Highlights der letzten Woche

Trip Start Aug 24, 2008
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Trip End Dec 22, 2008


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Flag of Hong Kong  ,
Thursday, October 9, 2008

Hallo, nach einiger Zeit mal wieder!
Die letzten Tage verliefen in der Regel eher gleichmäßig ab, daher gab es keine täglichen Neuigkeiten, teilweise bin ich auch einfach nicht dazu gekommen.
Zuerst die Uni: Mandarin läuft weiterhin recht gut. Die Lehrerin ist eine Perle - ich würde auf Dauer wohl eine Macke bekommen, wenn ich so Sätze wie "Die Bibliothek befindet sich neben dem Swimmingpool" immer wieder und wieder auf Aussprache korrigieren müsste.Am Montag hatte ich meine erste Zwischenprüfung in Internationalem Handel. So viel hatte ich dafür nicht getan, da ich ja das Sicherheitsseil von 90 % bereits hatte. Und glücklicherweise hatte ich mich vorher nicht verrückt gemacht - nach 25 von 45 Minuten hatte ich alles gelöst. Es war wirklich einfach. Wäre schön, wenn es so weitergeht.Dafür dürfte die Zwischenprüfung in Arbeitsmarktökonomik am nächsten Donnerstag knackiger werden. Aber zur Vorbereitung habe ich ja noch Zeit. Und zumindest die Theorie verstehe ich gut. Nur die Formeln und Ableitungen könnten eingängiger sein.Von allen Kursen, die ich derzeit habe, hat sich mein Menschenrechtsseminar als das beste Fach herauskristallisiert. Der Professor ist weiterhin ein Fest - ich gehe sehr gern hin. Zum letzten Montag musste ich meine Antwort (ca. 1000 Wörter) auf zwei von ihm geschriebene Artikel geben. Das fand ich anfangs ziemlich schwierig, da mir viele seiner Argumente einleuchteten, aber schließlich hatte ich dann doch einen Schreibwahn und konnte den Aufsatz in einem Zug runterschreiben - und er schien dem Professor auch zu gefallen.Jetzt kann ich mich vollkommen auf meine Seminararbeit konzentrieren, allerdings habe ich dafür noch nichts gemacht.
Bei meinen Inkontinenzartikeln bin ich bereits auf der Zielgeraden - nur noch 5 Stück von knapp 170! Ein herrliches Gefühl. Morgen dürfte ich damit durch sein. Dann fehlt nur noch der Bericht. Das Lesen hat insgesamt unheimlich viel Zeit gefressen - die kann ich in den nächsten Wochen gut für die zwei Seminararbeiten gebrauchen.
Mittlerweile sind wohl auch wieder Mehrfachvisa für China erhältlich, so dass ich in den nächsten Tagen mal einen weiteren Versuch starten werde, ob ich diesmal eins bekomme.
Am vorletzten Wochenende war ich dann mal wieder am Strand. Diesmal war die Sonne jedoch so stark, dass ich mich ordentlich verbrannte. Es sieht recht witzig aus - alles bis auf den Badehosenstreifen ist gebräunt. Für die Chinesen war der Strand nicht so lustig, da kurz zuvor der Taifun getobt hatte. Somit waren die Umkleideräume lahmgelegt. Das bedeutete, dass sich alle in den Toiletten umzogen. Ich hatte mir die Badehose bereits zuhause angezogen, daher musste ich nicht darauf warten. Und vor der Rückfahrt schlang ich mir einfach ein Handtuch um - denn man kann es auch umständlich machen. Die asiatische Kultur ist, was Körper und Nacktheit angeht, ungefähr auf dem Stand von Europa vor 100 Jahren. Da der Großteil der Badegäste nicht die Toiletten zum Anziehen benutzen wollte, fuhren die meisten mit den mehr oder minder nassen Badesachen unter den anderen Klamotten nach Hause.
Am letzten Wochenende fand der Tag der offenen Tür der Uni statt - sie stellte sich den Abiturienten vor. Wir Austauschstudenten wurden von dem für uns zuständigen Amt gefragt, ob wir den Stand "Austauschprogramme" unterstützen würden. Ich hatte mich für 13-15 Uhr angemeldet, damit ich zuvor auch ausschlafen konnte. Dort angekommen wurde ich von Roman, meinem Mit-HU'ler eingeweiht, was es zu tun gibt, und dann ging es auch schon los.Ich platzierte mich gleich neben einem Spiel, bei dem die Besucher Süßigkeiten für die Beantwortung von drei Fragen bekommen konnten. Die Fragen betrafen Länder, in denen die Uni Partnerunis hat und waren "Hauptstadt, Währung, Flagge, Sprache und welche Partnerunis gibt es dort", wobei an der Rückwand eine Liste mit den Partnerunis hing.Und, ich muss sagen, die Antworten waren streckenweise unterirdisch. Laut den Antworten liegt Spanien in den USA, man spricht in Dänemark und der Schweiz Englisch und der Euro ist auch nicht so richtig bekannt.Aber die Zeit verging schnell, den Jungs und Mädels machte es Spaß und es wurden sogar Fotos mit mir gemacht. :)Ganz speziell wurde es dann, als zwei Familien mit kleinen Kindern kamen, die kein Englisch sprachen. Die Eltern konnten zwar übersetzen, aber ich hatte wirklich Probleme, Fragen zu finden, die die Kinder auch beantworten konnten. Ganz besonders toll war Schweden - das kennt hier wirklich gar keiner.
Am letzten Sonntag habe ich für jemanden gekocht. Das Kochen war kein Problem, lief alles wunderbar, es war letztlich auch "bloß" Pasta mit Gorgonzolasauce und Rindfleischstreifen, naja, und wenig Gedöns in der Sauce.Viel berichtenswerter war der dazugehörige Einkauf. Für Gorgonzolasauce braucht man, tja, was wohl? :) Und genau das fand ich erst im dritten Supermarkt und auch dort nur das letzte Stück. Die Sahne muss in der ersten Klasse nach Hong Kong eingeflogen worden sein und das Fleisch - wenn man etwas ohne viel Fett möchte ... aber man gönnt sich ja sonst nichts.Dafür war's lecker. :)
Übermorgen dürfte ganz interessant werden. Am Abend geht es in eine moderne Tanzaufführung. Und zuvor spiele ich Gastgeber für den Vizepräsidenten der HU. Wir drei Austauschstudenten von der HU erhielten vor zwei Tagen eine E-Mail von der Asienreferentin mit der Frage, ob sich jemand um den Herrn und seine Assistentin kümmern könnte, da der Vizepräsident der hiesigen Uni abgesagt hätte. Ich hoffe, die beiden sind nicht zu steif. Und eigentlich freue ich mich auf die Aufgabe - ich betreue ja gern Leute.
Sollte mir noch mehr einfallen, flechte ich es in die nächsten Berichte ein.
Habt einen schönen Endspurt zum Wochenende!
Liebe Grüße aus Hong Kong,
Euer Rinne
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