The Island of Hawaii

Trip Start Jul 15, 2011
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Trip End Feb 15, 2012


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Where I stayed

Flag of United States  , Hawaii
Wednesday, September 28, 2011

Neue Woche - neue Insel. Auf der Insel Hawaii selbst, im coolen Einheimischensprech und dementsprechend auch im weiteren Verlauf dieses Blogs stets als "The Big Island" bezeichnet, gehen die Uhren ein wenig anders als auf Oahu. Dies liegt vor allem daran, dass hier nicht diese riesigen Touristenströme vorzufinden sind, und führte dazu, dass ich gerade im Bereich der Tiersichtungen wieder einiges zu vermelden habe.

Bereits im vorherigen Eintrag präsentierte ich ja ein Bild einer Suppenschildkröte. Während dieses Exemplar jedoch denkbar träge im Sand lag, erblickte ich beim Schwimmen an der Nordküste Big Islands ein weitaus dynamischeres, das unvermittelt neben mir im Wasser erschien. Schreckhafte Individuen wie mich, die zudem noch durch die Begegnung mit dem Hornhai in San Francisco nachhaltig traumatisiert sind, überkommt doch ein gewisser Schauder, wenn neben ihnen mitten im Wasser ein größeres Tier auftaucht. Diese anfängliche Verwunderung überwindend, gelang es mir dann jedoch, noch einige Meter mit dem gutmütigen Reptil mitzuschwimmen und es hierbei genauer zu betrachten.

Auf meiner hiesigen Tour, die mich entgegen des Uhrzeigersinns von Kailua-Kona aus in meinem gemieteten Chevrolet Malibu um die Insel führte, stoppte ich des Weiteren noch an der Kealakekua Bay, dem Sterbeort von Captain James Cook. Dort entlieh ich mir ein Kajak, mit dem ich über die Bucht paddelte. Hierbei tauchte unmittelbar neben meinem Kajak eine Schule Delfine auf, die sich in bester Flipper-Manier auch für den einen oder anderen Sprung aus dem Wasser heraus nicht zu schade waren. Anzahl der verwertbaren Fotos, die ich von dieser Begebenheit schoss: 0.

Ebenfalls in der Kealakekua Bay schnorchelte ich. An den dortigen Riffen bekam ich dann die volle Farbenpracht der hier heimischen Fische, Seeigel, etc. geboten - ein Anblick, den ich bislang nur von Besuchen in Aquarien kannte. Nicht zuletzt erblickte ich dort auch den offiziellen "state fish" des Staates Hawaii. Die Rede ist natürlich vom Humuhumunukunukuapua'a, auf deutsch geringfügig langweiliger (wenn auch kaum kürzer) als Diamant-Picassodrückerfisch bezeichnet. Den musikalischen Schöngeistern unter Euch - und ich weiß, dass da einige zu finden sind - sei an dieser Stelle der Song "My Little Grass Shack in Kealakekua, Hawaii" ans Herz gelegt, in dem unter anderem auch ebendieser Humuhumunukunukuapua'a Erwähnung findet.

Nochmals zusammengefasst: beim Schnorcheln in der Kealakekua Bay sah ich einen Humuhumunukunukuapua'a. Wie an diesem Satz und auch an nahezu jedem hawaiischen Straßenschild abzulesen ist, sind die einprägsamen Namen die Stärke der hawaiischen Sprache nicht. Dies liegt unter anderem daran, dass es in ihr nur dreizehn unterschiedliche Laute gibt. Dadurch klingt alles immer nach "Hulahula" und man kann sich kaum einen Namen für mehr als zehn Sekunden merken. Meine bevorzugte Radiostation auf meinen längeren Fahrten über diese größte Insel der USA ist dann auch selbstredend eine, die überwiegend Songs in hawaiischer Sprache spielt. Der unfassbarste war bislang eine hawaiische Variante von "Born in the USA". Die kantigen Gitarrenriffs waren durch seichtes Ukulele-Geklampfe ersetzt, die lautarme Sprache tat das Ihrige hinzu. Hierdurch ergab sich ein akustischer Gesamteindruck, der die Vermutung nahe legt, dass der Vietnamkrieg bis heute andauern würde, wenn alle Protestsongs gegen ihn so geklungen hätten wie dieses hawaiische Erzeugnis.

