Birdwatching

Trip Start Nov 01, 2012
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32
Trip End Mar 23, 2013


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Flag of India  , Kerala,
Saturday, February 9, 2013

Da wir so viel von "auf Hausdaechern schlafen", "nach Indien trampen" und "nur 100 Rupies am Tag ausgeben" (also knapp 1,50 Euro) gehoert ham, hats auch in uns gekribbelt. Und irgendwie kommts ja auch total super wenn man sagen kann, man is in Indien per Anhalter gefahren. Also, Rucksack auf, Daumen raus und los gehts! So schnell gings dann leider doch net, aber nach ner Stunde oder so wurden wir drei (der Joe war mit dabei) doch mitgenommen. Und nach zweimaligem Umsteigen sind wir auch im Park angekommen - total durchgeschwitzt, muede, dreckig und leider auch n bissl angepisst. Denn: Inder scheinen die Idee des per-Anhalter-fahrens net so richtig kapiert zu haben und ham am Ziel doch glatt Geld verlangt! Nachdems mal wieder ne Diskussion gab und sich noch drei andere eingemischt ham, ham wir unserer letzten Befoerderung dann doch 100 Rupies gegeben. 
Aber dafuer waren wir mitten im Wald und hatten auch gleich ne Unterkunft (gab ja auch nur eine, ha!): Ein schoener Homestay im Nationalpark, der von der super lieben Satya und ihrer Familie gefuehrt wurde. Die Satya hat gleich gesagt sie ist unsere Mutti und wir sollen immer zu ihr kommen, wenns Probleme gibt. Ausserdem war sie dann auch unser Guide am naechsten Tag und wurde gerufen, um uns von der riesengrossen (wirklich grossen) Spinne zu befreien, die sich erstmal auf unserem Vorhang entspannt hat. Auch die zwei Maenner hatten grossen Respekt vor dem Tierchen. Leider is des Vieh doch entkommen... uuaahhh!!

Also, Schwitzi-Sachen ins Spinnen-Zimmer und auf in den Dschungel-See direkt vorm Haus! Der See war schon fast zu warm, bevoelkert von tollen Wasservoegeln und kleinen suessen Fischen, die einem an den Zehen rumgeknabbert haben. Krokodile gabs dafuer keine, ein Glueck. 
Nach dem Abendessen (die Unterkunft war mit Verpflegung), des aus Reis, Curries, warmem Wasser (kriegt man hier seltsamerweise oft angeboten) und vielen, vielen Bananen bestand gings auch schon ins Bett, der Tag war anstrengend, die kommende Nacht wurde kurz.
Um 6.30 wollten wir naemlich den Bus erwischen, der uns zu unserem Birdwatcher-Platz brachte. Und dann  gings los, durch Ananans- (wie komisch die ausschauen, die Pflanzen...) und Gummibaum-Plantagen, durch ne dicken Elektro-Stacheldraht-Zaun (wegen den Elefanten) und rein ins Gehoelz. Wir ham uns dann auf grosse Felsen gehockt, die aus der Landschaft rausgeragt haben, sodass die Baumkronen ungefaehr auf unserer Hoehe waren. So hatte man wirklich den allerbesten Blick und musste sich net den Hals verrenken. Und schon gings los, Voegel ueberall um uns herum, und wir hatten keine Ahnung was des fuer welche sind und ob die selten sind oder sonstwas. Aber die Mutti (Satya) war hellauf begeistert und hat gezeigt und gerufen und die Augen aufgerissen... und ab und zu mit ihrem Handy die Voegel "angerufen": also Lockrufe gespielt. Des war lustig :)
Unsere Tier(kot)liste: Elefantenhaufen, ganz schoen viele; Leopardenwuerstchen; Riesenhoernchen, die eigentlich super selten sein sollen aber massig um uns herum, sehr ungrazioes, in den Baeumen rumgewurschtelt sind; den groessten Schmetterling Indiens (Southern Birdwing); eine Baumschlange; und Voegel... ein Traum! Gruene Tauben, winzige Sunbirds, viele Spechte, komische Punkervoegel, Papageien, Nashornvoegel, Voegel mit langen, angefahrenen Schwaenzen, rote, orangene, blaue, gelbe, schwarze, graue Voegel... und die sehr seltenen "Ceylon Froschmaul" sowie den "Malabar Trogon". Alles in allem mehr als 30 Vogelarten! 
Nach zwei Stunden war der Spass leider schon wieder vorbei. Da wars dann aber wirklich Zeit fuers Fruehstueck :)

Also, wer Lust auf viele bunte Voegel und eine wirklich enthusiastische Begleitung mit Ahnung hat, der sollte auf jeden Fall hier mal vorbei schauen: Jungle Bird Homestay. Einfach traumhaft!
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