Ice!

Trip Start Apr 07, 2011
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Trip End Dec 08, 2012


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Flag of Antarctica  ,
Tuesday, February 21, 2012

Mindestens 1 Mal pro Tag bestiegen wir die schwarzen Zodiacs fuer eine "Crucero" ( Kreuzfaehrtchen). Schon nur die Einstiegsmanoever waren ein Abenteuer V.a fuer die aelteren Semester die schwer beladen (oder sollte ich sagen bewaffnet) waren mit Videokamera, Foeteler, Wanderstoecken und Binoks :-). Ich bin mir sicher, dass die Bootboys dem Wettergott jeden Tag ein dickes Dankeschoen fuer die spiegelglatte See waehrend dieser Transfers schickten. Trotz dieser idealen Bedingungen hatten sie noch genug zu tun mit Schwimmwesten zurechtruecken und Aufforderungen wie: "nein doch, bitte stuetzen sie sich mit ihrem Wanderstock nicht auf die Luftraupen des Bootes".
Mit diesen robusten Schlauchbooten, welche sogar duenne Eisschichten zu durchbrechen vermoegen, sausten oder glitten wir (je nach Temperament der Bootboys) zwischen den herrlichen Eisformationen hindurch. Zunaechst waren wir selbstverstaendlich erschlagen von der schieren Groesse der Eisberge. Gigantisch. V.a wenn man bedenkt, dass der sichtbare Oberflaechenteil der Eiskolosse je nach Eisalter (=unterschiedliche Dichte) nur ca. 10-25% der Gesamtmasse ausmacht. Diese Tatsache machte uns neugierig auf den Teil unter Wasser. Wir schraubten unsere kleine Tauchkamera aufs Stativ, schalteten den Videomodus ein und tauchten sie ein ins klare, hellblaue Wasser. Das Ergebnis weckte neue Traeumereien in uns: wie waere es mit einem Tauchgaenglein im eisigen Nass?!

Waehrend dieser Fahrten merkten wir schnell, das Eisberg nicht gleich Eisberg ist. Altes Eis ist durchsichtig hat abgeschliffene Kanten und sieht rundherum aus wie von einer Suppenkelle eingedellt. Junges Gletschereis (Suesswassereis) weist scharfe Bruchkanten auf und ist weiss. 
In den samtenen, wellenlosen Wasserflaechen der Paradise Bay erblickten wir nebst den Eisgiganten die perfektesten Landschaftsspiegel, die wir je gesehen haben.
Wir genossen jede Sekunde dieser Ausfluege. Waren allerdings sehr froh um unsere Polarkleidung.

Auch die kleinen Eisformationen waren zauberhaft. Unser argentinischer Bootsfahrer Pablo machte uns auf einen Eisschwan, ein Eisseepferdchen und auf Pancakeeisflaechen aufmerksam. Als wir ihn angrinsten, meinte er
verschmitzt: " You know, with tooo much sun on the head the immagination flies". 

Von einer dieser Cruceros brachte der Expeditionsleiter einen ca. 40 kg schweren Eisklotz mit an Bord um die Abendcocktails etwas aufzupeppen.

1-2 mal/Tag fanden echte Landgaenge statt. Schon ein merkwuerdiges Gefuehl, bewusst auf Gestein zu stehen, das Millionen von Jahren alt ist. Bei diesen Gelegenheiten gab es meistens Tiere zu beobachten und einen Aussichtspunkt zu erklimmen. Von dort genossen wir jeweils die phantastische Aussicht. Hoerten und sahen Eisberge auseinanderbrechen, lauschten aufgeregtem Pingugeschnatter und Vogelgeschrei oder genossen einfach nur die Stille....d.h wenn unsere Mitreisenden nicht gerade lautstark miteinander flirteten, eine ihrer endlosen Koepfe-Fotoaktionen zelebrierten oder die Schneehaenge hinunterschlittelten (soviel zu: bitte so wenig Impact auf die Natur wie moeglich). Einmal trieben sie es so bunt, dass einer der Guides einschritt: "Guys,why don't we take the chance and just listen to Antarctica!".
Diesen Naturguides-und Liebhabern muss man eh ein Kraenzlein winden fuer ihre Geduld mit uns. Manchmal sagten sie pro Gruppe nur 10 Mal/Tag, dass wir nicht auf das Moos/ Gras treten duerfen, weil sich das Gewaechs in diesem harschen Klima sonst monatelang nicht mehr erholt. Meistens aber sagten sie es doch eher an die 50 mal. Einzelbetreuung quasi:-)
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Comments

Nicole und Stefan on

es isch schoen z'gseh, dass das mit euem antarktis-abentuer no klappt hät. die wunderwelt hätted mir gern au erlebt. bsunders s'bade im wortwörtlich iischalte wasser.
gruess us Stäfa

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