Viel Wasser und viel Sand - Fraser Island

Trip Start Jul 15, 2011
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Trip End Feb 15, 2012


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Where I stayed
Nomads Airlie Beach

Flag of Australia  , Queensland,
Friday, December 9, 2011

Mein fast schon sprichwörtliches Glück mit dem Wetter, welches mich bislang nahezu ausnahmslos durch diese Reise begleitete, hat mich kurzzeitig verlassen. Ungünstigerweise geschah dies genau zu jenem Zeitpunkt, zu dem ich mich auf Fraser Island befand, aber ganz so schlimm war es dann doch nicht, nur eben äußerst sandig. Oder so.

Aber der Reihe nach: Nachdem ich eine sehr schöne Zeit im beschaulichen Noosa verbracht hatte, nahm ich am vergangenen Samstag den Greyhoundbus ins noch deutlich beschaulichere Rainbow Beach. Die Existenzgrundlage dieses winzigen Ortes (Einwohnerzahl so um die 1000) ist eindeutig der Tourismus auf die direkt vorgelagerte Fraser Island, und ein organisierter, dreitägiger Campingtrip auf ebendiese Insel war dann auch der Hauptgrund für meinen dortigen Aufenthalt. Zugegebenermaßen gibt es in Rainbow Beach selbst allerdings auch einen sehr schönen Strand und eine so riesige wie spektakuläre Sanddüne. Das Hauptaugenmerk soll in diesem Teile meiner Reisenotizen jedoch weiterhin auf besagtem Campingausflug liegen.

Am Sonntag wurden alle 64 Teilnehmer an der Tour in Achtergruppen aufgeteilt, welche dann jeweils in einem der bereitgestellten Jeeps auf der Insel unterwegs sein sollten. Unmittelbar nach der Einteilung ließ man uns dann in einem "Briefing" den einen oder anderen Ratschlag bezüglich des Verhaltens beziehungsweise Nichtverhaltens auf Fraser Island angedeihen. Zusammengefasst gibt es im Wesentlichen zwei Klassen von Dingen, die man dort nicht tun sollte, und die sich in ihren Konsequenzen unterscheiden. Erste Klasse: Dinge, für die man grotesk hohe Strafen zu zahlen hat (Beispiele: Müll wegwerfen, in die Büsche koten, einen der omnipräsenten Dingos füttern). Zweite Klasse: Dinge, bei denen man stirbt (Beispiele: Im Meer schwimmen, Schlangen ärgern, gestrandete Giftquallen anfassen). Derart gut vorbereitet genoss ich am Abend entsprechend sorglos mit meiner dänisch-englisch-irisch-walisischen Gruppe das eine oder andere Kennenlern-Pint.

Am Montag folgte dann die große Abreise. Es dauerte um die zwei Stunden, bis alle Gruppen ihre Nahrungsmittel, Geschirr und Zelte in den Jeeps und Anhängern verstaut hatten. Bereits auf dem Weg zur Fähre nahm das Drama dann seinen Lauf. Nachdem es am Vortag noch sonnig und warm gewesen war, begann es nun stark zu regnen. Ein Zustand, der sich in den folgenden drei Tagen nicht mehr wesentlich ändern sollte. Trotzdem war die Freude an der ersten Fahrt auf der größten Sandinsel der Welt (kleines Revival: Superlativ des Tages!) eine große. Mit circa 60 Stundenkilometern fährt man in den allradbetriebenen Fahrzeugen hauptsächlich den schier endlosen Sandstrand entlang. Dies ist exakt das, was man im Deutschen für gewöhnlich als einen Heidenspaß bezeichnet! Nach einem Bad in einem der zahlreichen Seen der Insel und einem - glücklicherweise überdachten - Picknick schlugen wir dann unser Zeltlager auf. Den Abend verbrachten wir dann damit, die eigens in Kühlboxen mitgeführten Alkoholika zu konsumieren.

Der zweite Tag war dann der vom Wetter her beste; was jedoch lediglich bedeutet, dass es nur stark bewölkt war und der Regen größtenteils ausblieb. Erneut wurde gebadet, dieses Mal in einem Bach, welchen man sich vorzüglichst hinabtreiben lassen konnte. Des Weiteren wurde der eine oder andere Aussichtspunkt angesteuert und natürlich weiterhin dem rallyeartigen Fahren am Strand gefrönt. Am nächsten Tage traten wir dann bereits am frühen Nachmittag den Rückweg in Richtung Rainbow Beach an - aufgrund des extremen Regens bestand auch keiner der Tourteilnehmer auf einem längeren Verweilen. Als Fazit zu dem Trip kann ich nur sagen: Er war trotz des bescheidenen Wetters extrem spaßig, allerdings eben auch unglaublich nass und naturgemäß sehr sehr sandig. Selten in meinem Leben habe ich mich so sehr auf eine Dusche gefreut, wie dies nach der Rückkehr von der Insel der Fall war. Eine mehrere Millimeter dicke Sandschicht und komplett durchnässte Klamotten zeugten davon, dass auch meine Mitreisenden diesen Wunsch hegten.

Doch war dies nur die erste von zwei Touren, die ich nun innerhalb von knapp zehn Tagen unternehmen werde. Von Airlie Beach aus, welches ich in einer recht sportlichen, insgesamt siebzehnstündigen Busfahrt erreichte, geht es morgen, also am Sonntag, auf einen Trip zur Gruppe der (angeblich legendär schönen) Whitsunday Islands, und zwar auf einem Segelboot. Ich hoffe stark, dass sich mein Glück im meteorologischen Bereich bis dahin wieder zurück gemeldet haben wird!
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Comments

Die Eltern on

Vielerorts ist es gute Sitte, von Reisen etwas heim zu bringen, etwa Straßenköter aus Ibiza (sehr hipp!) oder geschundene Esel von Kreta (eher sperrig). Wie wäre es da mit einem Dingo aus Somewhere-Beach? Er könnte Dir doch als treuer Begleiter dienen, gleichzeitig Dir Deine Reise in steter Erinnerung halten. Übrigens, falls Du darüber noch nicht nachgedacht resp. anderweitig entschieden hast: Wir brauchen eine neue Fußmatte für unser Haus (die alte von Aldi ist auf), gern auch in Form eines Wombat-Pelzes.

Bali on

This sounds amazing! Sorry about the weather but it's probably better to have wet sand all over than the dry stuff that stings when it hits you. I remember after I was in East Timor my legs were black from the sand there. And the first time I washed them it looked like black ink going down the drain.

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