No worries und savoir-vivre

Trip Start Jul 15, 2011
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Trip End Feb 15, 2012


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Flag of Australia  , New South Wales,
Friday, November 25, 2011

Auch meine Reise entlang der australischen Ostküste nimmt nun unaufhaltsam ihren Lauf. Nach dem Start in Sydney bin ich mittlerweile im gut 800 Kilometer weiter nördlich gelegenen Byron Bay angekommen. Selbstredend überquerte ich diese Distanz jedoch nicht in lediglich einer Etappe, sondern legte auf dem Weg noch zwei Zwischenstopps ein. Von ebendiesen Zwischenstopps sowie meiner Zeit in ebendiesem Byron Bay soll hier heute die Rede sein.

Nachdem ich mich in Sydney dazu entschlossen hatte, als Transportmittel für meine hiesigen Abenteuer ein Angebot der Firma Greyhound Australia wahrzunehmen, welches mich dazu berechtigt, die Strecke Sydney-Cairns in (im Rahmen der angebotenen Zwischenhalte) beliebig viele Teilabschnitte zu unterteilen, wählte ich als ersten Zwischenstopp das Hunter Valley, knapp drei Stunden nördlich von Sydney gelegen. Jenes Hunter Valley ist das älteste und bekannteste Weinanbaugebiet Australiens, und genau dies ist auch der Hauptgrund - genauer genommen eigentlich der einzige -  weswegen man als Tourist dort hinfährt. Da ich leider nicht an einer der geführten Tour teilnehmen konnte, die eine Auswahl der weit über 100 Weingüter des Tale abklappern, war ich diesbezüglich auf mich alleine gestellt. Somit hatte ich keine andere Wahl, als mir ein Fahrrad zu leihen (die Reaktion, die diese Tatsache bei einigen Lesern hervorrufen wird, kann ich mir bildlich vorstellen!), und auf diesem in Eigenregie die verschiedenen Winzer zu besuchen.

Nun kam es, wie es kommen musste: auf jedem Weingut wird nämlich der eine oder andere Tropfen degustiert! Selbstverständlich ignorierte ich hierbei die zur Verfügung gestellten Spucknäpfe konsequent und ließ den einen oder anderen Chardonnay, Sauvignan und Semillon meine Kehle hinunterlaufen. Bei den Proben war es lediglich ein wenig unangenehm, dass die jeweiligen Winzer natürlich auch eine wohl artikulierte Meinung zum jeweiligen Erzeugnis erwarteten. Ich, wenn auch ein Connaisseur, so doch sicherlich kein Sommelier, musste mir hierbei die eine oder andere Phrase aus den Fingern saugen (Auszug: "Mir gefällt es, wie fein die Säure in diesem Wein ausbalanciert ist!"), fiel aber hierbei hoffentlich nicht zu negativ auf. Die ganze Probiererei hatte definitiv den Vorteil, dass sich das Gestrampel auf dem mir ja an sich verhassten Drahtesel mit der Zeit immer müheloser gestaltete.

Nach diesem Tag im Zeichen der Traube stand als nächstes Ziel der Badeort Coffs Harbour auf dem Programm, der sicherlich nicht als allzu spektakulär bezeichnet werden kann. Neben den schönen Stränden, an denen es sich dort trefflichst herumgammeln lässt, wird für mich vom dortigen Aufenthalt hauptsächlich der gemeinsame Alkohol- und Grillgutkonsum mit einer Gruppe von circa zehn Australiern in Erinnerung bleiben, die für das Wochenende im Hostel eingefallen waren.

Seit mittlerweile auch schon wieder fünf Tagen bin ich nun allerdings in Byron Bay, das von manch einem als eines der absoluten Highlights der gesamten Ostküste bezeichnet wird. Ich kann nur sagen: zurecht! Traditionell haftet diesem überschaubar großen Ort ein eher alternatives Image an, das sich heute noch im Stadtbild wiederspiegelt. So werden an allen Ecken Didgeridoo-Kurse und ganzheitliche Massagen, die irgendwie "den Energiefluss erhöhen" oder so, offen angeboten. Auch den Gesang der Hare Krishna habe ich in den Straßen dieses Städtchens bereits vernehmen können. Darüber hinaus ist es aber ebenfalls eines der beliebtesten Ziele im nördlichen New South Wales, was Wassersport und Strandurlaub angeht, und entlang der zerklüfteten Küste lässt es sich weiterhin hervorragend spazieren gehen. Meinen Aufenthalt hier habe ich aus diesen Gründen bereits zweifach verlängert, und werde nun insgesamt eine komplette Woche lang hier verweilen.

Doch auch die nächsten Abschnitte meiner Reise sind bereits in Planung. Als nächste Station steht mit Brisbane die viertgrößte Stadt Australiens, von wo aus es dann weiter in Richtung der touristisch populärsten Inseln geht, die der Küste hier vorgelagert sind. Die Rede ist von Fraser Island und der Gruppe der Whitsundays. Bevor ich dort eintreffen werde, wird jedoch noch einige Zeit verstreichen, welche ich Euch mit dem einen oder anderen Blogeintrags versüßen möchte.
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Comments

Die Eltern on

Auf dem dritten Photo meinten wir zunächst Dich zu erkennen (Person rechts); allerdings bemerkten wir unseren Irrtum, denn Du rauchst ja nicht, oder? Eine gewisse Ähnlichkeit ...

Janke on

Deine bildliche Vorstellung war mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit für unsere Reaktionen nicht ausreichend! Haben lange nicht mehr so lachen müssen...

Aus dir wird noch mal was, Junge!

Fiete on

"Der letzte Fußgänger" auf einem Fahrrad, dazu ein herrlich boshafter (und ungemein passender) Kommentar vom Erzeuger ... ich habe schallend gelacht!

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