Von den schönsten Waldstrassen zu neuem Land

Trip Start Oct 01, 2010
1
42
51
Trip End Ongoing


Loading Map
Map your own trip!
Map Options
Show trip route
Hide lines
shadow

Flag of United States  , Hawaii
Saturday, May 7, 2011

Als um Ein Uhr Nachmittags der Regen der Sonne weicht (ja, auch hier in Hawaii werden wir auf unserer Reise mit Regen verwöhnt!) fahren wir los, um den östlichsten Inselzipfel zu erkunden, nämlich die Region Puna. Von Kapoho aus gelangen wir über eine Schotterstrasse zu einem (schäbigen, kranähnlichen) Leuchtturm. Wie im Volcano Nationalpark enden hier am Cape Kumukahi ältere, kaum begrünte Lavafelder direkt im Meer. Auch hier wirkt das stark lichtabsorbierende Lavagestein direkt am Meer recht eigentümlich. In den losen Lavastücken sowie im schwarzen Sand finden sich olivgrüne Gesteinsstücke (Olivin), die uns recht faszinieren.

















Auf der Weiterfahrt entlang am Meer besuchen wir zunächst die Kapoho Tide Pools. Durch die ehemals ins Wasser gelangte Lava haben sich hier Naturbecken verschiedenster Formen gebildet, welche sich im Takt der Gezeiten mit Meerwasser füllen und entleeren.

















Weiter führt unser Weg Richtung Kehena und Kalapana. Die Strasse führt hier durch solch schöne Wälder, wie wir sie allenfalls nur in Neuseeland gesehen haben, jedoch sind diese hier anders. Sehr viel grössere Pflanzendiversität, leuchtend grün, durchstrebt, grossblättrig, von Windengewächsen eingenommen, Palmen, Farne, Blumen und märchenhafte Bäume, die sich dicht wie ein Schirm oder eine Decke über die zarte Strasse spannen. Immer wieder halten wir an und fotografieren, staunen und geniessen die einzigartige Natur in ihrer Schönheit. Fast wie gemalt und Geborgenheit vermittelnd wirken sie, diese Wälder. Faszination pur. Interessant ist es auch, wie jeweils abschnittsweise das Erscheinungsbild des Waldes ändert. Hier und da wird einem auch die Sicht hinaus aufs Meer gegeben. Eine düstere, erstarrte Lavafront endet über einige Kilometer abrupt und steil abfallend im blauen Meer, wo dessen energiereichen Wellen ungebremst an den Lavawänden zerschellen. So springen Wassermassen meterhoch in die Luft, ein mitreissendes Schauspiel einer eigenen Art.































Im südöstlich der Insel gelegenen Kalapana endet die Strasse abermals – bis in den 1980er Jahren war diese bis hin zum Volcano Nationalpark durchgehend. Das südliche Ende der von der Lava eingeholten Strasse durften wir bereits beim Besuch des Volcano Nationalparks erkunden (Bilder und Eintrag siehe hier). In Kalapana spazieren wir entlang eines Weges auf dem meterhohen jungen Lavagestein bis hin zum etwa 200 Meter entfernten Black Sand Beach. Der dunkle, lichtverschluckende Sandstrand, bestehend aus von den Gezeiten zermürbter Lava, ist recht seltsam und ungewohnt wirkend. Hier versuchen übrigens die Einheimischen mittels kleinen Palmensetzlingen einen neuen Wald heranwachsen zu lassen. Denn der seit den 1980er Jahren geflossene riesige Lavastrom ausgehend vom Kilauea hat 1990 die Fliessrichtung geändert und schliesslich den ursprünglichen Palmenwald samt dem Dorf nahezu komplett unter sich begraben, und hier die Insel um rund 200 Meter nach draussen ins Meer vergrössert! Ein paar Einheimische leben heute noch/wieder in Kalapana, und die dort Ansässigen wünschen sich einen neuen Strand mit Palmenwald.








Slideshow Report as Spam

Use this image in your site

Copy and paste this html: