Flug und erste Eindruecke von Hanoi

Trip Start Aug 11, 2006
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Trip End Sep 25, 2006


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Flag of Vietnam  ,
Saturday, August 12, 2006

Hallo!

In meinem Kopf schwirrt gerade so viel rum, bloss nichts vergessen ... aber schoen der Reihe nach.

Der Flug nach Hanoi verging sehr viel schneller als ich dachte. Bis Paris war es nur ein Katzensprung und von dort ging es nach Bangkok weiter. Neben mir sass wohl der einzige andere Deutsche des Fluges, Rolf - ein Sportflieger. Ansonsten scheint Vietnam gerade bei Spaniern und Franzosen sehr beliebt zu sein.
Der lange Flug hatte die schoene Reihenfolge Essen, Ice Age 2 gucken, Schlafen mit Pausen, Essen. In unserem Bereich war eine Flugbegleiterin zustaendig, die so gruselig stechende Augen hatte, dass sie in jeden Thriller gepasst haette. Einzig das Bild von scheinbar ihrem Kind auf der Rueckkehr ihres Ausweises machte sie menschlich.
In Bangkok stiegen wir nicht aus.
Von Bangkok bis Hanoi sass dann ein kleiner thailaendischer Herr neben mir. Wir plauderten ein wenig ueber dies und das.
Die Einreise nach Vietnam war ein wenig muehselig. Ich hatte die Schlange mit dem besonders genauen jungen Herrn in armeegruener Uniform erwischt, aber schliesslich hatte er nichts zu beanstanden und liess mich auch durch. Zu meiner grossen Freude tauchte auch schon bald auf dem Gepaeckband mein Rucksack auf und es ging los.
Im oeffentlichen Bereich wurde ich dann auch schon erwartet - und ab ging die recht wilde Fahrt in die Stadt.
Wild hupend, mit Lichthupe aber sonst sehr ruhig, draengelte sich mein Fahrer auf der linken Spur zum Hotel. Die Strasse schien so etwas wie eine Autobahn zu sein, allerdings fuhren wir nicht schneller als 70 km/h. Mehr war aber auch nicht angebracht, weil die Strasse manchmal gekreuzt wurde und uns auch Autos stueckweise entgegen kamen.
Kurz vor Hanoi sahen wir dann auch noch einen Unfall ... bei der Fahrtweise kein Wunder ... was mich erstaunte war, dass man die Kennzeichen der beteiligten Autos abgedeckt hatte. Ich muss noch rausbekommen, warum man das tut.

Mein Hotel liegt im so genannten alten Viertel. Das Zimmer ist gut, weit besser als erwartet, mit Bad, Dusche und sogar Klimaanlage - der naechste Halsschmerz ist somit garantiert. ;-)

Kurz nach der Ankunft ging es auch erstmal raus in die Stadt. Es mag an der Dunkelheit und meiner Muedigkeit gelegen haben - aber die Stadt kam mir total anstrengend vor. Fast ueberall sind Mopeds. Verkehrsregeln gibt es nicht so richtig. Wenn man ueber die Strasse moechte, geht man einfach langsam rueber und haelt Blickkontakt mit den Fahrern. Irgendwie funktioniert das auch. Die mangelnden Verkehrsregeln werden dafuer durch regelmaessiges Hupen ersetzt.

Nachdem ich am nahgelegenen innerstaedtischen See war ging es dann auch bald wieder zurueck ins Hotel. Fuer den ersten Eindruck war's genug.

Die Nacht war dann ziemlich rumpelig. Ich ging kurz nach 10 schlafen. Wachte kurz vor 12 wieder auf und hangelte mich dann bis 8:30 Uhr.
Was mir am Abend davor noch aufgefallen war, war ein ganz spezieller Geruch an den Garkuechen auf den Strassen. Vielleicht hat der mit der geringen Zahl an Hunden in der Stadt zu tun. Ich kenne den Geruch aus dem Kindergarten (wir hatten einen Schweinestall nebenan) - und mein Magen gab mir bei dem Geruch klar zu verstehen, dass ich wohl nicht die komplette Bandbreite der vietnamesischen Garkuechen kennenlernen werde.

Mein Fruehstueck war einfach - nur die kleinen Fliegen am Orangensaft fand ich stoerend. Und Toastscheiben sind hier dicker als bei uns.

Danach dann raus in die Stadt. Zuerst habe ich meine Waesche abgegeben. Es ist zwar bisher recht wenig angefallen, aber sicher ist sicher - und Mengenrabatt gibt es hier scheinbar eh nicht.
Nach dem Waescheservice ging es in die Seidenstrasse. Ich brauchte noch eine duenne Decke und hatte gelesen, dass es dort Passendes gibt. Ich haette vielleicht vorher nach dem Preis fragen sollen ... aber nun gut, Filip, wir haben jetzt eine sehr duenne Seidendecke fuer 25 USD.

Generell scheinen Touristen hier wandelnde Geldmaschinen zu sein. Sobald man irgendwo langlaeuft, wird einem ein Moped oder eine Cyclofahrt angeboten. Besonders beliebt sind auch Buecher oder Touren, die organisiert werden koennen. Die Strategie der Buch- und Tourenverkaeufer ist dabei immer aehnlich. Woher kommst Du? Was machst Du? etc. Die Tourenverkaeufer sind dann seltsamerweise immer Touristikstudenten kurz vor den Pruefungen. Und ein ganz grosses Highlight scheint hier wohl eine gelandete oder abgestuerzte B52 der Amerikaner zu sein. Die wollten mir schon einige zeigen.

Um Mittag rum machte ich mich dann auf den Weg zu meiner ersten professionellen Massage. Ein Erlebnis der ganz besonderen Art. Das Massagestudio wurde von meinem Reisefuehrer als "der" Hit beschrieben.
Anfangs war auch noch alles recht normal. Die junge Dame fragte ich englischen Brocken so allerlei und massierte fleissig vor sich hin. Irgendwann, ich lag nun nicht mehr auf dem Bauch, beruehrte sie zufaellig meine Hoden und meinte, sie koenne fuer ein kleines Trinkgeld (small tip) auch dort massieren. Meine Freude war grenzenlos - und meine Entspannung vollkommen weg. Ich sagte nein, sie entschuldigte sich und machte wortlos die herkoemmliche Massage weiter. Irgendwann fragte sie nochmal ... gleiches Spiel, wieder nein, wieder eine Entschuldigung, und dann war die Zeit auch um.
Ich bin mir nicht sicher, ob bei vietnamesischen Massagen immer das Komplettprogramm angeboten wird ... nun ja, jedenfalls war entweder die Massagekunst der Dame nicht so toll, oder Massagen werden ueberschaetzt. In Hanoi probiere ich jedenfalls keine mehr aus.

Viel mehr habe ich bisher noch nicht gemacht oder erlebt ... aber die Stadt ist schon 'ne ziemliche Herausforderung fuer einen Asienunerfahrenen wie mich.
Heute Abend treffe ich dann meine Reisetruppe und die Reiseleitung. Ich freu mich schon drauf.

Liebe Gruesse,

Rinne :)

PS: Bilder kommen spaeter, ich bin schon froh, ein Internetcafe gefunden zu haben.
PPS: Ich frage mich hier, wie einige Laeden ueberleben. Viele Strassen in der Altstadt sind immer noch so aufgebaut, dass in einer Strasse alle Eisenwarenlaeden sind - mit dem immer gleichen Angebot. Ganz so wie bei Asterix in, ich glaube, Lutetia.
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