Portland: Lighthouse Hopping
Trip Start
Oct 02, 2008
1
7
23
Trip End
Oct 24, 2008
Where I stayed
Ein neuer Tag – und über Portland geht die Sonne auf. Herrlich.Was in diesem Urlaub bisher viiieeel zu kurz gekommen ist: Shopping. Na ja, nicht wirklich. Aber Freeport ist in der Nähe und da locken wieder allerlei Outlets. Allen voran L.L. Bean. So begnügen wir uns mit einem kleinen Frühstück bei Starbucks und fahren die paar Meilen nach Norden.
Der Laden für alles, was auch nur entfernt mit Outdoor zu tun hat, hat tatsächlich rund um die Uhr geöffnet. Die anderen Shops in Freeport machen aber erst um 10 Uhr auf und so hält sich der Rummel morgens noch in Grenzen. Wir erschrecken erstmal bei Betreten von L.L. Bean: fürs Jagen und Angeln brauchen wir eigentlich nichts. Hochsitz? Nö. Gewehre? Auch nicht. Puh, nebenan gibt es auch „normale" Sachen...
Um es gleich zu sagen: L.L. Bean überfordert uns. Riesige Auswahl, wobei sich die Mode eher an der gesetzteren Zielgruppe orientiert. Sprich: an unseren Eltern. Qualitativ ist das ja alles top, aber auch nicht ganz billig. Nebenan im Outlet-Bereich finden wir dann aber doch einiges Gepäck, das wir gebrauchen können: u.a. gehen eine Reisetasche und ein neues Zuhause für das Läppi mit, damit es nicht noch mehr Beulen abkriegt.
Wir klappern noch ein paar Läden ab, wobei Conny erfolgreicher ist als ich. Noch nie gesehen; ein Abercrombie Outlet. Allerdings wirklich mit Restwaren. Man wird halt auch gierig, wenn man ein Outlet nach dem anderen besucht: „35 Dollar für den Pulli? Zu teuer!“ – „Aber das sind nur 25 Euro.“ – „Egal. In New Hampshire gibt es den ohne Tax.“ Alles eine Frage der Perspektive.
Gegen Mittag fahren wir zurück nach Portland. Zuerst geht es ans Cape Elizabeth zum Two Lights State Park, wo man – wie der Name erahnen lässt – Blick auf zwei Leuchttürme hat. Eine noch größere Attraktion ist aber die Lobster Shack, vor der schon eine riesige Schlange steht. Unser Hunger ist größer als die Ungeduld und so ordere ich die übliche Clam Chowder (nicht so gut wie in Provincetown), eine Lobster Roll (nicht so gut wie in Kittery) und Hot Dog für Conny (nicht so gut wie in Brooklyn). Die in jedem Reiseführer angestimmten Lobeshymnen auf diesen Imbiss kann ich nicht ganz bestätigen, dafür sitzt man direkt am Meer.
Einen noch schöneren Leuchtturm gibt es am Fort Williams Park – das Portland Head Light. Wirklich sehr schön anzusehen. Interessant auch die Forts hier an der Küste: die wurden nämlich zur Verteidigung gegen die, genau, Deutschen im Zweiten Weltkrieg angelegt. Nur wenige Meilen vor Portland versenkten deutsche U-Boote amerikanische Schiffe. Kaum vorstellbar.
Dann fahren wir zurück ins Hotel und erschrecken das Zimmermädchen, das noch nicht bei uns war und nun überrascht ist, jemanden anzutreffen. Ich sage ihr, dass wir in 10 Minuten wieder weg sind und sie dann gerne das Zimmer machen kann. Nützt aber nichts, sie ward nicht mehr gesehen. Egal.
Ich gehe in das Portland Museum of Art gleich gegenüber unseres Hotels. Ein tolles Kunstmuseum mit vielen Werken europäischer und amerikanischer Impressionisten, aber auch Picasso oder Warhol, und einem Schwerpunkt auf Kunst aus New England. Wie die ganzen Galerien vermuten lassen, ist die Gegend nicht erst seit neuestem bevorzugter Platz allerlei Maler.
Conny hat für Kunstmuseen nichts übrig und unternimmt einen Stadtbummel. Danach machen wir uns auf durch Downtown Richtung Hafen. Jede Menge kleiner Läden, Cafés und Restaurants hat Portland zu bieten, wirklich eine schöne Stadt. In einem Pub am Hafen bestellen wir Burger und Rib-Eye Steak zum Bier. Meine Bestellung „medium rare“ wird als „außen dunkel, innen roh“ interpretiert, erst im zweiten Versuch gelingt das Steak. Ein Wort auch noch zum Bier: zwei Sorten Ale probiere ich. Das erste hat einen seltsamen Zimt-Geschmack, das zweite schmeckt irgendwie nach verbranntem Brot. Aber interessant.
Ziemlich satt spazieren wir zum Hotel zurück und machen uns ans Packen. Morgen geht es nach Bar Harbor. Heute reifte in uns der Entschluss, dass wir, sollte das gute Wetter anhalten, den Abstecher nach Kanada streichen und lieber etwas länger die Natur im Norden Maines genießen wollen. So langsam habe ich auch keine Lust mehr auf Autofahren. Schauen wir mal...
