Heiliger Berg, göttliche Ausichten
Trip Start
Feb 05, 2011
1
11
33
Trip End
Ongoing
Sieben Minuten vor Zwei holt uns der Wecker unterm Moskitonetz hervor. Mit Verpflegung und Müdigkeit im Gepäck machen wir uns auf den Weg. Ramsch-Stände stehen Spalier für den Strom aus Pilgern, die vom Heiligen Berg aus der Sonne beim Aufwachen zusehen möchten. Generationen sind auch in dieser Nacht unterwegs; Kleinkinder werden (schlafend) getragen, alte Menschen (schlaftrunken) gestützt.Zweimal holen wir uns unterwegs buddhistischen Segen; inklusive Armband. Nun auch die Erklärung, warum auf Sri Lanka verhältnismäßig wenige Handgelenke frei von Stoff sind. "Spirituelle Accessoires" der besonderen Art also...
Hier und da machen wir Pause; durchschnaufen und "aufsaugen". "Mit Nordic Walking Sticks bewaffnete High-Tech-Deutsche" neben barfüßigen Sohlen, Flip-Flops oder Absatzschuhen - jeder leidet halt wie er möchte...
Die mehr als 5000 Stufen sind teilweise nur noch zu erahnen oder aber man könnte sich beinahe abseilen von Absatz zu Absatz. Der Weg verlangt einiges, verspricht aber ungleich mehr...
Einheimische sind teilweise mit Handtüchern unterwegs und aberwitzige Plüschmützen und Ohrenschützer schießen scheinbar wie Pilze aus dem Boden. So finden wir uns wenigstens gegenseitig urkomisch...
Die Spitze ist überwuchert mit Menschen; die Blicke und Objektive gen Horizont gerichtet. Wir suchen unseren "Augenblick" ein paar Stufen weiter unten. Auf die praktische "Umfallversicherung" können wir verzichten.
Berge stecken neugierig ihre Köpfe durch die Wolken, die sich in den ersten Strahlen des Tages aalen. Der Horizont malt Lichter und irgendwann steckt auch die Sonne ihr Gesicht unter der Wolkendecke hervor. 3,5 Stunden Aufstieg für gefühlte 3,5 Minuten Spektakel; aber auch ein Gefühl von Momenten, die keine Zeit kennen...
Der Abstieg fast noch schlimmer, scheint unterwegs Muskeln "zu erfinden", die irgendwann höllisch schmerzen werden. Bald sind wir zu Dritt, da sich ein Hund irgendwann vornimmt uns auf Schritt und Tritt zu folgen. Wartet Olli auf Irmi, wartet der Hund neben seinen Beinen. Machen beide Pause, liegt der Hund unter der Bank, versucht uns voreilig zum Weitergehen zu animieren oder liegt auf den Stufen neben uns. Selbst Einheimische glauben, dass der treue Vierbeiner zu uns gehört. Die Sonne brennt schon unerbittlich und scheint förmlich Gewichte an die Luft zu hängen...
Irgendwann sitzen wir dann doppelt beladen - mit Gepäck und Eindrücken - im Bus, wollen weiter. Die gleichen traumhaften Landschaften, Teepflückerinnen und Stoßgebete formen "das Mosaik Weg". Müdigkeit wandert unentwegt zwischen Körper und Seele hin und her.
Auf dem Weg nach Ella schüttelt der Zug Panoramen vors Fenster, die man so direkt verkaufen könnte. Irgendwann noch Regen, der eigentlich keiner ist, sondern eine Mauer aus Wasser.
In "Sita's Heaven" (auch das Londoner Pärchen konnte dieses Fleckchen hier "schwärmstens" empfehlen) nimmt uns Jeppi in Empfang. In sehr gutem Englisch erzählt er von seinem Land, dem System, Positivem wie Negativem, und wie alles begann, als er mit 8 Jahren das erste Geld verdient: als Guide für Touris in den umliegenden Bergen, deren Silhouetten gerade noch das "Ella Gap" vom Himmel abmeißeln...
Hier und da machen wir Pause; durchschnaufen und "aufsaugen". "Mit Nordic Walking Sticks bewaffnete High-Tech-Deutsche" neben barfüßigen Sohlen, Flip-Flops oder Absatzschuhen - jeder leidet halt wie er möchte...
Die mehr als 5000 Stufen sind teilweise nur noch zu erahnen oder aber man könnte sich beinahe abseilen von Absatz zu Absatz. Der Weg verlangt einiges, verspricht aber ungleich mehr...
Einheimische sind teilweise mit Handtüchern unterwegs und aberwitzige Plüschmützen und Ohrenschützer schießen scheinbar wie Pilze aus dem Boden. So finden wir uns wenigstens gegenseitig urkomisch...
Die Spitze ist überwuchert mit Menschen; die Blicke und Objektive gen Horizont gerichtet. Wir suchen unseren "Augenblick" ein paar Stufen weiter unten. Auf die praktische "Umfallversicherung" können wir verzichten.
Berge stecken neugierig ihre Köpfe durch die Wolken, die sich in den ersten Strahlen des Tages aalen. Der Horizont malt Lichter und irgendwann steckt auch die Sonne ihr Gesicht unter der Wolkendecke hervor. 3,5 Stunden Aufstieg für gefühlte 3,5 Minuten Spektakel; aber auch ein Gefühl von Momenten, die keine Zeit kennen...
Der Abstieg fast noch schlimmer, scheint unterwegs Muskeln "zu erfinden", die irgendwann höllisch schmerzen werden. Bald sind wir zu Dritt, da sich ein Hund irgendwann vornimmt uns auf Schritt und Tritt zu folgen. Wartet Olli auf Irmi, wartet der Hund neben seinen Beinen. Machen beide Pause, liegt der Hund unter der Bank, versucht uns voreilig zum Weitergehen zu animieren oder liegt auf den Stufen neben uns. Selbst Einheimische glauben, dass der treue Vierbeiner zu uns gehört. Die Sonne brennt schon unerbittlich und scheint förmlich Gewichte an die Luft zu hängen...
Irgendwann sitzen wir dann doppelt beladen - mit Gepäck und Eindrücken - im Bus, wollen weiter. Die gleichen traumhaften Landschaften, Teepflückerinnen und Stoßgebete formen "das Mosaik Weg". Müdigkeit wandert unentwegt zwischen Körper und Seele hin und her.
Auf dem Weg nach Ella schüttelt der Zug Panoramen vors Fenster, die man so direkt verkaufen könnte. Irgendwann noch Regen, der eigentlich keiner ist, sondern eine Mauer aus Wasser.
In "Sita's Heaven" (auch das Londoner Pärchen konnte dieses Fleckchen hier "schwärmstens" empfehlen) nimmt uns Jeppi in Empfang. In sehr gutem Englisch erzählt er von seinem Land, dem System, Positivem wie Negativem, und wie alles begann, als er mit 8 Jahren das erste Geld verdient: als Guide für Touris in den umliegenden Bergen, deren Silhouetten gerade noch das "Ella Gap" vom Himmel abmeißeln...



