El volcan es en erupcion

Trip Start Apr 07, 2011
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Trip End Dec 08, 2012


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Flag of Chile  , Lake District,
Monday, March 26, 2012

Wenn einem in die Suppe gespuckt wird, dann meistens gleich von mehreren Seiten. Nach den erholsamen Tagen auf Chiloe wollten wir noch einen viertaegigen Trek im chilenischen Lakes-District machen. Dort hat der Vulkan Puyehue vor 50 Jahren die der Schweiz gleichenden gruenen Wiesen und Waelder in eine Lavawueste mit Geysiren und Fumarolen verwandelt. In den heissen Quellen kann man sogar baden, was dem Trek den Namen Banos de Caulle eingetragen hat. 
Am Abend vor unserem Transfer von Castro nach Osorno und in den Nationalpark sagte ich zu Cloeidi, mehr aus gespieltem Fatalismus als Wissen: "...falls der Trail offen ist..."
Warum sollte er denn geschlossen sein? Ist ja nur ein Vulkan in Chile. Eine kurze Suche auf dem Internet fuehrte zu einem Eintrag in einem Reiseforum, welcher besagte, dass vor drei Wochen die Infos bezueglich Begehbarkeit des Weges nicht gerade ermutigend ausgefallen waeren
Also lief ich in Osorno vor dem Proviantkauf noch quer durch die Stadt zum Tourismusbuero. "Der Nationalpark? Ist offen, klar! "
"securo?" mein ernster Blick liess ihn wohl zweifeln.
"Also, das Buero vom Conaf (Nationalparkbehoerde) ist da und dort, 5 Blocks nach links, dann zwei rechts"
Ob denn Busse von hier nach Anticura, dem Ausgangspunkt des Treks fahren, wie unser Wanderbuechlein behauptet?
"Nein, keine Busse". Also noch ein zu loesendes Problem, FALLS der Trail offen ist.
Nach weiteren 20 Minuten Eilmarsch stand ich wieder im Tourismusbuero. Ich hatte das Conaf nicht gefunden und niemand in der Strasse wusste davon.
"Uups, zwei Blocks daneben, disculpe" war die lappidare Antwort.
Wieder zurueck, zuegig, denn hier sind die Staatsbeamten manchmal in Siestamodus. Diesmal fand ich das Conaf-Buero, der letzte Office-Ranger drehte gerade mit einem Seufzer der Erleichterung den Schluessel der Aussentuere.
"Ist das Buero geschlossen?"
"Jetzt ja, aber was musst Du denn wissen?"
Mit meinem Espanol-Primitivo erklaerte ich ihm das Problem. Seine Antwort war relativ ausfuehrlich. Kurz gesagt: el volcan es en erupcion. Von ihnen sei, ausser zwei Vulkanologen niemad mehr dort. Es habe ziemlich viel Asche am Boden, in der Luft und auch im Wasser.
Das genuegte mir, um unseren Trek abzublasen. Ein spuckender Vulkan in einem unbekannten Gebiet ist mir zuwieder. Ich machte mich auf, zurueck zu Cloeidi, und fand auf dem Rueckweg prompt noch die Buskompanie, welche taeglich nach Anticura faehrt. Wie der Fehlinformationen spuckende Muchacho in der Turiinfo zu seinem Job kam, ist mir schleierhaft.
Mit einem Abendbus fuhren wir, natuerlich mit Grenzuebergang, nach Bariloche in Argentinien. Auf dem Bus trafen wir unsere Tschechen wieder. Romana und Marek hatten wieder einmal das selbe Reiseziel wie wir. Den spuckenden Vulkan sahen wir auch. Die Gegend um ihn herum war ziemlich verraucht und es lag tatsaechlich viel Vulkanasche herum. Bauchgefuehle sind manchmal keine schlechte Sache...
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