Die Uni geht los

Trip Start Aug 24, 2008
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Trip End Dec 22, 2008


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Flag of Hong Kong  ,
Tuesday, September 2, 2008

Heute beginnt hier der Ernst des Lebens - die Uni ging los.
Zuerst hatte ich 3 Einheiten Mandarin, oder Putonghua wie man eigentlich in China sagt. Wir sind 22 Leute im Kurs, die Lehrerin hat einen lustigen Akzent im Englischen - und es ist ziemlich schwer, weil besonders auf Feinheiten geachtet werden muss. Bis 10 kann ich jetzt schon zählen und ein paar wenige, ganz kurze Sätze sagen. Die Zeit verging allerdings wie im Flug.
Danach wetzte ich zum nächsten Kurs. Auf dem Plan sah die Entfernung zwischen den Gebäuden für eine Viertelstunde fast nicht zu schaffen aus - aber es ging doch ganz gut. Der Kurs - Internationaler Handel - soll angeblich sehr schwer sein. Allerdings hatte ich bereits Teile davon in Deutschland. Und in der Einführung heute legte der Professor ein Tempo hin, bei dem ich nebenbei noch hätte schlafen können. Sollte es so bleiben, wird's kein Problem - aber vermutlich wollte er die Studenten nur nicht gleich verschrecken.
In meiner langen Pause holte ich mir zuerst die geforderten Chinesisch-Bücher und flitzte dann zurück in mein Zimmer, um ein paar Artikel zu bearbeiten. Der Plan wurde leider teilweise vereitelt, weil, wie ich dann etwas später erfuhr, die Generatoren getestet würden. Bei uns würde so etwas Hupentest heißen und höchstens 5 Minuten dauern. Hier dauert es dafür gleich über eine Stunde - und ließ mich meine Pause nicht so recht genießen, um nicht zu sagen, dass es mich total kirre machte.
Den Uni-Abschluss bildete die Einführung zum Menschenrechtsseminar. Das Themengebiet hat so gar nichts mit meinem Studium zu tun. Aber da ich für meinen Abschluss zwei Seminare belegen muss und die hiesige Uni so gut wie nichts dergleichen anbietet, blieb nur das gewählte Seminar. Ich bin jedoch nicht der einzige Fachfremde -dafür diesmal der einzige Deutsche, was ja auch mal ganz schön ist. Der Professor ist gebürtiger Amerikaner und scheint jemand zu sein, mit dem man gut Kirschen essen kann.
Da ich heute noch einmal zum Kino verabredet war, hieß es, zügig nach Hause gehen, unterwegs noch ein Buch für eine Vorlesung kaufen (ich hatte es erst mit Amazon in Hong Kong probiert, aber man sagte mir, dass Onlinebuchläden in Hong Kong kaum vorhanden sind, weil die Stadt letztlich nicht so groß ist - der Campusbuchladen hatte das Buch dann auch gleich vorrätig) und dann auch schon wieder ab in die S-Bahn. Der Film "Meet Dave" mit Eddie Murphy war genau das, was man von einem Film mit Herrn Murphy erwarten kann - sanfte Unterhaltung mit ein paar Lachern.
Ab morgen dürfte mein Internet-Asyl im Gemeinschaftsraum ein Ende haben, da morgen ein Techniker nach dem Rechten sieht - ich werde berichten.

Liebe Grüße,
Rinne
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