Ellis Island: Auf den Spuren der Einwanderer

Trip Start Feb 19, 2010
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Trip End Feb 26, 2010


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Where I stayed

Flag of United States  , New Jersey
Sunday, February 21, 2010

Das Einwanderer-Museum auf Ellis Island habe ich als sehr interessant in Erinnerung und so wollen wir heute der Insel mal wieder einen Besuch abstatten. Von der Jersey-Seite aus sollte das ja ohne lange Warteschlangen am Bootsanleger zu bewerkstelligen sein.  Frühstück genehmigen wir uns im Legal Grounds Coffee Shop, ein paar Straßen vom Hotel entfernt. Ich liebe ja diese kleinen, alternativen Cafés, in denen fast jeder Gast mit Namen begrüßt wird (wir verständlicherweise nicht) und man sich sein Frühstück nach Belieben frisch zubereiten lässt. Super!

Wir nehmen dann die Straßenbahn (!) zum Liberty State Park. Hier könnten wir nun in den Shuttle-Bus zum Anleger steigen, entscheiden uns aber zu Fuß zu gehen. Das stellt sich als nicht ganz so gute Idee heraus, denn ein eisiger Wind bläst vom Wasser über die freien Rasenflächen und der Weg zieht sich ganz schön. Schließlich erreichen wir das alte Railroad Terminal, das heute als Visitor Center dient. Zwischen 1892 und 1954 fuhren von diesem Bahnhof aus die Einwanderer einem neuen Leben entgegen - ob nach New England, in die Stahl- und Kohlereviere Pennsylvanias oder weiter in den Mittleren Westen. Ein bisschen von der Sehnsucht ist noch spürbar an den alten Gleisen. 

Statt für die Bahn kann man hier heute nur noch Tickets fürs Schiff kaufen. Dann geht es durch eine Sicherheitskontrolle, die jedem Flughafen zur Ehre gereichen würde. Die Miss Liberty dürfte neben Michelle Obama die am besten bewachte Frau Amerikas sein. Arg ruppig ist der Ton des Sicherheitspersonals. Aber vielleicht finden die ihren Job ja selbst wenig zielführend. Nun gut. Vom Schiff aus genießen wir den Blick auf die Skyline, was aber ein kurzes Vergnügen ist, denn schon nach wenigen Minuten ist Ellis Island erreicht. So früh am Sonntagvormittag ist hier noch ziemlich wenig los und so sind wir die einzigen Gäste, die sich um 11 Uhr zur geführten Tour durch das Museum einfinden. 

Wenn man die Geschichte von Ellis Island schon kennt, bietet diese Führung nicht all zu viel Neues. Aber nett ist es allemal, vor allem, weil wir die Nationalpark-Mitarbeiterin für uns allein haben und die sich freut, dass wir zwischendurch auch mal ein paar Fragen stellen. Nach gut 90 Minuten sind wir dann durch und vertreten uns draußen noch etwas die Beine, ehe uns das Schiff wieder Richtung Jersey City abholt. Auf dem Rückweg umrunden wir einmal die Freiheitsstatue, die sich bei strahlendem Sonnenschein in bestem Fotolicht präsentiert. Ärgerlich: Ich stelle fest, dass auf dem Sensor meiner Kamera offenbar ein Staubfussel klebt, der auf fast allen Fotos als schwarzer Streifen mitten durchs Bild läuft. Zum Glück haben wir ja noch die kleine Kompaktknipse dabei.
 
Weil ich noch die alten Eisenbahnwaggons fotografiere, fährt uns der Bus vor der Nase weg und wir laufen wieder zurück zur Straßenbahn. Auf der Heimfahrt kommen wir an einem kleinen Supermarkt und einem bestens sortierten Deli vorbei. Damit ist die Essensversorgung für den Rest des Tages gesichert. Ein bisschen nervig ist, dass man in New Jersey kein Bier im Supermarkt bekommt und sich auch weit und breit kein Liquor-Store befindet.

Nachmittags raffe ich mich noch zu einer Runde Jogging auf und schließlich verbringe ich ab dem Sonnenuntergang an die zwei Stunden mit Stativ und Fotoapparat bewaffnet auf dem Pier vor dem Hotel. Die Abendstimmung hier ist einfach sagenhaft und an der grandiosen Kulisse kann ich mich gar nicht sattsehen. Erst als die Finger schon langsam steif werden vor Kälte, gehe ich zurück aufs Zimmer.
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