Spiritueller Reifenwechsel

Trip Start Feb 05, 2011
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Trip End Ongoing


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Where I stayed
Fort Inn Guest House

Flag of Sri Lanka  ,
Monday, February 21, 2011

An der Bushaltestelle (wieder eine imaginäre) ziehen wir selbst so früh am Morgen den ersten Einheimischen an, dessen Enkel europäische Münzen sammelt. Gut scheinen wir nicht auszusehen um diese Uhrzeit, eher gutgläubig...
Der Bus für unseren Geschmack eigentlich schon voll, mit dürfen wir trotzdem; die Aussicht auf 5 Stunden Busfahrt im Stehen weitaus weniger reizvoll als die auf die Umgebung. Irgendwann bekommen wir freigewordene Sitzplätze zugewiesen: Olli dort, wo Frauen nicht sitzen dürfen - vorne, neben einem Mönch.
Unterwegs noch Reifenwechsel und Pause; durchs Fenster der Blick auf einen verkrüppelten Losverkäufer mit umgebauten Fahrrad und Mais aus einem gußeisernen Topf über offenen Feuer gekocht. Beides ungemein beliebte Anlaufstellen für busreisende Einheimische.
Inzwischen sind wir beide nebeneinander auf den "spirituellen Sitzen" Richtung Süden unterwegs. Scheint das Hochland noch "Lonely Planet Revier" zu sein, geht es an der Küste offensichtlich etwas pauschaler zu. Wer der Ansicht ist, dass Reisende und Touristen zwei Paar Schuhe sind, dürfte sich hier einiger verbaler Schulterklopfer sicher sein...
Auch dieser Bus ist wieder gut gefüllt; gesteuert von einer ruhigen rechten und einer nervösen linken Hand, wo unterhalb des Lenkers die Hupe angebracht ist. Ein System ist den vermeintlichen Zuckungen nur ansatzweise zu entnehmen und geht wenn überhaupt Richtung "Blech-Radar-System". Sobald sich ein anderes Vehikel in einem bestimmten Umkreis befindet oder aber zeitnah in den "Rowdy-Radius" eindringen könnte, wird gezuckt. Der Rest fährt irgendwo zwischen Vorsicht und Rücksicht...
Auf der Suche nach unserer Unterkunft laufen wir (beiderseits) unwissend in unsere Guest House Lady. Wir wissen so also gleich, das in unserer Herberge durchaus noch Betten leer stehen...
Beim Nachmittagsspaziergang "erkennt" uns tatsächlich jemand aus einem Hotel in Unawatuna; einem Ort von dem wir abgesehen von den "visuellen Schnipseln" die am Busfenster vorbeigeflogen sind absolut nichts kennen. Gehört haben wir von solchen "Geschichtenerzählern", hier gibt es sie also tatsächlich...
Wir streifen durch einen merkwürdigen Mix aus Straßenzügen: Moschee gegenüber vom Leuchtturm, holländische Kolonialbauten neben anderen "architektonischen Relikten mit asiatischem Anstrich".
Den Abend lassen wir im "Serendipity" ausklingen, einer Art Künstlerlokal und beinahe "eine Insel auf der Insel". Ausschneiden könnte man dieses Fleckchen und problemlos auf jeden europäischen Stadtplan kleben. Wohlfühlfaktor angenehm hoch. Für ein paar Souvenirs machen wir aus unserem Budget kurzerhand einen Etat, können aber trotzdem ruhig schlafen...
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