Off to Arizona

Trip Start Sep 23, 2011
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Trip End Oct 14, 2011


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Flag of United States  , Arizona
Friday, September 23, 2011

Es geht mal wieder mit US Airways via Philadelphia über den "großen Teich". Den Flug haben wir im Mai gebucht. War mit einiger Sucherei verbunden, denn die Zeit der Tiefstpreise, die uns in den letzten Jahren so verwöhnt haben, sind wohl ein für allemal vorbei. 650 EUR mussten wir  überweisen, fast 200 EUR mehr als vor zwei Jahren für das Ticket nach Los Angeles mit British Airways.

BA wäre auch nach Phoenix der günstigere Anbieter gewesen. Ich hatte aber weder Lust auf Umsteigen in Heathrow, noch auf einen halben Tag am Stück in einer Maschine. BA fliegt als einzige Gesellschaft nonstop von Europa nach PHX. Sich an der Ostküste nach 9 Stunden Flug mal etwas die Beine zu vertreten, ist mir persönlich aber ganz recht. Dass das in Stress ausarten würde, konnten wir ja nicht ahnen...

Über den Flug gibt es fast nichts zu berichten. Der A330 ist schon etwas verwohnt (US renoviert hier demnächst die Flotte), die Sitze aber einigermaßen bequem, das In-Seat-Entertainment gut bestückt und der Abflug in FRA pünktlich: 11:10 Uhr rollen wir Richtung Startbahn West und sind kurz darauf ein paar Tausend Fuß höher über den Wolken. Die durchstoßen wir erst wieder auf den allerletzten Metern über der Landebahn des Philadelphia International Airport - es regnet in Philly. Kann uns aber egal sein, denn wir wollen nur umsteigen. 90 Minuten Zeit haben wir dazu - auf dem Papier!

An der Immigration verbringen wir geschlagene 45 Minuten! Die Schlangen sind eigentlich gar nicht soooo lang, aber die Beamten lassen sich hier mal richtig viel Zeit. Als wir dann endlich dran sind, werden wir auch gleich in einen Smalltalk verwickelt. Das ist ja ganz nett, aber wie wir schon die Stempel in den Pässen haben und der Officer fragt, ob die Deutschen jetzt "scared" wären wegen Griechenland und so, da bin ich kurz davor zu entgegnen, dass wir nur eine Sorge haben: den Weiterflug!

Unser Gepäck haben übereifrige Flughafenmitarbeiter schon vom Band genommen, das müssen wir also erstmal suchen. Dann ab in die nächste Schlange zur Zollkontrolle. Die wird wie immer zügig abgefertigt, aber direkt dahinter wartet noch ein Security Check. Komplettes Programm samt Schuhe ausziehen usw. Jetzt aber fix!

Zehn Minuten vor Abflug erreichen wir Gate B5 - und lesen dort, dass es erst um 17 Uhr, also in 90 Minuten, losgehen soll. Die ganze Hektik umsonst! Sofort fällt alle Anspannung von uns ab. Wir suchen uns zwei Plätze an einer Bar und bestellen ein großes Samuel Adams, ein paar Buffalo Wings und Fries dazu. So geht's doch auch!

Ein bisschen Zeit macht die Gate Crew von US Airways dann noch gut, so dass wir um kurz nach halb fünf den A320 boarden dürfen. Der ist - wie schon der Flieger heute Morgen - rappelvoll. Wir versuchen etwas zu schlafen, aber mittlerweile findet der Körper einfach keine bequeme Position mehr.

Im Landeanflug auf Sky Harbor International schickt uns die untergehende Sonne die letzten Strahlen des Tages. Eine wunderschöne Abendstimmung liegt über dem Valley of the Sun, dessen größte Stadt Phoenix ist. Die Hauptstadt von Arizona ist auch die einzige Capital City aller US-Bundesstaaten mit über 1 Million Einwohner. 1,45 Millionen sind es, um genau zu sein. Die ganze Metropolitan Area hat über 4 Millionen Bewohner - und das mitten in der Wüste. Die 102 Grad Fahrenheit Außentemperatur hauen uns denn auch fast um! Ein bisschen müssen wir noch auf unsere Koffer warten, dann geht's mit dem Shuttle-Bus zum gigantischen Mietwagenzentrum etwas außerhalb des Flughafens.

Die Tante bei Alamo will mir wirklich ALLES aufschwatzen, wofür es Provision gibt. Ihr Kollege nebendran bequatscht grad schon zwei Italiener, auf einen größeren SUV upzugraden. Sinnlos! Im Parkhaus schickt uns ein Mitarbeiter direkt an dem Sammelsurium von Autos der Midsize Kategorie vorbei zur Fullsize Choice Line. Hier stehen allerdings nur drei Fahrzeuge: ein Kia Sorento, ein Mazda und ein Mitsubishi Endeavor. Letzterer wäre nach meiner laienhaften Einschätzung mit seinem Allrad-Antrieb wohl der einzige einigermaßen geländetaugliche Wagen davon - aber drauf geschissen. Wir nehmen den Kia! Gerademal 435 Meilen auf dem Tacho, Stauraum ohne Ende und der Motor schnurrt wie ein Kätzchen. Allzu wilde Off-Road-Fahrten stehen ja eigentlich nicht auf dem Programm.

Wir fahren noch fix bei der örtlichen Filiale des Outdoor-Ausstatters REI vorbei, wo ich Flussbett-taugliche Schuhe erstehe. Dann endlich Check-In im Four Points direkt gegenüber der riesigen Arizona State University. Sehr modern und auf die wohl hauptsächlich studentische Kundschaft ausgerichtet. Unser TomTom hatte die Adresse des Hotels noch gar nicht im Speicher - die Karte ist aber auch schon ein paar Jahre alt. Ein Sprung in den Chlorteich weckt nochmal meine Lebensgeister für diesen Reisebericht. Nach 25 Stunden auf den Beiden ruft das Bett dann aber ganz laut meinen Namen. Gute Nacht!

Gefahrene Meilen: 15
Übernachtung: Four Points by Sheraton, Tempe / $58 via Priceline
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