Baeren und Elche

Trip Start Aug 03, 2010
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25
Trip End Jul 25, 2011


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Flag of Canada  , Nova Scotia,
Wednesday, August 25, 2010

Viel passiert, viel passiert... Nicht nur haben wir mittlerweile oefter auf Gras denn auf auf Flaum genaechtigt, sondern auch schon fast die ersten 2000 km mit dem Auto geschrubbt. Und das war teilweise nicht einfach. Das erste und bisher einzige Mal wild-camping hat uns nach verheissungsvollen Schild mit "Cape Mabou" auf eine sich noch im Bau befindliche Strasse gelotst und somit auch faustgrossen Schotter und einige Schlammdurchfahrten in den Weg gelegt. Das hat uns bisher ein bissl vom illegalen Campen abgeschreckt, aber nicht nur.

Auch Preise von 18-25 Euro pro Nacht aufm Zeltplatz (tagein tagaus), bloede Randbedingungen (entweder dickichter Wald oder private property) und ein besonderes Duschbeduerfnis bei ziemlich warmen Temperaturen haben uns bisher auf die Zeltplaetze getrieben.
Die Leute hier sprechen auch von einem ausgesprochen warmen und sonnigen Sommer, das wird bestimmt einen neuen Weltrekord in der Klimahistorie geben, wenn man an Russland und auch unseren Sommer denkt. Trotzdem war das Wetter auch schon ziemlich beschissen.

Wenn man mal auf die Karte schaut und der Ort ganz im Norden der Halbinsel (Meat Cove), dort wollten wir auch zelten. Ein paar Stunden nur, nachdem wir uns dagegen entschieden haben, wurden vier Bruecken und ein Auto deutscher Wanderer nach ueber 100mm in 24 Stunden weggespuelt. (http://www.theglobeandmail.com/news/national/meat-cove-not-out-of-danger-yet/article1685370/) Da hatten wir echt Glueck, sonst saessen wir jetzt auch fest.

Weiterhin gibt es wieder schicke Bilder und kleine Clips, die kleine, witzige und manchmal auch schoene Eindruecke dokumentieren. Die haben wir beispielsweise in Cape Breton Highlands National Park gesammelt. Auf den Wanderwegen dort konnten wir Elche erspaehen, wurden staendig von den verrueckten Rufen der kleinen chipmunks (siehe auch video) aufgescheucht und konnten sogar einen Schwarzbaeren sehen, genau vor unserem Auto auf der Strasse. Fotos gibt es nicht, man hat halt erst einmal Angst und Neugier (zu je ganz unterschiedlichen Anteilen).

Danach haben wir noch zwei sehr beeindruckende Museen mitgenommen, und zwar eines ueber Alexander Graham Bell, quasi dem Erfinder der Welt (man denkt ans Telefon (wenn ueberhaupt), aber der Mann war so universell wie Goethe einst). Und Louisburg. Dort fand im 18. Jh. die Entstehung des modernen Kanadas statt, auf dem Schlachtfeld natuerlich, als die Briten heimtueckisch unten rum den Franzosen ihren Hafen nahmen. Obwohl an jener Stelle nicht mehr viel zu sehen war, steht dort heute ein Fuenftel des damaligen Forts - im Original quasi. Alles so aufgebaut, wie es 1744 gewesen war. Der Grund dafuer ist ein ganz banaler. Die von der Kohle gepraegte Region ging auch hier zugrunde und somit nahm die Regierung fast eine halbe Milliarde Dollar in die Hand, um diese Staette zu errichten. Man kann es sich wirklich nicht vorstellen, aber es sieht wirklich frappierend echt aus. Dazu gibt es Dutzende Angestellte in originaler Tracht, die die jeweiligen Berufe oder Oertlichkeiten darstellen und erklaeren. Wir sind zum Beispiel mit einem "Soldaten" und einem Besucher aus Ontario in ein sehr interessantes Gespraech ueber die Geschichte verwickelt worden (der Soldat war auch in echt franzoesisch-staemmig).
Als die Soldaten auch noch marschiert sind und franzoesichen Befehlen Folge leisteten, was letztlich Abfeuern der Kanonen gipfelte, war ich hin und weg. Fuer mich die beeindruckendste Erfahrung bisher. Baguette!

Jetzt verbringen wir unsere Tage mit gediegenem Rumfahren, auch Kristin. Da sie eine Learner's Driving License erwerben moechte, lernen wir (ja so isses eigentlich) gerade am Internet die kanadischen Fahrregeln. Und wundern uns nur noch... Busse muessen an Bahnuebergaengen immer anhalten, Fussgaenger, die unerlaubt die Strasse kreuzen MUSS man anhupen und die freiwillige Feuerwehr hat gruene Leuchten. Naja, dafuer erkennen die hier immerhin unsere deutsche (und sonst nur noch die amerikanische) Fahrerlaubnis an, weil sie der ihrigen sehr aehnlich sei.
Man bekommt hier sogar extra zwei Schilder an die Strasse, wenn man ein blindes oder taubes Kind hat. Das ist doch mal was, was das muss sich aber fragen.

Der Plan weiter: ab morgen zwei Wochen auf einer Farm in New Brunswick bei Grande-Digue arbeiten fuer Essen und Unterkunft (WWOOF), wenn es schoen ist, auch laenger. So im Oktober irgendwann wollen wir dann in Ottawa sein, um uns fuer mehrere Monate dort niederzulassen, zu ueberwintern quasi und vor allem um Geld zu verdienen.

A bientot

(man kann sich uebrigens jatzt auch per e-mail ueber neue blog-eintraege informieren lassen, wer das moechte (ramona :)

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Comments

Lisa on

Hi Heipel und Kristrin, cooler Blog:) schöne Bilder und lustiges Video:) schön, dass es euch gut geht. bei mir ist auch alles ok, bbin jetzt auch wieder im lande:) bis die tage mal. haltet die ohren steif

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