Leben in Guatemala und Vulkantour

Trip Start Jul 23, 2004
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Trip End Nov 03, 2004


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Flag of Guatemala  ,
Friday, August 6, 2004

Hallo, hallo, hallo!

Bevor ich heute die Ereignisse der letzten zwei Tage zusammenfasse, möchte ich mal kurz der treuen Fangemeinde dieses Onlinetagebuchs danken.
Die Seite hier wird immerhin so oft besucht, dass ich in der Monats-Top 25 bin. :)

Da ich gestern eine CD gebrannt habe, könnt Ihr ab heute viele neue Bilder finden - auch in den älteren Einträgen - stöbert sie einfach mal durch.

Der Donnerstag verlief bei mir recht ruhig. Am Vormittag hab ich ein wenig an meinem Text für das Schering-Resumébuch gefeilt - zumindest die Einleitung steht jetzt und gefällt mir auch.
Den Unterricht mussten wir ein wenig früher beenden, da ich zu einer Präsentation einer ehemaligen US-Botschaftsangestellten über das Leben in Guatemala sehen wollte.
Ein Grossteil der Präsentation war sehr interssant.
So erfuhr ich zum Beispiel, dass sich die Bevölkerung von Guatemala innerhalb von 50 Jahren vervierfacht hat (was einige der heutigen Probleme erklärt), dass 57 % der Bevölkerung als äussert arm gelten (weniger als 2 US$ pro Tag zum Leben) und dass das gesamte Land recht zentral regiert wird (so muss man,um einen Führerschein zu bekommen, immer nach Guatemala City, was ich schlimmsten Fall eine 20-Stunden-Busreise bedeutet)
Nach der Präsentation war ich mit Patti in einem Restaurant mit sehr schönem Innenhof und hab mich mit alkoholfreien Cocktails betrunken.

Gestern bin ich relativ früh aufgestanden (kurz nach 5:00 Uhr), da um 6:00 Uhr meine Tour zum Vulkan Pacaya anfing. Mehr oder weniger frisch, mit drei Bananen, einem grossen Keks und einer Pulle Wasser kam ich dort auch an.
Wir starteten bei ca. 1850 m, um den Gipfel (ca. 2600 m) zu erklimmen. Für die Überwindung des Höhenunterschiedes hatten wir eine Strecke von 3 km zur Verfügung, was eine ganz ordentliche Steigung verursachte (besonders auf dem letzten Stück, aber dazu später).
Ca. bis zur Hälfte der Strecke bestand die Möglichkeit, mit Pferden den Weg zu meistern. Eine ältere Frau mit Knieproblemen und eine jüngere, die dann zig Rucksäcke für andere trug, nutzten die Gelegenheit.
Die Landschaft war wie immer sehr schön (wie Ihr hoffentlich auf einigen Fotos sehen könnt).
Vor dem allerletzten Stück des Vulkans gab es eine kleine Rastbank, auf der auch die kniekranke Dame auf unsere Rückkehr wartete.
Während des letztens Stückes fand ich ihre Entscheidung aber auch vernünftig. Da der Boden nicht fest war, fühlte es sich an, als würde man am Stand laufen, nur halt mit richtiger Steigung.
Der Ausblick (trotz der vielen Wolken) und der Blick in den Krater waren allerdings Belohnung genug.
Unsere Gruppe blieb ca. 20 Minuten oben und u.a. zeigte uns unser Reiseleiter (seit es vor einiger Zeit Überfälle auf Touristen gab, werden hauptsächlich geleitete Touren angeboten) ein Gürteltier, das mir aber ein wenig leid tat.
Beim "Abstieg" von der Spitze hab ich das erste Mal ein wenig verstanden, was viele an Abfahrtski bzw. Snowboarden finden.
Ich bin teilweise relativ ungebremst den Hang runtergesaust, riss mir, weil ich einmal kurz stolperte, ein wenig die Hose auf und musste an Orthopäden denken, denen es bei der Kniebelastung garantiert ständig schlecht würde.
Auf dem angenehmeren Reststück unterhielt ich mich mit zwei Spanierinnen, die ihre letzten Tage in Guatemala in Antigua verbrachten.
Ursprünglich waren die beiden als freiwillige Hilfer in Guatemala unterwegs - es gibt hier ziemlich viele Missionare oder Freiwillige, die entweder als Lehrer, Arzt oder Krankenschwester hier helfen.

Am Abend war ich mit Carolyn und Shi-Ann im gleichen Restaurant wie einen Abend vorher mit Patti.
Carolyn und Shi-Ann sind meine Gastschwester (neben den beiden anderen Koreanern) bei unserer Gastomi - mit den beiden ist es recht angenehm, Zeit zu verbringen.
Shi-Ann erzählte mir unter anderem, dass sie hier alle mit ihrem Nachnamen ansprechen, da sie nicht wissen, dass Koreaner das vertauscht haben.
Mir wurde sie zuerst auch mit ihrem Nachnamen vorgestellt, aber jetzt, da ich weiss, dass sie anders heisst, finde ich es richtig ein wenig unhöflich, jemanden nur so anzusprechen. ("Hey, Schüler, komm mal her ..." ;-) )

In ca. 3 Stunden hab ich meine nächste Prüfung, für die ich noch ein wenig was tun muss.
Mein nächster Bericht wird (nach deutscher Zeit) am Montag morgen oder nachmittag lesbar sein, da ich übers Wochenende wie angekündigt nach Tikal fliegen werden.

Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende!

Viele Grüsse von

Rinne

PS (19:30 Uhr Ortszeit): Ich hab die Prüfung bestanden und bin jetzt im 5. Level. :)
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