Whitsunday Islands, Bowen, Townsville

Trip Start Feb 08, 2009
1
28
30
Trip End Aug 28, 2009


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Where I stayed
Wicked Camper

Flag of Australia  , Queensland,
Saturday, June 27, 2009

Für den 22. Juni haben wir uns dann vorgenommen, in Airlie Beach ein Segelschiff zu buchen. Mein Plan war eigentlich ein Fährenticket zu kaufen und so drei Inseln auf eigene Faust zu erkunden, allerdings war diese Variante unbezahlbar und so beschlossen wir dann doch ein Segelschiff zu buchen. Im Beaches Reisebüro wurde uns dann die Matador empfohlen, da sie als einziges Schiff auch Camping an Land anbietet. Am 23. Sollte also die große Reise los gehen – 2 Tage, 2 Nächte. Der erste Tag begann erst um 2 Uhr nachmittags und endete relativ enttäuschend. Das Schiff war lange nicht so schön, wie die Kiana letztes Jahr, das Essen war katastrophal und letztendlich wurde uns auf dem Schiff vom Camping eher abgeraten, da wir die einzigen in nur drei Zelten gewesen wären und das Resort mehrere hundert Meter von den Zelten entfernt sei. Inzwischen war es auch stockduster und wir hatten nur die Möglichkeit alleine mit einer Taschenlampe über die Insel zu wandern. Dass Tim und Lean nur keine Lust mehr hatten, uns mit dem kleinen Boot zur Jetty (zum Steg) zu fahren, wurde uns dann erst am Ende des darauffolgenden Tages bewusst. Dazu aber später mehr. An diesem Abend gingen die zwei von Board und schienen sich etwas voll laufen zu lassen. Lean hat dann das ganze Boot mit seinem Schnarchen wach gehalten. Ich sagte mir dann immer selbst: dieses mal waren es ja auch „nur" 280 Dollar und nicht 460 wie letztes mal. Dieses mal fuhren wir allerdings auch nicht bis zum Reef raus, sondern blieben an den Whitsundays. Die erste Nacht verbrachten wir vor Hook Island. Am Mittwoch war dann aber der Tag gekommen: gleich als erstes Ziel steuerten wir Whitehaven Beach an! Der weißeste Strand der Welt, das Paradies! Mein erster Eindruck war dann eher negativ, löste sich aber sehr bald in Luft auf, denn die volle Pracht und Schönheit entfaltet sich erst mit den ersten Sonnenstrahlen. Der erst gar nicht sooo weißte Strand wurde plötzlich blendend weiß und das eher trübe Wasser verwandelte sich in meine Lieblingsfarbe: ein wunderschönes kräftiges türkisblau! Genau hier her wollte ich noch mal und nun stand ich da wieder. Blaue Soldatenkrebse liefen über den weißen Puderstrand und im Wasser tummelten sich kleine Haie und Stachelrochen. Ich war mit meinen beiden (Profi)Kameras ausgerüstet und teste jegliche Einstellung aus und fotografierte jedes Sandkorn, jeden Stock und jeden Stein. Und immer und immer wieder das wunderschöne blaue Wasser. Nach einem zweistündigen Strandspaziergang mit Baden mussten wir uns leider wieder verabschieden und gingen rauf zum Lookout, von wo man noch mal einen schönen Überblick über den Whitehaven Beach hatte. Dann trafen wir uns auf der anderen Seite der Landzunge an der Tongue Bay und wurden von Tim mit einem Schlauchboot abgeholt, dass uns dann wieder zur Matador fuhr. Matador? Wir tauften das Schiff aber die Black Pearl (angelehnt an den Film „Fluch der Karibik“) und spielten Piraten. Ich beteiligte mich zwar eher weniger an dem Spiel, allerdings bekamen die meisten „schöne“ Piratentattoos mit einem dicken Edding verpasst und in regelmäßigen Abständen schrie irgendwer „Yaaarrrr“. Dann ging es zur Border Island zum Schnorcheln und für einige auch zum Tauchen. Die Sichtbedingungen waren allerdings ziemlich schlecht, das Wasser war sehr milchig, und ich verzichtete auf das 60$ teure Vergnügen. Anschließend ankerten wir wieder vor Hook Island, wo wir nach dem Dinner gefragt wurden, ob wir mit in die Bar kommen wollen. Rugby (QLD gegen NSW – ein großes Spiel) lief an dem Abend und unsere Guides hatten anscheinend wieder großen Durst. Ich war neugierig, was uns auf der Insel erwarten würde, da dort ja auch unsere Zelte standen. Ein vielleicht 200 Meter langer Weg führte zu den Zelten, welche wiederum vielleicht 50 Meter vom Resort entfernt waren. Sagte Tim nicht gestern „mehrere 100 Meter“? Na ja, auch wurscht jetzt. An der Barefoot Bar holten wir dann insgesamt vier Jugs Goonolada und teilten die auf vier Personen auf. Es blieb uns sozusagen keine andere Wahl, da wir das Schnarchen nicht noch mal so mitkriegen wollten, haha. Da wir in zwei Booten zurück gebracht werden mussten, warteten wir auf das zweite. Leider kam das aber irgendwie nicht mehr. Unsere Skipper waren wohl wieder mit irgendwas anderem beschäftigt. Also fuhr uns ein Tom zurück zu unserem Schiff. Ich möchte ehrlich gesagt nicht wissen, wie viele Promille die einzelnen Personen an dem Abend so ausgepustet hätten, aber die scheinen das ja geübt zu sein. Dann fielen wir auch schon ins Bett. Um 6:30 Uhr rappelte es mit dem Geschirr direkt neben mir. Jenny machte Frühstück. Wenn es wenigstens geschmeckt hätte, aber es gab nur kaltes Toast, Vegemite, gesalzene Butter, Peanutbutter und Honig. Das Obst war völlig fad und lediglich aufgeschnitten aber nicht geschält. Ich war trotzdem wieder die erste, die aufgestanden ist. Seit dem ich einige Zeit bei Logan verbracht habe, ist 7Uhr meine Aufstehzeit und ich bin auch nicht mehr müde. Danach segelten wir dann zurück. Trotz extrem niedriger Windstärke sind wir gesegelt, wir hatten einfach zu viel Zeit. Dann fuhren wir sogar eine Regatta mit einem anderen Schiff namens Boomerang und verloren diese, haha. Aber, und jetzt kommts: Wir haben Wale gesehen! Und zwar ziemlich nah. Also ich habe nicht nur das Sprühen gesehen, sondern auch den Rücken und die Schwanzflosse. Schööööööööööööön!!! Das habe ich mir so gewünscht! Auf dem Hinweg am Dienstag war ich übrigens auch die erste, die Delphine gesichtet hat. Diese sprangen nämlich ganz ganz nah am Segelschiff mehrmals hoch. Fazit: in 3 Tagen: Delphine, Haie, Stachelrochen und WALE! Mit dem Wetter hatten wir auch super Glück! Zwar hingen immer mal wieder Wolken am Himmel aber die Sonne wurde so gut wie nie bedeckt. Letztendlich war der Segeltrip also doch wirklich wirklich schön und lohnenswert.

