Durch das Hinterland von Maine

Trip Start Oct 02, 2008
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Trip End Oct 24, 2008


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Where I stayed

Flag of United States  , Maine
Monday, October 13, 2008

Heute Nacht hat uns dann doch endlich eine Regenfront erwischt. Tief hängen die dicken Wolken zwischen den Bergen um den Moosehead Lake. Es lohnt sich also nicht, noch für einen Wandertag hier oben zu bleiben. Spontan entscheiden wir uns für Bethel als nächstem Ziel. Das liegt auch noch in Maine, aber schon in den White Mountains. Wir sind gespannt, wie es dort mit der Laubfärbung ausschaut.
 
Wir stärken uns noch mit dem immerhin inkludierten Continental Breakfast in der Kineo View Lodge (Bagel, Muffins, Cereal), dann geht es auf Nebenstraßen durch das ländliche Western Maine. Die größte Stadt, durch die wir kommen, ist Skowhegan am Kennebec River, den wir auf dem Weg nach Bar Harbor bei Bath schon einmal überquert haben. Danach wird die Landschaft immer hügeliger und die Bäume tatsächlich wieder bunter. Selbst jetzt, wo der Himmel grau ist, leuchten die Blätter. Bei Sonne wäre das eine Traumstraße.
 
Unzählige Holztransporter sind hier unterwegs. Man wundert sich fast, dass überhaupt noch Bäume stehen, aber die Wälder von Maine sind halt auch riesig. In Rumford gibt es eine große Papierfabrik, wo das Wasser des Androscoogin River auch in mehreren Staustufen zur Stromerzeugung genutzt wird. Lustig, wo man überall hinfahren könnte: nach Mexico, Peru, Hanover, Vienna, auch Paris und Norway sind in der Nähe, Berlin sowieso.
 
Nach drei Stunden Fahrt erreichen wir das unaufgeregte Städtchen Bethel. Aus dem Reiseführer entnehmen wir das Chapman Inn als Bed & Breakfast-Empfehlung. Das viktorianische Haus steht direkt am idyllischen Green und wir beziehen bei sehr netten Betreibern ein hübsches Zimmer samt Bad für um die 100 Dollar. Nach dem Auspacken genießen wir bei milden Temperaturen ein Lunch auf der Veranda und schauen ein bisschen dem Kleinstadt-Leben auf der Main Street zu. Hier fühlen wir uns wohl.
 
In Bethel gibt es mit der Gould Academy übrigens ein sehr angesehenes Internat. Der Campus beginnt gleich neben unserem Inn. Schlappe 41.500 Dollar kostet es, sein Kind hier auf die High School zu schicken. Im Jahr! Dafür muss man sich als Schüler einen Lehrer auch nur mit sieben anderen teilen. Wer's hat.

Nach einer kurzen Runde durch den Ort beschließen wir, heute nichts mehr zu unternehmen und mal wieder Wäsche zu waschen. Dafür können wir die Maschine unserer Inn-Keeperin Sandra nutzen. Und W-Lan hat es hier auch, da lässt sich doch die weitere Reiseplanung vorantreiben. Morgen wollen wir im Grafton Notch State Park wandern und uns die Wasserfälle anschauen. Und wir sind gespannt auf Fred’s „worldfamous breakfast".

Gefahrene Meilen: 140
Übernachtung: Chapman Inn Bethel, 108$
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