Auf dem Tioga Pass über die Sierra Nevada

Trip Start Sep 05, 2006
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Trip End Sep 27, 2006


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Flag of United States  , California
Monday, September 11, 2006

Heute überlassen wir mal dem Chevy die Arbeit der Fortbewegung – es geht über den Tioga Pass. Die Strecke kennen wir noch nicht. Bei unserem ersten Yosemite-Besuch im Mai 2002 war der Pass noch gesperrt - wie in jedem Winter. Aber zuerst fahren wir noch zum Souvenir-Shop im Yosemite Village und Conny bekommt ein „I Made It to the Top of Half Dome“ T-Shirt im gekauft. Das hat sie sich verdient!

 


Auf der Tioga Road ist sehr wenig Verkehr, nur am Olmstead Point ist der Parkplatz fast voll. Der Blick geht von hier ins Yosemite Valley mit dem Half Dome und auf der anderen Seite zum malerischen Tenaya Lake, an dem wir auch einen kurzen Fotostopp einlegen. Dann geht’s weiter zu den Tuolumne Meadows, wo wir an einem kleinen Imbiss, dem Meadow Grill, ein Sandwich essen.

Und dann überkommt es uns doch noch mal: eine KLEINE Wanderung könnten wir ja unternehmen, wo wir schon hier sind. Unser Ziel soll der Elizabeth Lake sein, knapp vier Kilometer vom Tuolumne Meadows Campground entfernt. Dass der Weg am Anfang schon wieder steil bergauf geht, kommt uns zwar nicht unbedingt entgegen, aber wir kämpfen uns durch und nach 250 Metern Höhendifferenz flacht das Terrain endlich ab und der Pfad führt bald an einem Bach entlang. Sehr idyllisch hier oben. 

Der Elizabeth Lake ist dann sogar noch schöner als der Ostrander Lake, an dem wir vorgestern waren. Unglaublich auch, wie ruhig es hier ist. Das einzige Geräusch machen die umhersurrenden Libellen. Das hat sich doch mal wieder gelohnt! Der Rückweg ist denn auch ein Kinderspiel. Wir begegnen noch einem Reh, das sich durch uns überhaupt nicht beim Futtern stören lässt, und sind nach zweieinhalb Stunden wieder am Parkplatz.

Der obere Teil der Tioga Road ist wunderschön. Wir kommen an kleinen Seen und Bächen vorbei und viel zu schnell ist der östliche Eingang des Nationalparks erreicht, der Tioga Pass Entrance, schlappe 3031 Meter hoch.

Jetzt kommt eine spektakuläre Abfahrt nach Lee Vining. Unschön: nach einigen Kurven fängt das ganze Auto beim Tritt auf die Bremsen wie wild an zu ruckeln. Anscheinend ein Defekt, der sich bemerkbar macht, wenn die Bremsen heiß werden. Das ist allerdings der denkbar ungünstigste Zeitpunkt dafür! Hoffentlich halten die Bremsen noch bis wir an Las Vegas vorbeikommen, dann wird die Karre getauscht. Und bis dahin muss ich wohl öfter mal runterschalten, was halt bei einem Automatik-Auto immer etwas nervig ist.

In Lee Vining haben wir im Yosemite Gateway gebucht, das sich als bezauberndes kleines Motel entpuppt. Wir werden sehr herzlich von der Besitzerin empfangen und im schönsten Zimmer ganz hinten mit Aussicht auf den Mono Lake untergebracht. Oder das, was von ihm übrig ist. Das schreit doch nach einem kalten Sam Adam’s auf der Veranda. Dank Kühlbox ist das sofort zur Stelle.

Zum Abendessen müssen wir nur über die (einzige) Straße gehen. Bei Bodie Mike’s lässt es sich schön auf der Terrasse sitzen, Nevada Ale trinken und Ribs und Burger verschlingen. Nach drei Tagen Hot Dogs aus der Mikrowelle das erste gescheite Essen für uns. Dort auf keinen Fall noch mal probieren: das sogenannte „Garlic Bread“, ein anscheinend über mehrere Stunden in einer Alufolie aufbewahrtes und daher halb durchweichtes, halb vertrocknetes Baguette, aus dem Fett trieft. Iiihhh... Aber die Ribs sind okay.

Unterkunft: Yosemite Gateway Motel (144 Dollar)
Gefahrene Meilen: 93
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