Nach dem wir in Airlie wieder angekommen waren, machten wir uns erst mal sofort auf den Weg zum Koala Resort und Camping Platz, wo wir einfach heimlich die Toiletten und Duschen nutzten. Die Dusche tat gut! Frisch und fröhlich machten wir uns (mit einem Stop bei Coles, wo wir Lebensmittel einkauften) auf den Weg nach Townsville.

Auf dem Weg lag Bowen. Bekannt? Nö? Mir auch nicht. Mein Lonely Planet sagte mir aber, dass der Film „Australia“ hauptsächlich hier gedreht wurde und Bowen als Darwin der 30er Jahre diente. Wir wurden mit einem Schild „Bowenwood“ (Hollywood) begrüßt und von sehr schönen Stränden überrascht. Den Drehort und einige Häuser aus dem Film fanden wir auch und hielten dies natürlich auf Fotos fest.

Weitere 100km führten uns durch die Abenddämmerung nach Townsville. Ich war völlig baff, als sich vor mir zum ersten mal seit Brisbane wieder eine Skyline eröffnete. Eine STADT!!! Ich dachte Townsville wäre auch so ein Dorf, aber mit rund der Hälfte an Einwohnern wie Magdeburg, erwartete uns plötzlich wirklich eine Stadt. Meine Freude stand mir sicher ins Gesicht geschrieben und im Dunkeln machte die Stadt auch schon einen recht hübschen Eindruck. Wir hielten als erstes an der Lagune, wo es öffentliche Toiletten gab und kochten uns Büchsenessen und aßen dazu Brot. Danach noch Zähne putzen und dann suchten wir uns eine abgelegene Straße, in der wir übernachten konnten. Isley Street hieß sie.