P.S. Aus der Kategorie Auch-wenn-man-alles-schon-gesehen-zu-haben-meint-fällt-den-Amerikanern-noch-etwas-ein: auf einem Parkplatz beobachten wir, wie im Heck eines SUV ein kleiner Jungs auf einer mobilen Kloschüssel sein Geschäft verrichtet. Irre!
Gefahrene Meilen: 53
Der Laden für alles, was auch nur entfernt mit Outdoor zu tun hat, hat tatsächlich rund um die Uhr geöffnet. Die anderen Shops in Freeport machen aber erst um 10 Uhr auf und so hält sich der Rummel morgens noch in Grenzen. Wir erschrecken erstmal bei Betreten von L.L. Bean: fürs Jagen und Angeln brauchen wir eigentlich nichts. Hochsitz? Nö. Gewehre? Auch nicht. Puh, nebenan gibt es auch „normale" Sachen...
Um es gleich zu sagen: L.L. Bean überfordert uns. Riesige Auswahl, wobei sich die Mode eher an der gesetzteren Zielgruppe orientiert. Sprich: an unseren Eltern. Qualitativ ist das ja alles top, aber auch nicht ganz billig. Nebenan im Outlet-Bereich finden wir dann aber doch einiges Gepäck, das wir gebrauchen können: u.a. gehen eine Reisetasche und ein neues Zuhause für das Läppi mit, damit es nicht noch mehr Beulen abkriegt.
Wir klappern noch ein paar Läden ab, wobei Conny erfolgreicher ist als ich. Noch nie gesehen; ein Abercrombie Outlet. Allerdings wirklich mit Restwaren. Man wird halt auch gierig, wenn man ein Outlet nach dem anderen besucht: „35 Dollar für den Pulli? Zu teuer!“ – „Aber das sind nur 25 Euro.“ – „Egal. In New Hampshire gibt es den ohne Tax.“ Alles eine Frage der Perspektive.
Gegen Mittag fahren wir zurück nach Portland. Zuerst geht es ans Cape Elizabeth zum Two Lights State Park, wo man – wie der Name erahnen lässt – Blick auf zwei Leuchttürme hat. Eine noch größere Attraktion ist aber die Lobster Shack, vor der schon eine riesige Schlange steht. Unser Hunger ist größer als die Ungeduld und so ordere ich die übliche Clam Chowder (nicht so gut wie in Provincetown), eine Lobster Roll (nicht so gut wie in Kittery) und Hot Dog für Conny (nicht so gut wie in Brooklyn). Die in jedem Reiseführer angestimmten Lobeshymnen auf diesen Imbiss kann ich nicht ganz bestätigen, dafür sitzt man direkt am Meer.
Einen noch schöneren Leuchtturm gibt es am Fort Williams Park – das Portland Head Light. Wirklich sehr schön anzusehen. Interessant auch die Forts hier an der Küste: die wurden nämlich zur Verteidigung gegen die, genau, Deutschen im Zweiten Weltkrieg angelegt. Nur wenige Meilen vor Portland versenkten deutsche U-Boote amerikanische Schiffe. Kaum vorstellbar.
Dann fahren wir zurück ins Hotel und erschrecken das Zimmermädchen, das noch nicht bei uns war und nun überrascht ist, jemanden anzutreffen. Ich sage ihr, dass wir in 10 Minuten wieder weg sind und sie dann gerne das Zimmer machen kann. Nützt aber nichts, sie ward nicht mehr gesehen. Egal.
Ich gehe in das Portland Museum of Art gleich gegenüber unseres Hotels. Ein tolles Kunstmuseum mit vielen Werken europäischer und amerikanischer Impressionisten, aber auch Picasso oder Warhol, und einem Schwerpunkt auf Kunst aus New England. Wie die ganzen Galerien vermuten lassen, ist die Gegend nicht erst seit neuestem bevorzugter Platz allerlei Maler.
Conny hat für Kunstmuseen nichts übrig und unternimmt einen Stadtbummel. Danach machen wir uns auf durch Downtown Richtung Hafen. Jede Menge kleiner Läden, Cafés und Restaurants hat Portland zu bieten, wirklich eine schöne Stadt. In einem Pub am Hafen bestellen wir Burger und Rib-Eye Steak zum Bier. Meine Bestellung „medium rare“ wird als „außen dunkel, innen roh“ interpretiert, erst im zweiten Versuch gelingt das Steak. Ein Wort auch noch zum Bier: zwei Sorten Ale probiere ich. Das erste hat einen seltsamen Zimt-Geschmack, das zweite schmeckt irgendwie nach verbranntem Brot. Aber interessant.
Ziemlich satt spazieren wir zum Hotel zurück und machen uns ans Packen. Morgen geht es nach Bar Harbor. Heute reifte in uns der Entschluss, dass wir, sollte das gute Wetter anhalten, den Abstecher nach Kanada streichen und lieber etwas länger die Natur im Norden Maines genießen wollen. So langsam habe ich auch keine Lust mehr auf Autofahren. Schauen wir mal...
P.S. Aus der Kategorie Auch-wenn-man-alles-schon-gesehen-zu-haben-meint-fällt-den-Amerikanern-noch-etwas-ein: auf einem Parkplatz beobachten wir, wie im Heck eines SUV ein kleiner Jungs auf einer mobilen Kloschüssel sein Geschäft verrichtet. Irre!
Gefahrene Meilen: 53


