Noch mal volles Programm zum Schluss

Trip Start Aug 11, 2006
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Trip End Sep 25, 2006


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Flag of Singapore  ,
Monday, September 25, 2006

Jetzt also Singapur, der Schlusspunkt meiner/unserer langen Reise.
Der Grenzübertritt verlief problemlos, unser Hotel ist ein wenig hip - zwar ohne viel Schnickschnack, aber schön eingerichtet und sauber.
In den letzten 2,5 Tagen haben wir nochmal ordentlich war gesehen. Am ersten Nachmittag haben wir zwei Einkaufszentren abgeklappert und das indische Stadtviertel "Little India".
Am Abend ging es dann zum Abschied mit der Truppe ein letztes Mal aus, ins Raffles Hotel. Dort wurde vor unzähligen Jahren mal ein Cocktail erfunden, der Singapur Sling. Filip und mir sagte wieder der Name des Hotels irgendwas noch der Cocktail, aber unseren britischen Freunden war das ein Begriff.
Da ich alkoholische Cocktails ja eh nicht so mag, warf ich vor dem Bestellen erstmal einen Blick auf die Karte um festzustellen, dass der Cocktail schlappe 10 Euro kostet ... ich hab dann dankend verzichtet und mich mit den Gratiserdnüssen vollgestopft. Die schmeckten zwar anfangs etwas komisch, als wären sie eingelegt in Essig - was aber kaum möglich erschien, weil die Schale noch drum war - und hatten kaum Haut. Man musste sie also nur Knacken und dann einfach essen. Und im Gegensatz zu vielen anderen öffentlichen Plätzen in Singapur konnte man auch herrlich rumsauen und einfach die Schalen fallen lassen. Auch sonst hat Singapur einige strenge Gesetze. Bei rot über die Straße gehen kostet 500 Euro, wenn man erwischt wird, ebenso das Asche fallen lassen von Zigaretten, um nur ein paar zu nennen. Aber wahrscheinlich muss es so streng sein, wenn das Land so klein ist und man es halbwegs ordentlich haben möchte.
Nun ja, der Cocktail - Filip regte sich nach der Bar ein wenig drüber auf, dass Laura uns nicht vorgewarnt hatte, dass der Cocktail so teuer ist ... wir waren von Malaysia und vor allem Thailand halt schon sehr verwöhnt.
Das Abendessen setzte sich preislich so fort, und da die Gruppe danach noch in eine Bar wollte, wir aber weder auf "Bar hocken" noch weiteres Budget überziehen Lust hatten, machten wir uns einfach auf den Weg und erkundeten die Stadt bei Nacht. Es war richtig schön: milde Luft, nicht zu voll, beleuchtete Wolkenkratzer - Urlaub in der Großstadt halt.
Am nächsten Tag machten Filip und ich uns wieder getrennt auf den Weg. Filip wollte Singapur eher kennenlernen, indem er jedes Einkaufszentrum besucht und ich wollte eher durch die Stadt ziehen. So haben wir es dann auch gemacht. Ich spazierte in einem Park, stiefelte die Haupteinkaufsstraße entlang, war im chinesischen Viertel (mit ARD-Studio) und später noch im arabischen.
Im chinesischen Viertel sah ich eine Anzeige, an die ich einen Tag später nochmal denken musste. In einer Straße mit Schönheitssalons und Massagestudios sah ich einen Laden für Männerpflege, der explizit damit warb, dass nur Männer massieren würden. Gleichzeitig suchten sie Personal im Alter von 18-30. Was mich stutzig machte, war der Satzteil "... und andere Dienstleistungen". Nun ja, später las ich in einer Buchvorstellung, dass gerade dieses "... und andere Dienstleistungen" immer ein Synonym für Sex sei. Glück gehabt, dass ich da nicht rein bin - denn eigentlich wollte ich an dem Tag nochmal eine Massage. Das Massageerlebnis wäre dann sicher wie das in Hanoi am Anfang der Reise gewesen.
Am Abend brachen eine Menge Leute unserer Reisegruppe zur Nachtsafari in den Zoo auf. Wir stellten uns relativ bald nach der Ankunft in die Warteschlange für den Safarizug, so dass wir auch mit dem zweiten Zug gleich fahren konnten, ohne Zeit zu verlieren.
Die Fahrt war wirklich der Hit. Die Zug-Autos waren so wie in Binz oder in Dresden. Über Lautsprecher erzählte uns ein junger Mann in herrlichem Englisch welche Tiere man sieht oder sehen müsste sowie ein paar Anekdoten. Auf mich wirkte die Stimme wie eine kleine Hirnmassage. :-)
Das Erstaunliche an der Tour war, dass man während der Fahrt das Gefühl hatte, die Tiere seien relativ in Freiheit. Man sah Drähte, Glasscheiben, etc. durch die Dämmerung und Entfernung nicht.
Als wir danach den Rest des Zoos aber zu Fuß erkundeten, unterschied sich die Unterbringung der Tiere aber doch nicht von anderen Zoos wie z. B. dem Tierpark in Berlin.
Am nächsten Morgen packten wir erstmal, verstauten unsere Rucksäcke im Gepäckraum und brachen ein letztes Mal in die Stadt auf (naja, eigentlich waren wir ja schon in der Stadt). Diesmal ging es auf die Vergnügungsinsel Sentosa südlich von Singapur. Von der U-Bahn stiegen wir in eine fast völlig verglaste Kabine einer Seilbahn und fuhren ganz gemächlich zur Insel. So ganz wohl war mir bei der Fahrt zwar nicht - aber die Aussicht war sagenhaft.
Auf der Insel schauten wir uns dann verschiedene Attraktionen an: Zuerst ging es ins Aquarium, dann schauten wir uns einen Orchideengarten an, der dank der zahmen Kois (man durfte sie auch füttern) auch für Filip erträglich war, dann schlenderten wir am Strand entlang und schließlich fuhren wir noch mit einer Art Seifenkisten eine Bahn hinab. Insgesamt ein sehr gelungener Tag.

Gegen 18:00 Uhr waren wir dann wieder im Hotel und verabschiedeten uns von denen, die noch nicht abgereist waren. Die Fahrt zum Flughafen war unkompliziert. Es war nur etwas eng. Neben uns stand die ganze Zeit ein junger Mann, aller Voraussicht nach schwul, der wie eine Singapur-Version von Filips Vorgänger, Alexander, wirkte: groß, gutaussehend und ein bisschen tuckig. ;-)

Am Flughafen waren wir dann eigentlich auch viel zu früh - aber es gab dort sooo viel zu sehen, dass wir auch dort die Zeit dann gut über die Runde brachten. 23:30 Uhr hob der Flieger dann ab Richtung Heimat.
Die Nacht war dann sowohl für Filip als auch mich trotz Beinfreiheit irgendwie ungemütlich, aber trotzdem kamen wir gegen 6:00 Uhr in Paris an. Dort nahmen wir dann die Beine in die Hand um rechtzeitig zum Einchecken zu kommen. Der Flughafen Charles de Gaulle in Paris ist halt auch etwas größer als Tegel. Filip war zum Glück zu müde, um schon richtig zickig zu sein, ansonsten hätte ihn mein Tempo und Gehetze doch sehr gestört.
Nach Berlin war es dann ja nur noch einmal ein Katzensprung. Am Flughafen holte uns dann Olaf ab und auf dem Weg nach Hause sammelten wir dann auch gleich noch Cooper und Yuna ein.

Fazit: Südostasien ist eine Reise wert und - schön war's :)
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