung.

Danach ging's nach Hause und ich machte mir einen ruhigen Fernsehabend.


Heute morgen ging es kurz unter die Dusche und dann auch schon runter in die Lobby.
Man hätte mir ruhig sagen können, dass das Taxi schon wartet ... aber ich war pünktlich.
Allerdings hatte ich seit dem letzten Flug am Freitag meinen Pass ausgepackt, so dass ich noch einmal zum Hotel zurück musste.
Und dieser Taxifahrer hätte wirklich eine Ode verdient, wenn ich dichten könnte.
Er fuhr nicht nur wie ein Blitz zum Hotel und zurück zum Flughafen - sondern auch direkt und mit Abkürzungen.
Und für beide Touren war der reine Fahrpreis weniger als die einfache Rücktour am Freitag.
Aus Dankbarkeit gab's dann auch ordentlich Trinkgeld für ihn.

Wir kamen aber immer noch erträglich pünktlich in Rio de Janeiro an. Die zwei Scheringkollegen, Verkaufsrepräsentant und sein Chef kamen dann auch recht bald und holten uns ab, so dass es dann direkt zum Doc ging.
Das Gespräch lief ähnlich dem letzten am Freitag. Der Doc würde gern eine Outcomes Research Studie machen und hat auch die Daten, aber kein Fachwissen - hier kommt dann meine derzeitige Abteilung ins Spiel. Ich hoffe, dass der Zeitplan hier Hilfe zulässt.

Anschliessend ging's in ein Restaurant zum Mittag - ein wenig der Typ vom letzten Freitag - mit Fleisch am Spiess - allerdings mit etwas mehr Fisch als Buffet.
Und als Tageshöhepunkt besuchten wir die grosse Jesus Christus Statue. Von dort oben hat man einen herrlichen Blick über Rio de Janeiro.
Schon allein wegen des Strands ist Rio de Janeiro Längen schöner als Sao Paulo.

Der Rückflug war zackig und bequem - wir sassen in der Notausgangreihe mit viel Beinfreiheit.

Heute abend war ich wieder 45 Minuten auf dem Ski-Imitat-Gerät, während ich dabei die zeitversetzte Übertragung des Fussballspielspiels Deutschland - Brasilien sah.
Wie angenehm für mich hier, dass beide Teams je ein Tor schossen.

Ach ja, mit Filip hab ich auch telefoniert - und wie haben kurz über die Telefonrechnung gejammert. Aber das ist es wert. :)
Und: Rike und Tanja, Filip hatte ein kleines Geschenk für Euch beide - er hat es aus Versehen weggeworfen - ich hoffe, ich bekomme noch Ersatz dafür.


Ganz liebe Grüsse,

Euer Rinne
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