Umzug ins Einzelzimmer

Trip Start Aug 24, 2008
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Trip End Dec 22, 2008


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Saturday, August 30, 2008

Die Nacht war kurz, da es heute hieß, aus dem Wohnheim für die Einführungswoche auszuchecken, um dann in die Bleibe für die nächsten 4 Monate umzuziehen. Von den ca. 300 Austauschstudenten bin ich einer von zehn, die ein eigenes Zimmer bekommen haben (in der Regel gilt das für alle Masterstudenten oder Studenten im Hauptstudium). Allerdings erfuhr ich in der letzten Woche auch von einigen, die eigentlich auch ein Einzelzimmer hätten bekommen sollen, dass dies nicht möglich sei - Glück gehabt.
Die Dame am Einlass konnte sich noch an mich erinnern, da ich bereits am Montag versehentlich hier einchecken sollte. Nachdem ich alles mögliche unterschrieben hatte - sie meinte, ich könne das alles später lesen, steht schließlich auch im Internet, ging es auch schon in mein neues Zimmer.
Aus- und Einräumen klappte gut, ich war erstaunt, wie viele T-Shirts ich eingepackt hatte. Dafür konnte ich leider keine Verbindung mit dem Internet aufbauen. Nachdem ich eine Weile an meinem Rechner gefummelt hatte und auch in einem anderen Raum probiert, wo es funktionierte, holte ich mir die Telefonnummer vom IT-Service der Uni. Das Telefonat war streckenweise filmreif, besonders als es um das Buchstabieren meines Namens und meiner E-Mailadresse ging. Selbst wenn hier viele Bewohner Englisch sprechen, heißt das nicht, dass es nach englischem Englisch klingt. Da ich die Befürchtung hatte, dass es zu Pannen kommen könnte, übermittelte ich mein Problem dann noch einmal per Internet - ich fand glücklicherweise noch eine Buchse im Aufenthaltsraum. Toll war nur der Satz: "Wir schicken Ihnen dann eine E-Mail mit Lösungssschritten", wenn man wegen Internetproblemen anruft. Kurz nachdem ich die Problembeschreibung abgeschickt hatte, rief mich auch schon ein Techniker an, so dass mich am Dienstag jemand gegen 17:30 Uhr besucht, um meinen Anschluss zum Laufen zu kriegen.
Da ich erfahren hatte, dass es nur zwei Stationen entfernt einen IKEA-Shop geben soll, fuhr ich am Abend dann dorthin, um ein paar liebenswerte Kleinigkeiten für mein Zimmer zu holen. Schließlich braucht man ja auch eine Schreibtischlampe, wenn man anständig studieren möchte. ☺
Vom Angebot unterschied sich die hiesige IKEA-Variante wenig von der europäischen. Einzig der Platz war viel begrenzter - es gab nur eine Etage in einem Einkaufszentrum. Und es gab weder Remoulade noch Röstzwiebeln für die Hot Dogs, dafür aber Pop Corn (nicht zu den Hot Dogs).
Eigentlich wollte ich danach noch ins Kino gehen, aber ich wurde von Marcus angerufen, ob ich nicht noch mit in die Stadt wolle - eine Gruppe von Studenten wolle in eine Disco fahren. Also wurde der Abend flugs umgeplant und kurz nach dem Anruf war ich bereits wieder auf dem Weg in die Stadt.
Das Etablissement war angenehm, die Musik auf Dauer etwas öde und die Bedienung an der einen Bar eine Zumutung. Nur weil man von 22 Uhr - 2 Uhr kostenlos trinken darf, heißt das doch nicht, dass man schon froh sein muss, dass einem der Barkeeper nicht ins Glas spuckt. Der war so charmant, dass er auch gut eine Bundeswehrkaserne hätte führen können.
Der Hammer fiel diesmal etwas später, da ich am folgenden Tag ausschlafen konnte. Ich teilte mir ein Taxi mit einem anderen Deutschen und war dann gegen 2 Uhr zurück auf dem Campus. Glücklicherweise betrat ein anderer Student das Wohnheim kurz vor mir, so dass er den Türcode eingeben konnte - ich hatte den Zettel mit den Codes gar nicht für voll genommen, da nichts von "Haupteingang" drauf gestanden hatte.
Abschließend für den Tag fand ich noch die letzte, noch ausstehende Klausurnote aus dem letzten Semester. Und ich kann sagen, endlich mal wieder wie in alten Zeiten eine richtig tolle Note. ☺
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