Am nächsten Morgen hielten wir erst wieder an der Promenade, machten uns fertig und liefen dann von dort aus in Richtung Stadt. Unterwegs entdeckten wir an der Promenade so einige interessante Dinge. Sportgeräte zum Beispiel. Einfach so für die Öffentlichkeit und mit einem Schild daneben, was man daran machen kann. Wir sahen auch sehr viele Leute joggen und trainieren. Außerdem gibt es dort Postkastenartige Behälter, in denen sich Essig (Vinegar) befindet. Die Erste Hilfe Maßnahme bei Quallen, die es aber zur Zeit nicht geben dürfte. Dann sind wir an einem kleinen aber kostenlosen Wasserpark für Kinder vorbei gekommen, an einem Schwimmbad, an einem Wasserfall – und ja, wir waren mitten in der Stadt, an der Promenade! Am Hafen entlang, durch den Anzac Park und letztendlich kamen wir am Reef HQ an, einem Unterwassermuseum, von dem ich sogar schon mal in Deutschland im Fernsehen gehört habe. Viele Beiträge wurden von der JCU (James Cook University) beigesteuert, die damals meine zweite Option neben der QUT gewesen wäre. Wir nahmen an Führungen teil, die alle sehr interessant waren. Die erste über Korallen und die Zerstörung dieser, die zweite war eine Dive Show, in der ein Taucher in einem großen Aquarium tauchte und durch seine Spezialmaske mit uns redete und erklärte, die dritte Tour war dann über gefährliche Kreaturen. Hier muss ich sagen, habe ich einige wohl sehr wichtige Dinge erfahren. Man hört ja immer nur von den Quallen, Krokodilen und Haien. Allerdings gibt Steinfische direkt im flachen Wasser und die Gefahr auf einen drauf zu treten, ist recht hoch. Daher hier oben nicht mehr barfuß am Strand (im flachen Wasser) lang! Dann gibt es noch einige andere Quallen, Seeschlangen und einen Fisch (Name vergessen, der hat so federartige Flossen), die ganzjährig vorkommen. Und es gibt eine Schneckenart, die mit ihrer schönen Muschelschale prahlt und die man so gerne mal aufheben möchte. Wenn man das allerdings tut, kommt sie raus und injiziert ebenfalls ein tödliches Gift. Nach diesem Vortrag habe ich eindeutig genug gehört, das Meer ist für mich nördlich der Fraser Coast absolut tabu. Hier in Townsville gibt es einen mit Netzen abgesteckten Strandabschnitt. Wenn man allerdings im Reef tauchen geht: Die Quallen kommen nicht so weit raus und ansonsten trägt man ja beim Tauchen einen Stingeranzug, der vor eigentlich Allem schützt. Es sei denn ein Hai bekommt Hunger, aber das ist ja auch unwahrscheinlich. Danach haben wir dann noch einen Vortrag über Haie gehört, waren in einer interaktiven Zone (eher was für Kinder, als für mich) und sind dann raus. Eigentlich wollte ich danach noch ins Cultural Centre (Aboriginal Shows etc) aber die haben zur Zeit aus technischen Gründen zu. Auf der Suche nach etwas Essbarem haben wir die Einkaufsmall erkundet. Das Essen war mir überall zu teuer dafür dass ich gar nicht so richtig Hunger hatte. Dirk ist dann noch mal zurück, während ich schon zum Auto gegangen bin. Mir hat eine Schnitte und zwei Kiwis gereicht. Ich fing dann schon mal an, meine Fotos auf den Laptop zu spielen und als Dirk kam, sind wir zum Castle Hill gefahren. Castle Hill ist ein 300m hoher rötlich gefärbter Felsen, der Townsvilles Skyline prägt und der eine spektakuläre Aussicht auf die Stadt und die Cleveland Bay bietet. Anschließend hat Dirk dann die zwei Häfen angefahren, von denen die Fähren von Townsville nach Magnetic Island führen. Er hatte sich überlegt, einen Roller oder irgendwas auszuleihen und einen Tag lang die Insel abzufahren. Klingt nach einer Menge Spaß, aber ich kann mein Geld nicht mehr so rausfeuern, also habe ich mich dazu entschieden, heute einfach nur den Strand zu genießen. Magnetic Island lässt sich auch vom Strand aus ganz nett betrachten. ;-)

Das war's dann jetzt erst mal wieder von mir, liebe Grüße aus dem heute 30 Grad warmen und sonnigen Townsville!
Franzi
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