Ich schweife jedoch von den harten Fakten meines Aufenthalts ab! Selbstverständlich war ich auch im Hawaii Volcano National Park, wo sich momentan zwar leider (das heißt: einige sehen das wohl auch recht positiv!) keine fließende Lava, dafür aber das eine oder andere erkaltete Lavafeld besichtigen lässt. Die mondähnliche Landschaft, kombiniert mit dem sprießenden Regenwald, der sich das Territorium langsam zurück erobert, machten den Aufenthalt dort besonders. Generell ist die landschaftliche Vielfalt auf Big Island wirklich beeindruckend. Fährt man zunächst noch durch riesige Ebenen von vulkanischen Gestein, so findet man sich kurz danach in einer wüstenähnlichen Umgebung oder auch mitten im Regenwald wieder. Dies erklärt sich aus dem besonderen Klima dieser Insel. Bestimmt. Vielleicht. Vermute ich mal.

Nach einem Besuch an der Südspitze Hawaiis, die gleichzeitig auch den südlichsten Punkt der USA markiert, bin ich nun bereits wieder auf dem Rückweg Richtung Kailua-Kona, von wo aus ich am Samstag nach Honolulu, und von dort am Sonntag nach Nadi, Fidschi, fliegen werde. Nach Kanada sind die USA mithin das zweite Land, das ich zumindest für die Dauer dieser Reise nicht wieder besuchen werde. Da mein Aufenthalt hier ja doch etwas zerstückelt war, ging ein wenig unter, dass ich mich auch in diesem Land insgesamt knappe vier Wochen lang aufgehalten habe. Mit den Südseestaaten Fidschi und Samoa als nächstes auf der Reiseroute fällt mir der Abschied allerdings nicht so furchtbar schwer. Nur wie es dort mit der Internetverbindung so aussieht, wird sich erst noch zeigen müssen. Schlimmstenfalls müsstet Ihr das eine oder andere Mal auf neue Einträge in Eurem Lieblinsblog etwas länger warten.
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Comments

Fiete on

Was bleibt uns als geneigten Leser anderes übrig, als Dir Deine Eitelkeiten nachzusehen, zu denen sich Dein (intellektueller) Hochmut bisweilen versteigt?

Bleib so wie du bist!

Bali on

Google translate was even more terrible then usual on this one, but basically I got what I needed to out of it.
Dolphin.
Sea turtle.
Picasso triggerfish.
Reef.
Snorkelling.


P.S. I think I know one more word of German besides Xbox. Island = Iceland? Because google thinks it is and it keeps throwing me off every time I read it its like "I thought he was in Hawaii not Iceland??"

Die Eltern on

Born in the USA, vielleicht wäre in der Hawaii-Version der Vietnamkrieg gar nicht erst entstanden, wenn da nicht das Grab eines gewissen J. Cook an das durchaus vorhandene, kriegerische Potential erinnern würde: Erst einlullen, dann zuschlagen! Und wenn das nicht helfen sollte, kann immerhin mit Vulkan-Sauce nachgegossen werden; sieh' zu, wie Du das überlebst, born to be wild in the US oder so! Respekt zollen wir Deinen Kanu-Aktivitäten. Offensichtlich schlägt hier Dein Wikinger-Gen zu, auch wenn die es nicht ganz bis nach Hawaii geschafft haben. Es grüßen Ranghild und Erik, der Rote.

oLi & Michi @ Hamburg on

http://www.youtube.com/watch?v=RAxBdYM8opg

Eeeeehhhhm.......wo ist mein Marn geblieben? Und wer ist Mayer Hawthorne ? :-)

Hoffe dir gehts gut und du erlebst weiter viel Gutes! Dank Michis Vater geniessen wir ja grade 3 Tage Intensivfeiern in der Hansestadt - wir sollten skypen!

Hugs from Hamburg!

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