Haustierhölle

Trip Start Aug 24, 2008
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Trip End Dec 22, 2008


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Flag of Hong Kong  ,
Thursday, September 18, 2008

Zuerst einmal vielen Dank für die Aufklärung zu den Lampions. Dann ist die Tradition wohl wieder sehr katholisch/christlich - und wurde im Osten nur noch als Rumpf genutzt.
Wobei mich gewundert hat, dass vor Weihnachten auch gefastet wurde - das Mittelalter scheint wirklich kein Spaß gewesen zu sein. Ständig musste da gefastet werden, vor Weihnachten, vor Ostern ... man hätte das alles auch ein wenig besser einteilen können. ;-).
Wer jetzt denkt "Was schreibt er da eigentlich, ist er besoffen?" - sollte einfach mal kurz ins Gästebuch schauen.

Heute dann mal wieder Putonghua. Was habe ich heute gelernt? Hmm, dass jemand im Büro ist und nicht im Klassenraum und wie man Fragen stellt.
Ganz, ganz langsam geht es in die Richtung, dass man auch im täglichen Leben leidlich über die Runden kommen könnte - wenn die Einheimischen die Sprache sprächen. Allerdings ist's für mich ja so, als würde ich in den Niederlanden Deutsch lernen. Richtige Übungsmöglichkeiten außerhalb des Unterrichts gibt es nicht. Was mir allerdings schon vorher klar war - es ist nicht als Jammern zu verstehen.

Als ich am Sonntag bei Fei war, sah ich auch seine Katzen - und musste aber feststellen, dass die beiden überhaupt kein Katzenspielzeug hatten.
Und das geht ja nun wirklich nicht. Daher suchte ich in den letzten Tagen im Internet nach Informationen, wo man so etwas in Hong Kong bekommen könnte. Um es vorweg zu nehmen - ein Trauerspiel. Sollte jemand von Fressnapf das hier lesen - zumindest was die Konkurrenz angeht, ist der Markt traumhaft.
Es war wieder das gestern beschriebene "Eine Straße - ein Ladentyp"-Prinzip. Abgesehen davon, dass das Angebot an Spielzeug im Allgemeinen und Katzenspielzeug im Speziellen erschreckend gering war (Cooper und Yuna haben ungefähr so viel Auswahl, wie in 3-4 Läden insgesamt angeboten wurde), und die Preise teilweise abartig (7 € für zwei Schaumstoffbälle - ich dachte wirklich, es hackt) , hätte jeder Tierschutzaktivist geweint. Und die Kaste der Tierpsychologen hätte sich freudig die Hände gerieben.
Generell wurden nur Hunde und Katzen angeboten. Es ist dann wirklich grauenvoll zu sehen, dass ein Hund von der Größe eines jungen Labradors in einem Käfig mit Plastikboden gehalten wird, der nicht mal so groß wie ein Schreibtisch ist.
Oder zwei junge Pudel auf ca. 1 x 1 m.
Logischerweise waren die Tiere entweder apathisch oder völlig quirre. Kein schöner Anblick.
Allerdings ist es in Kulturen wie der Chinesischen, die Tiere als zweitrangig betrachten, wohl kaum anders zu erwarten.

Nichtsdestotrotz war die Ausbeute an Spielzeug nicht so übel. Was ich nicht finden konnte, war etwas zum Krallen wetzen. Also nicht für mich - ich bin mit meinem Clipper ganz zufrieden.
Auch hier ist der Markt wohl noch nicht so richtig ausgereizt.
À propos Clipper, ganz besonders lieb sind mir die Gäste in der U-Bahn, die sich entweder die Damenbärte zupfen oder gar die Nägel schneiden. Da man in der Bahn nicht essen oder trinken darf, besteht zwar nicht die Gefahr, dass man mit seinem Kaffeebecher im "Zielgebiet" steht - aber widerlich ist's trotzdem.

Das Abendessen war wieder typisch Chinesisch - viel Fleisch, nicht so viel Gemüse.

Gute Nacht!

Rinne :)
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