Trip zum Pazifik

Trip Start Jul 23, 2004
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Trip End Nov 03, 2004


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Flag of Guatemala  ,
Monday, August 16, 2004

Hallo, hallo, hallo!

Ich bin gerade relativ frisch von der Pazifikküste Guatemalas zurück.
Die Bilder werde ich morgen hochladen, da ich gerade das Kabel nicht dabei habe.

Heute morgen ging's reisefreundlich 8:00 Uhr - da ich gestern aber auch schon mit den Hühner schlafen gegangen war, war ich total ausgeruht.
Die Fahrt nach Monterico - ca. 100 km am Strand entlang von El Salvador entfernt - dauerte ca. 2 Stunden und war halbwegs erträglich, da der Fahrtwind gut kühlte und die Vorfreude gross war.
In Monterico angekommen, wurden wir von unserem Reiseführer halbwegs erwartet (es gab irgendein Verständigungsproblem, so dass unser Lokalexperte gestern auf uns gewartet hatte).
Zuerst ging es in die Mangrovenkanäle. Ich weiss, dass die eigentlich Mangrovensümpfe heissen, aber es war nicht sonderlich sumpfig.
Der Kanal, den wir befuhren, wurde vor 70 Jahren künstlich erbuddelt, um eine Transportroute von Mexiko nach El Salvador zu haben.
Da heutzutage das Geld fehlt, ihn komplett in Stand zu halten, wird er nur noch für regionale Transporte und den Tourismus genutzt.
U. a. sahen wir ein Floss, das einen Chickenbus transportierte - ein erstaunlicher Anblick, den Ihr ab morgen dann auch sehen könnt.
Anschliessend ging es in die Aufzuchtsstation für Schildkröten, Leguane und Krokodile. Das schönste hierbei bekamen wir leider nicht mit. Jeden Samstag in dieser Jahreszeit werden die recht frisch geschlüpften Schildkröten ins Meer entlassen.
Jeder Tourist übernimmt für einen kleinen Betrag die Patenschaft für eine Schildkröte und ist somit ihr Startpate.
Wessen Schildkröte als erste das Wasser erreicht, bekommt ein Essen gratis.

Da ich den ganzen Tag noch nichts gegessen hatte, gingen wir gegen 13:00 Uhr in eine "Gaststätte", die genau am Meer liegt.
Durch einen Übersetzungsfehler meinerseits bestellte ich dann eine Art Flusskrebse aus den Mangrovenkanälen, aber das störte den Gesamteindruck nur wenig.
Um das Ganze abzuschliessen und da wir auch schon 15:00 Uhr wieder zurück mussten, wanderten wir noch ein wenig am Strand entlang, wobei meine Kamera eine unfreiwillige Spritzwasserdusche, zum Glück schadlos, überstand.
Je näher wir der Hauptstrasse am Strand kamen, desto mehr verstand ich die Bemerkung aus meinem Reiseführer, dass "Abfall ein kleines Problem sei". Das Problem war überhaupt nicht klein. Aber scheinbar stört das wenige, und Mülltonnen sah ich leider auch nicht.
Bei den Hotels, am Start unseres Strandspazierganges war es hingegen komplett sauber.
Nachdem sich Patti in einer aufwendigen Aktion sämtlichen schwarzen Strandsand von den Zehen geputzt hatte, gingen wir dann zu unserem Treffpunkt.
Insgesamt war ich überrascht, dass der Strand so leer war.

Die Rückfahrt war ein ziemliches Highlight. Irgendwie hatten es die japanischen Konstrukteure geschafft, eine zusätzliche Sitzreihe in das Auto zu quetschen, ohne dabei die Fahrzeuglänge zu verändern.
Was jedem Betriebswirt nahezu Freudentränen in die Augen treibt, brachte mir eher einen bleibenden Knieschaden ein. Zum Glück sass direkt neben mir eine normal grosse Frau, die weniger Platz im Fussraum beanspruchte.
Das Allerbeste an der Rückfahrt war allerdings der Fahrstil unserer Chauffeuse - es war heute das erste Mal, dass eine Frau einen (Reise)bus fuhr, in dem ich sass - und das ist auch besser so.
Zum einen hatte ich ständig das Gefühl, dass sie rechts ranfahren will, um anzuhalten - man muss ja auch nicht immer die erlaubte Höchstgeschwindigkeit fahren - man kann sich auch einfach treiben lassen.
Im bergigeren Gebiet zeigte sie dann ihre sadistischen Züge: Mit schöner Regelmässigkeit war sie im falschen Gang, so dass der Motor öfter kreischte. Besonders gut gefällt mir, wenn der Fahrer mitten im Überholvorgang schaltet, und dann nicht den Gang einlegen kann ...
Aber wie meinte Patti einst so schön: In einem Dritte-Welt-Land muss man einfach ein Stück Kontrolle über sein Leben an die einheimische Bevölkerung abgeben.

Heute abend geht's noch einmal in den verrückten Affen - als eine Art Selbsttest: Wenn ich morgen wieder mehr Zeit auf der Toilette verbringe als sonst wo, dann sind es die Nachos.

Ich wünsche Euch mal wieder einen schönen Start in die neue Woche!

Viele liebe Grüsse,

Euer Rinne
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