Endlose Stufen im Nationalpark

Trip Start Aug 11, 2006
1
7
25
Trip End Sep 25, 2006


Loading Map
Map Options
Show trip route
Hide lines
shadow

Flag of Vietnam  ,
Monday, August 21, 2006

Frueh aufgestanden, ein wenig gefruehstueckt und dann ging es auch schon ab zu unserer (Paul, Silvia und ich) Trekking-Tagestour.
Unser angeblich englisch-sprechender Fuehrer sprach zwar einige Brocken Englisch aber verstand kaum etwas.
Den Anfang der Tour bildete ein Besuch in einem Oekohaus. Es war sehr liebevoll gemacht. Fuer Kinder ist dieses Haus ideal.
Danach wurden wir noch ein weniger weiter in den Nationalpark gefahren (immer 22.000 qkm - von der Grenze zu Laos bis zum Meer) und dann lief der Fuehrer in zuegigen Schritten davon. Hier und da zeigte er uns einige Insekten. Wie ein richtiger Oekotour-Leiter ging er mit den Tierchen aber nicht um. Bei einem Tausendfuessler, der sich in seine Schale verkrochen hatte, fummelte er eine Weile mit dem Feuerzeug rum. Das brachte wenig, ausser dass das Insekt einen "Angst-Schiss" hervorbrachte. Nach einer Weile kamen wir dann zu einem Wasserfall. Da unser Leiter immer weiter zum Wasserfall vordrang, ging es fuer ins immer weiter Richtung Abgrund .... wie es sich gehoert, rutschte ich an einer Stelle auch gut aus und landete mit der linken Seite komplett im Wasser ... der Abgrund war aber noch einige Meter entfernt. :-)
Nach diesem kleinen Zwischenfall gingen wir dann eine ellenlange Treppe hinab ... die Stufen waren ein Traum, lang, kurz, hoch, schmal, schraeg - genau das richtige fuer einen entspannten Abstieg. Nach ein paar Fotos und einer Pause kam dann allerdings der viel gruseligere Teil - die Treppen wieder zurueck. Ca. alle 50 Stufen machten wir eine Pause. Fuer die anderen 3 war die Pause immer etwas laenger, da ich entschiedend laenger brauchte, um wieder hochzukommen. Mann, war mir zwischendrin uebel! Das widerlichste war, dass ich ja ungefaehr wusste, wie viel noch zu gehen war. Doch irgendwann hat auch die laengste Treppe ein Ende - und wir marschierten weiter.
Im Nachhinein wurde mir klar, dass diese Treppe auch im Oeko-Haus mit den Worten erwaehnt wurde "... der Abstieg sind 650 Stufen ... teilen Sie sich ihre Energie gut ein, da sie auch den ganzen Weg wieder hoch muessen" - als ich es im Haus gelesen hatte, war mir eigentlich klar, dass ich diesen Punkt auslassen wuerde ;-)
Die naechste Attraktion war weiteraus entspannter. Kaum an einer kleinen Wasserfallkette angekommen, machten wir drei uns auch schon nackig und gingen ins buchstaeblich kalte Wasser. Die Steine waren schoen rutschig, doch wirklich fallen kann man im Wasser ja nicht. Wir schossen ein paar Bilder von zweifelhafter Schoenheit (1. Was macht der Wal dort beim Wasserfall ;-) und 2. Warum schien Paul auf allen Bilder eine Glatze zu haben)
Beim Abtrocknen bemerkten wir kleine Blutegel an uns, wir streiften sie einfach an - und gut war's - dachten wir zumindest erst.
Beim Mittag in einem Restaurant auf einer Huegelspitze (kein besonders guter Platz fuer einen rotierenden Geschaeft - ein frueheres Hotel hatte wegen Besuchermangel aufgegeben - kein Wunder ;-) bemerkten wir einen vollen Blutegel auf dem Boden. Paul ging davon aus, dass der von uns sein musste ... wie sich spaeter herausstellte, war er von Pauls Fusssohle abgefallen. Ausser einem kleinen Biss blieb aber nichts uebrig. Regelrecht witzig war nur, dass die Vietnamesen von dem geplatzten Blutegel (ich war irgendwann aus Versehen raufgetreten) total angewidert waren. Das Ding war zwar wirklich nicht schoen, aber wenn man bedenkt, dass hier Huhnblut mit Gelantine und Knochen/Knorpel als Delikatesse angesehen wird, dann ist die Reaktion schon seltsam.
Den Abschluss der Tour bildete ein kleiner Spazierweg mit ein paar Stufen (Sch***-Treppen) zu einem Aussichtspunkt. Es war zwar recht bewoelkt, aber trotzdem war die Aussicht gut und das Gefuehl genial.
Die Rueckfahrt war zuegig und harmlos und abends war nur ein kurzes Abendessen angesagt.
Slideshow Report as Spam

Use this image in your site

Copy and paste this html: