Paradies fuer nix

Trip Start Jan 12, 2005
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Trip End Ongoing


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Flag of India  ,
Saturday, February 11, 2006

Nach einer dreitaegigen Schiffsreise ueber die Bucht von Bengalen sind wir jetzt am Ziel der Traeume - die Andaman Inseln. Immer wieder hatten Rueckkehrer (derer gibt es nicht viele) mit leuchtenden Augen von diesen Inseln erzaehlt und irgendwann haben wir dann den Wink verstanden.

und tatsache hat man nicht uebertrieben. denken wir nicht alle, dass tropische inseln entweder unerschwinglich oder unerreichbar sind? - dem ist nicht so. alles wie im fernsehen: ein meer, das zwischen aquamarin, tuerkis, lapislazuli und kobaltblau changiert, die volle bandbreite an tropischen fruechten und kokosnuessen, eine unversaute kunterbunte korallen- und

fischwelt (mit fliegenden fischen und dugongs (seekuehen)) a la 'findet nemo' zum erschnorcheln usw. und zwar fuer zwei eur am tag.

es war wieder mal gut, langsam anzukommen, sonst haut einen so viel traumhafte schoenheit schier aus den latschen. nur eine insel hat wirklich viele touris, der rest ist reine eintracht und perfekter frieden mit menschenleeren weissen straenden, kleinen buchten und vielen palmen fuer die obligatorische haengematte.

aber es hatte auch seine schattenseiten: jeden tag auf's neue mussten wir uns entscheiden, wann und was wir essen gehen, ob wir schnorcheln wollen oder doch lieber in der matte bleiben, welches buch wir zum strand mitnehmen und weitere solcher beschwerlichkeiten.

fuer die einheimischen ist es uebrigens auch ein grosses glueck, hier zu leben: ueber den gesamten monat haben wir keinen einzigen bettler gesehen, alle stehen in (wenn auch manchmal bescheidenem) brot & lohn und gehen das leben extrem entspannt an (nicht zuletzt durch permanantes betelnuss-kauen). nur der tourismus veraendert die umstaende negativ. das viele geld, was ploetzlich kommt, schafft neid und gier, durch korruption versucht die polizei ihren anteil vom kuchen zu bekommen und dann natuerlich all der plastikmuell der touris...

vom tsunami haben die andamanen recht wenig abbekommen und die regierung hilft fast vorbildlich. auch stehen ueberall schilder, was nicht alles mit westlichen spendengeldern (wiederauf-)gebaut wurde. auf unserer lieblingsinsel gab es trinkwasseraufbereitung (gibt's sonst nicht mal in grossen staedten) und ein solarkraftwerk.

wir trafen allerdings eine italienerin, die damals mit ihrer familie hier war. sie erzaehlte, dass das wasser zwar in ihre huetten lief, aber das waere alles halb so schlimm gewesen, haette nicht das radio die ganze zeit panik und horroszenarien verbreitet. wie gesagt - keine nachrichten sind gute nachrichten... dieses jahr ist sie wiedergekommen, um das erlebte aufzuarbeiten und ihren frieden mit den inseln zu machen.

schlimmer erwischt hat die riesenwelle vorletzte weihnachten die nicobar-inseln, die weiter suedlich liegen und somit wie ein schild fuer andaman wirkten. die eingeborenen, die es dort noch gibt (deshalb darf man auch nicht dorthin als tourist), hatten allerdings noch ueberliefertes wissen ihrer vorfahren und stiegen auf die huegel als das wasser zurueckging, um dann umso schlagkraeftiger zurueckzukommen. betreffs ihrer zerstoerten haeuser liessen sie dann verlauten, dass sie ganz gut alleine klarkommen, man solle ihnen nur ein bisschen werkzeug schicken. die wissen halt noch wie's geht...
nur wo bengalische siedler wohnen, gab es viele tote.

doch im ganzen strahlt dieser ort so viel lebensfreude und frieden aus und die perfekte schoenheit der natur laesst uns einmal mehr im himmel auf erden fuehlen. es fiel uns keineswegs leicht, auf's festland zurueckzukehren - so laesst sich's leben...
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