Viva Las Vegas

Trip Start Sep 05, 2006
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Trip End Sep 27, 2006


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Flag of United States  , Nevada
Tuesday, September 26, 2006

Jedes Hotel in Las Vegas verfügt ja mittlerweile über mindestens zwei Starbucks, so auch das Luxor. Die morgendliche Schlange davor lässt zwar vermuten, dass spätestens morgen der Weltmarkt für Kaffeebohnen erschöpft sein wird, aber der Service ist fix und die Entscheidung, dort zu frühstücken, eine gute.

Anschließend erkunden wir ein paar Hotels in unserer Ecke des Strips. Die sind alle über- und unterirdisch und teilweise mit einer Monorail miteinander verbunden, da kann man also schön die Runde drehen. Sehr gut gefällt uns das Mandalay Bay und vor allem das ziemlich neue THE Hotel des Mandalay Bay. Alles etwas gediegener als im Luxor, das aber ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Supernervig sind dort allerdings die Promoter, die einem mit allerlei Lockangeboten ein Time-Sharing-Verkaufsgespräch für ihr neues Ressort südlich von Las Vegas aufschwatzen wollen. Wir sind am Tag davor auf dem Weg zum Frühstück einem von ihnen in die Falle gelaufen, hatten aber alle Angebote höflich abgelehnt und danach einen Bogen um die strategisch geschickt an allen Eingängen positionierten Nervensägen gemacht. Die stürzen sich zum Teil auf Gäste, die noch nicht mal eingecheckt haben und mit ihrem ganzen Gepäck orientierungslos durch die Lobby stolpern. Und immer gehen sie Paare an. Wenn man nicht belästigt werden will, verabredet man sich also am Aufzug und geht getrennt durchs Casino. Unangemessen für ein Hotel ist diese Aktion trotzdem.
 
Nach dem albernen Excalibur schlendern wir durch das New York New York, in dem wir beim letzten Las Vegas-Besuch ein paar Nächte verbacht hatten. Dann rüber ins riesige MGM Grand, wo wir richtig kommen, um die jungen Löwen in ihrem Glaskäfig beim Spielen zu beobachten. Süß! Nach zwei Stunden Bummeln haben wir erstmal genug gesehen und legen uns im Luxor an den Pool. Der ist nicht besonders aufregend. Zum Schwimmen nicht tief genug und dazu ist das Becken, an dem sonst zwei Wasserfälle plätschern, gesperrt. Immerhin ist diese Ecke recht ruhig, wir finden einen Platz im Schatten und um sich zwischendurch mal zu erfrischen, reicht der Pool allemal. Auffällig ist, dass sehr viele Engländer hier sind. Die sind leicht an den Tatoos und den krebsroten Bierbäuchen auszumachen. Kennen wir von Ibiza.
 
Abends fahren wir dann nach Downtown, dahin wo die Spielerstadt ihren Urstand feierte. Um die alten Kasinos wie Golden Nugget, Frontier oder Binion’s  hat die Stadt vor einigen Jahren eine überdachte Fußgängerzone geschaffen – Fremont Street Experience. Somit wurde der Verfall der alten Stadtmitte gestoppt und eine neue Attraktion geschaffen, denn das Dach über der Straße ist gleichzeitig der größte Bildschirm der Welt, auf dem zu jede Stunde lustige Animationen laufen. Bei uns war es irgendeine Aliengeschichte – magere Story, aber gute Effekte. Das Publikum besteht hier hauptsächlich aus Rentnern. Auch im Tony Roma’s, wo wir zu Abend essen. Ein paar Souvenirs erstehen wir noch (unglaublich, was es hier für hässliche Sachen gibt; aber irgendjemand wird sie wohl kaufen), dann fahren wir wieder auf den Strip a.k.a. Las Vegas Boulevard.
 
Am Treasure Island suchen wir uns einen Platz auf dem Parkdeck, denn wir wollen uns hier noch ein bisschen umsehen. Die ehemalige Piratenshow vor dem Hotel heißt jetzt  „Sirens of Treasure Island“ und auf dem Schiff tanzen minimal bekleidete Mädels. Schön anzusehen, aber sinnentleert. Der Gaffer-Andrang am Gehsteig ist beachtlich und wir erhaschen nur das Ende der Show.
 
Dann wechseln wir die Straßenseite und erkunden das Wynn. Großartig! Die Einrichtung wandelt auf einem schmalen Grat zwischen edel und kitschig, bleibt aber trotz kunterbunter Farben auf der guten Seite. Wir gönnen uns eine aberwitzig große Portion der hausgemachten Eiscreme, bewundern die Deko und beschließen, hier beim nächsten Las Vegas-Besuch abzusteigen.

Die Zeit vergeht wie im Flug, wenn man abends durch die Casinos schlendert und irgendwie ist es bis zum Bellagio, dessen Wasserfontänen wir eigentlich gerne noch sehen wollten, so verdammt weit zu laufen. Am Venetian wechseln wir wieder die Straßenseite und schauen uns noch den „Vulkanausbruch“ vor dem Mirage an. Der beeindruckt uns jetzt aber überhaupt gar nicht, da hätten wir gerne beim nächsten Mal etwas Ausgefalleneres. Dann habe speziell ich keine Lust mehr. Gibt’s den Bellagio-Springbrunnen halt nur vom Auto aus. Cruisen ist ja auch cool. Zurück im Luxor heißt es dann tatsächlich: Koffer packen. Der Urlaub geht zu Ende.

Gefahrene Meilen: 17
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