Und nochmal der Strand

Trip Start Aug 24, 2008
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Trip End Dec 22, 2008


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Flag of Hong Kong  ,
Wednesday, September 17, 2008

Gestern Abend fiel mein Entschluss, dass ich die heutigen drei Stunden einfach mal "überspringe" - das Skript für die eine Vorlesung ist sehr gut, so dass ich das allein aufarbeiten kann. Und für die Einführung in chinesisches Denken habe wir ein Buch bekommen - das ist sehr viel hilfreicher als die lustige Mao-Buddha-Kreuzung.

Und deshalb ging es wieder zum Strand. Die Fahrt war entspannt. Einzig das Finden des Busbahnhofs war nicht ganz leicht - ich hatte gestern wohl nicht so richtig aufgepasst, wie wir gegangen waren. Aber was soll's - schließlich kam ich am Strand an.
Erwartungsgemäß war es leer, gähnend leer.
Daher benahm ich mich auch wie ein typischer Tourist und zog mich am Strand um - hinsetzen, Hand drüber, und Buchse tauschen - das ist ja nicht so ein großer Akt. Und erregte keinerlei Aufsehen.
Nach einer Weile gesellte ich mich zu einer Gruppe von Frisbee-Spielern - ich brauche selbst auch eine hier. Am Strand schreit es ja förmlich danach.
Gestern hatte ich meine Begleitung gefragt, wo man denn eine Frisbee bekommen könnte. Zuerst meinte er allen Ernstes "Am Bahnhof" - ich bohrte dann noch etwas weiter und bekam schließlich die Antwort, dass ich es in einem gewissen Stadtteil mal probieren sollte.
Ungefähr so wie "Du suchst 'ne Skiausrüstung - dann fahr mal nach Steglitz" - ganz präzise. Wobei dieses mittelalterliche Prinzip von "Eine Straße - ein Ladentyp" in Teilen wirklich noch existiert.

Die Rückfahrt war nicht so toll. Ich machte mich kurz nach 5 auf den Weg. Da angeblich alle in Hong Kong erst zwischen 19 und 21 Uhr Feierabend machen, dachte ich, dass ich so den Berufsverkehr umgehen könnte.
Wenn die Arbeitszeiten wirklich so sind, frage ich mich, warum ich erst ewig mit dem Bus im Stau steckte (was am Tag davor nicht der Fall war) - und die U-Bahn dann krachend voll war.
Aber schließlich wird's wohl auch hier so sein, dass es einfach besser klingt, wenn man sagt, dass man schindert wie ein Pferd.

Am Abend traf ich mich mit einem Studenten meiner Uni. Mit ihm entdeckte ich nach dem Abendessen einen Weg am Fluss entlang, der fast schon als "richtig schön" zu beschreiben wäre - wenn man in der Stadt kaum Grün zu Gesicht bekommt, wird man wohl weniger wählerisch.
Was nicht heißt, dass Hong Kong keine grünen Ecken hat - aber dafür muss man erstmal recht weit fahren - und dorthin bin ich bisher noch nicht vorgedrungen.
Auch das Sitzen auf Rasen ist generell nicht möglich.
Jedenfalls war der Weg mit Bäumen gesäumt und der Fluss gefüllt mit kleinen Fischen. Letztere lockten auch zwei Katzen an, die selbst für europäische Verhältnisse gut genährt aussahen. Scheinbar sind Fische manchmal doch nicht so schnell wie die Mietzen. :)

Wir verplauderten uns ein wenig und bekamen dann aber doch noch den letzten Zug zurück zur Uni.

Und dann ging es auch schon ins Bett.
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