Dschungel pur und Mordsgewitter

Trip Start Jul 12, 2013
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Trip End Aug 11, 2013


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Flag of Costa Rica  , Province of Limon,
Thursday, July 25, 2013

Unglaublich, unser Taxi steht schon vor 0800 h bereit für die Fahrt nach Moin. Wir werden von einem Chillenen, welcher hier als Kajakguide arbeitet, zur Ablegestelle für die Fahrt zum Tortuguero-NP gebracht. Nach Limòn geht's die letzten paar Kilometer auf Schotterpiste an meist sehr einfachen Häusern vorbei. Die Ablegestelle ist wie alles hier eingezäunt. Wir müssen 45 Min. warten. Als ich mich für ein Foto des Chiquita-Frachters gegenüber mal kurz 100 m entferne, werde ich von einem Angestellten höflich aber bestimmt zurück gerufen. Ob wegen dem Schwerverkehr auf der Strasse (heute hat es aber kein Verkehr) oder wegen Überfällen ist mir nicht klar. Das Bild mache ich dann doch noch. Nach dem Einsteigen müssen wir noch warten. Wohl auf weitere Gäste - Pustekuchen, auf's Benzin! Kaum zu glauben, seit langem scheint wieder mal die Sonne, was alle Touristen sehr geniessen, auch die drei anderen Schweizerinnen auf dem Boot. Die Kanäle habe extrem viel Wasser, weshalb wir zunächst häufig langsam fahren, um nicht mit Treibholz zu kollidieren. Dann gehts in rasanter Fahrt in Richtung Tortuguero. Unterwegs können wir verschiedene Tiere beobachten, Wir erhalten genügend Zeit zum Bilder schiessen. Höhepunkt sind die riesigen Krokodile auf einer Sandbank (endlich wieder mal ein Sonnenbad nehmen!) und später am Ufer. Ausserdem sehen wir rosarote Löffelreiher sowie weisse Reiher, zahlreiche grosse, blaue kleine gelbe Schmetterlinge (meist in Pärchen) und ich entdecke noch zwei kleine Schildkröten. Nach einer Pause geht es weiter durch das Kanallabyrinth. Die Wasserwege sind nun meist recht breit. Zu Beginn waren sie teilweise recht schmal. Die Vegetation wechselt häufig und fast immer ist es ganz einfach "faszinierender Dschungel". Scheinbar unmöglich, vom Wasser aus einzudringen.
Einige Male geht der Bootsführer nach hinten um den Motor zu checken, derweil das Boot alleine weiter fährt. Fragende Blicke der Fahrgäste bleiben jeweils nicht aus... Mein Gehör und mein Gesäss wiesen mich auf gewisse Zündaussetzer hin, aber wir kommen sicher und in vollem Tempo um 1400h an.
Wir werden gleich zur Unterkunft gebracht, einer tollen Lodge direkt am Fluss. Begrüssungsdrink von der Chefin, hübsche Details im Zimmer: Badetücher kunstvoll zu einem Herz drapiert, WC-Papier zu einem Schiffchen. Was wir weniger goutieren: Wir möchten gerne das grosse Vordach zu Trocknen einiger Kleider nutzen und ich spanne sofort unsere Leine auf. Dies wird nicht toleriert, wir könnten die Leine des Hotels im Freien nutzen, es beginnt aber gleich wieder ewtas zu regnen. Die Leine schmückt dann unser Zimmer (mit Venti)...
Bummel von unserer Lodge am Nordende des Orts zum NP-Eingang am anderen Ende, alles sehr überschaubar, autofrei, sehr touristisch, vor allem entlang des Hauptweges, aber die herausgeputzten Shops fallen eher negativ auf sie passen nicht zu den vielen sehr einfachen Hütten der Einheimischen. Die aktuelle Hochwassersituation (Springflut) hat die Wiesen unter Wasser gesetzt. Einige Kinder geniessen das, sie spielen mit einfachsten selbst gemachten Schiffchen. Nach 1600 verschwinden die Leute plötzlich wie vom Erdboden, der Ort ist fast leer!? Klar, die Tagestouristen sind weg - wie schön!
Nachtessen bei uns in der Junies Lodge: ausgezeichnet, so wie auch im Reiseführer vermerkt. Dann tolle Schildkrötentour mit Barbara, sie hatte doch noch zwei Plätze für uns frei. Am Strand beim Airstrip können wir zwei Schildkröten beobachten, eine beim Ablegen der Eier und beim Schliessen des Nests, eine Andere bei der Rückkehr ins Meer, es ist auch jetzt wieder fasznierend. Man weiss immer noch sehr wenig über diese Tiere. Eines kehrte kürzlich nach 38 Jahren (!!!) wieder an diesen Strand zurück. Unser ganzer Ausflug inkl. Bootsfahrt waren trocken. Unser ulkiger Nachtwächter, ein älterer Jamaikanertyp, meint allerdings, die zweite Gruppe (2200 - 2400h) werde Regen abkriegen. Er sollte Recht behalten. Es wird eine extrem laute Nacht. Mehrere Gewitter entladen sich direkt über uns. Weil wir nicht schlafen können geniessen wir mal den Blick von der Veranda. Es leuchtet und knallt all überall.
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