Wanderfreunde

Trip Start Apr 26, 2010
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Trip End Jun 02, 2011


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Flag of Ecuador  , Chimborazo,
Tuesday, January 11, 2011

Wir setzten unseren Weg im neuen Jahr in Richtung Süden fort und überquerten am dritten Januar den Äquator! Wir freuten uns wie kleine Kinder, sprangen mal nach Süden und dann wieder über die Linie nach Norden... Doch von nun an sind wir auf der südlichen Erdhalbkugel unterwegs! Somit hatten wir die geografische Halbzeit unserer Reise erreicht.

Der nächste Höhepunkt im neuen Jahr war für uns die Fahrt zur Quilotoa Kraterlagune, welche ein wenig abseits, wunderschön im Andengebirge lag. Wir stoppten unterwegs bei einer Posada (Bauernhof), bei welchem wir eigentlich nur etwas essen wollten. Weil der Ort jedoch so einladend war und Margarita und Marco zwei wunderbare Gastgeber waren, entschieden wir uns für eine Nacht hier zu bleiben. Am nächsten Morgen trafen wir Maria aus Schweden und Pablo aus Ecuador am Frühstückstisch und weil sie ebenfalls zur Lagune wollten und der Bus natürlich auf sich warten liess, packten wir die beiden kurzerhand ins Büssli und nahmen sie mit. Schlussendlich verbrachten wir den ganzen Tag zusammen, indem wir ein wenig in der Gegend rund um die Quilotoa Lagune umher wanderten. Die Gegend hier auf 4000m war grossartig! Sattgrüne Wiesen, Felder und mittendrin einige rote Punkte, welche sich beim genäueren hinschauen als einheimische Indigene Bauern entpuppten, welche mit ihren Kuh- oder Schaafsherden unterwegs waren.
Weiter ging es für uns dann auf einer rauhen Schlamm- und Schotterpiste in Richtung Chugchilan, eine kleine Ortschaft umringt von einer herrlichen Andenkulisse.

Wir freuten uns bereits auf unser nächstes Ziel: Baños. Doch aus verschiedenen Gründen konnten wir uns mit dem Touristenmekka Ecuadors nicht so richtig anfreunden... Wir fanden zwar eine nette Bleibe (Hostal Isla Baños), doch einerseits machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung und andererseits war die von abenteuersuchenden Touristen überfüllte Ortschaft ein krasser Kontrast der letzten Tage...

Also beschlossen wir unsere Höhenbeständigkeit, und die des Büsslis, zu testen und steuerten in Richtung Chimborazo. Die Spitze des Chimborazo ist mit 6310m nicht nur der höchste Vulkan/Berg Ecuadors, sondern mit 6384km auch der am weitesten entfernte Punkt vom Erdmittelpunkt! Dies hängt irgendwie mit dem Äquator zusammen... Hier gibts mehr dazu.
Unser Büssli hatte zwar ein wenig mühe, doch wenn auch langsam erreichten wir das untere Refugio und den Parkplatz auf 4800m Höhe. Wir entschieden uns wegen dem Nebel die Nacht hier oben zu verbringen und dann am nächsten Morgen die Wanderung zum zweiten Refugio auf 5000m in Angriff zu nehmen.
Am nächsten Mogen strahlte die Sonne hier oben in voller Pracht und nach einer schlaflosen und kopfzerbrechenden Nacht, starteten wir unsere kleine Expedition... Eigentlich sind 200 Höhenmeter keine grosse Sache, doch hier oben merkte man jeden Schritt! Der Berg schien uns zu erdrücken... Mit grossem Respekt bestaunten wir die Bergsteiger, welche man zwischenzeitlich auf einem schneebedeckten Kamm beobachten konnten, die versuchten den Gipfel zu erklimmen.
Die Landschaft hier oben war geprägt von Steinen, Schnee, Geröll und Lavagestein, eine sureale Landschaft, in welcher ab und zu einige Lamas umherirrten!
Wir genossen die Sonne und die Umgebung noch eine Weile, bevor wir uns an den "Abstieg" wagten...
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