Schmetterlinge und Dienstleistungen

Trip Start Jul 23, 2004
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Trip End Nov 03, 2004


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Saturday, August 21, 2004

Guten Morgen (hier ist es gerade 10:50 Uhr)

Gestern abend war ich wie angekündigt mit Carolyn das letzte Mal in der hiesigen Disco.
Die Musik war diesmal etwas besser und irgendwann hatten sich Füsse und Hüfte auch an die zeitweisen Latinorhythmen gewöhnt.
Als kleinen Bonus gab es eine Unterbrechung der Gallo-Bier-Polizei, ein Promotionteam des Nationalbiers.
Zuerst war bei mit fünf Männern Kampftrinken angesagt. Die darauffolgenden Mädels dachten, sie würden ebenfalls in dieser Kategorie antreten,
allerdings sollten sie, wie sagt man so schön, aufreizend tanzen.
Besonders witzig war das bei einer langen Dürren, da sie scheinbar wirklich nur wegen des Bieres oben war ... aber sie schlug sich wacker.
Die darauffolgende freiwillige Männertanzgruppe musste sich entweder der Hose oder des Hemdes entledigen.
Ein Kandidat nahm die Hosen-Weg-Aufforderung sofort an, bemerkenswert war nur, dass er untenrum total blank war.
Das Sicherheitspersonal machte dem exhibitionistischen Treiben aber ein schnelles Ende und danach durften sich alle nur noch des Oberteils entledigen.

Das mich heute morgen nur eine kleine Portion Cornflakes erwartet hätten, zog ich es vor, auszuschlafen.
Was bis 8:30 Uhr bedeutete ...
Dadurch konnte ich mich heute morgen nochmal, nach einer nächtlichen Vorsorgeverabschiedung, von Carolyn verabschieden.
Damit sind alle nun meine "Spielgefährten" abgereist.

Gestern abend nach dem Abendessen, auf dem Weg vom Park nach Hause wurde ich von einem jungen Mann angesprochen.
Er fuhr mit dem Fahrrad an mir vorbei, reduzierte seine Geschwindigkeit auf mein Tempo und fragte zuerst nach der Uhrzeit.
Anschliessend fragte er nach meinen Abendplänen, woraufhin eine spontane Einladung zu sich nach Hause folgte.
Er meinte, das Haus in dem er wohne, sei authentischer als die Mehrzahl der hiesigen Häuser und das sei absolut sehenswert.
Mein durch drei Sicherheitstrainings besonders geschärfter Verstand liess mich sein Angebot aber ablehnen.
Ein wenig schade ist das schon, weil man so unter Umständen wirklich sehenswerte Dinge verpasst ... aber auf einen Sonderaufenthalt im Krankenhaus hab ich auch keine Lust.

Heute morgen habe ich noch mal einen richtigen Dienstleistungstag begonnen. Zuerst wurde die Wäscherei an der Ecke das letzte Mal beglückt und danach gab es ein richtiges kleines Abenteuer:
Mein erster Besuch bei einem Friseur ausserhalb von Berlin.
Der Laden wurde mir von Miguel empfohlen. Ich kam auch relativ schnell dran. In diesem Sektor scheint auch noch die Trennung der Geschlechter vorzuherrschen - Friseure bedienten die rein männliche Kundschaft.
"Mein" Friseur war ein alter Mann, der mit viel Liebe zum Detail seine Arbeit tat.
Das zuerst etwas komische war die Tatsache, dass er trocken schnitt - die Vorstellung weckte ferne Kindheitserinnerungen mit Haaren in den Augen und sonstwo, aber der Mann war ein Profi. ;-)
Mit ein wenig zu kurzen Haaren und einem hier scheinbar modischen Rundschnitt im Nacken (hier hat der natürliche Haaransatz keine Chance - und meine Sprachkenntnisse waren für "hinten den Ansatz bitte fliessend lassen" zu mickrig) verliess ich dann das Geschäft.
Nun, nach dem eigenen Zurechtmachen bin ich aber recht zufrieden.

Jetzt geht´s erstmal wieder an die Präsentation .... ich setzte den Eintrag heute abend fort.

(Die Idee, die Einträge auf dem Laptop zu schreiben und dann mit dem USB-Stick auf einen PC des Internetcafés zu ziehen, hätte ich auch schon früher haben können)

So, da bin ich wieder - gerade zurück von meinem ausgedehnten Spaziergang.
Obwohl mir Christina, die gute Reinigungsseele des Hauses zwar gesagt hatte, dass ich ca. 1 Stunde laufen würde, bin ich trotzdem gelaufen.
Ziemlich verwinkelt fand ich dann irgendwann die Schmetterlingszoo. Nach einigen Minuten kam dann auch jemand, um mich in den grösseren Garten zu lassen.
Eine Auswahl der schönsten Schmetterlinge gibt´s diesmal im Fotoalbum - ein paar Raupen sind auch dabei.

Auf dem Rückweg hab ich mir endlich mal einen Friedhof angesehen. Die Aufmachung und die Architektur ist hier vollkommen anders.
Wohlhabendere Familien haben kleine Grabstättenhäuser, die Gräber der anderen Toten sind auf Grabtafeln an der Friedhofsmauer vermerkt.
Da Carolina mich darum bat, gibt´s heute abend schon die Einladung zum essen. Das bringt mich zwar um mein letztes Abendessen hier im Haus, aber ich werde es wohl überleben.

Wie immer, viele liebe Grüsse,

Rinne :)
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