Staunen überhalb des Great Barrier Reefs

Trip Start Oct 01, 2010
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Trip End Ongoing


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Flag of Australia  , Queensland,
Sunday, April 17, 2011

Etwas traurig verlassen wir den schönen Ort Carmila Beach. Doch es verbleiben uns lediglich noch zwei Wochen Aufenthalt in Australien, und spätestens dann legt unser Flieger in Cairns ab, so dass wir früher oder später weiter müssen. Unser heutiges Ziel ist jedoch auch nicht Ohne. So fahren wir via Sarina, Mackay und Proserpine nach Airlie Beach. Auf einem aussergewöhnlich tollen Big4-Campground verweilen wir die nächsten vier Tage. Nebst Minigolf spielen und Sonnenbaden strengen wir uns nicht allzu viel an…

Weil wir noch nahezu keinen kostenbehafteten Ausflug in Australien unternommen haben, gönnen wir uns hier einen aussergewöhnlich coolen Trip: Einen Helikopterflug mit rund einer Stunde Gesamtflugzeit und zwei Stunden Aufenthalt auf zwei verschiedenen Inseln! Ganz besonders an diesem Flug ist, dass wir dabei über das wunderschöne Naturwunder Great Barrier Reef fliegen. Präziser formuliert, zumindest über einen Mikroausschnitt davon. Denn dieses Korallenriff erstreckt sich über eine Distanz von satten 2300 Kilometer und ist somit das grösste weltweit (Info).

Das viele Grau am Himmel lockert glücklicherweise etwas auf, als wir zum Ausgangspunkt am Meer fahren, wo bereits der Pilot mit dem Helikopter wartet. Aus fotografischer Sicht herrschen sicher nicht optimale Bedingungen mit so viel blendendem weissem Licht am Himmel, doch wir freuen uns trotzdem enorm und sind auch schon ein bisschen nervös. Es werden noch die letzten Liter Kerosin aufgefüllt, schliesslich säuft der zirka 600 Kilogramm leichte Heli doch einen satten Liter pro Minute! Wir sitzen also angeschnallt im Helikopter, und mit uns an Bord unser Privatpilot Chris, ein aufgestellter 23-jähriger Australier. Dank meinem Kommentar bezüglich Fotografieren und Lichtreflektionen werden die Seitentüren gleich demontiert. Mit Zweiwegkopfhörer aufgesetzt geht es also los, und die ersten Meter zwischen uns und dem Boden spannen sich rasant schnell auf. In rund 20 Minuten Flugzeit schweben wir über leuchtend farbige Meeresabschnitte und verwinkelte Inseln und schliesslich über die Whitsunday Islands (Info) hinweg. Obwohl es recht bewölkt ist, eröffnet sich unter uns eine sehr schöne farbige Szene. Das Wasser strahlt – wo die Sonne aufprallt – schimmrig blaugrün, und die dicht bewaldeten Hügelinseln ziehen langsam unter uns vorbei. Die eine Insel der Whitsundays birgt gar ein sich schlängelnder, verwinkelter Fluss, der eingebettet in diesem üppigen grünen Waldteppich von oben betrachtet so wunderschön wirkt.































Unsere erste Landung bringt uns an den berühmten Whitehaven Beach (link), ein rund 6 Kilometer langer und menschenleerer Sandstrand, der zart im sehr warmen türkisfarbenen Wasser mündet. Der Sand ist weiss und glitzerig; er gilt mit seinem Gehalt von 99,7% Siliciumdioxid als der hellste und weisseste Strand der Erde! Unser Pilot breitet eine Picknickdecke aus, bringt die Kühlbox mit Champagner und Essen, bevor er uns für eine Stunde allein unserem Glück überlässt. Und was für ein Glück auf diesem Schmuckstück Erde. Wir erfrischen uns noch kurz im Meereskühl. Herrlich.































Mit dem Helikopter geht es schliesslich weiter hinaus auf das offene Meer, scheinbar ins Unendliche. Die spezielle Konstellation aus Wolken, Dunst und Meer lässt hier draussen nichts vermuten, und erst nach etwa 15 Minuten tut sich hier draussen, rund 60 Kilometer vom Festland entfernt, das lang Ersehnte auf: Bis in die weite Ferne ziehen sich schweifartig die Kanten von Korallenriff bergenden Meeresabschnitten. Trotz den vielen Wolken schafft es in diesem kurzen Moment unseres Aufenthaltes die Sonne, die unzähligen Korallenriffs zusammen mit dem sehr hellblau leuchtenden Meer perfekt in Szene zu setzen. Fast fraktalartig, mit nimmerendender Formenvielvalt breiten sich kleine und grosse Riffe in alle Richtungen aus. Wir sind restlos fasziniert von dem wohlbehüteten, fast in Verborgenheit gehaltene Spektakel sowie der Schönheit, welche die Natur einmal mehr hervorgebracht hat.

















Was auch sehr beeindruckt sind die schier schwadenartigen Strömungen über und zwischen den Riffen. Momentan herrscht der Gezeitenwechsel hin zur Ebbe, und die riesigen Wassermassen kämmen sich sichtlich durch die kantigen und formreichen Riffe.


















Wir fliegen auch noch kurz um das Heart Reef, ein zirka 18 Meter grosses Korallenriff mit verblüffend exakter Herzform. Leider bleibt sehr wenig Zeit hier, zirka 150 Meter oberhalb dieser Schönheit schwebend, um diesen einmaligen Anblick zu geniessen. So fliegen wir leider nach ein paar Minuten wieder Richtung Festland.

















Bevor wir jedoch ganz zurück fliegen, lassen wir den Abstand zwischen Helikopter und der Langford Island auf null schwinden. Die Ebbe ist bereits recht vorangeschritten, uns verbleiben nur noch rund 40 Minuten Aufenthaltszeit und der Sonnenstand  jetzt,um 17 Uhr ist recht tief, so dass wir trotz den zur Verfügung gestellten Schnorcheln, Tauchermasken und Stinger Suits (Anzug zum Schutz vor Quallen) vom Ergründen der Unterwasserwelt absehen. So geniessen wir einfach nur noch das Dasein auf dieser abgelegenen, unbewohnten Insel, bevor es dann zurück ans Festland geht und wir auf ein unvergessliches Erlebnis zurückblicken dürfen.







































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Comments

Mam on

das isch doch e troumhafte trip gsi, wo euch zwöi sicher entschädiget, für au die langwylige kilometer, wo dir mit euem camper heit "müesse", "wöue" abspuele. die fotine sy wieder sagehaft schön!

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