Auf dem Upper Deck nach SFO

Trip Start Sep 05, 2006
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Trip End Sep 27, 2006


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Where I stayed

Flag of United States  , California
Tuesday, September 5, 2006

Wir wohnen nur 20 Minuten vom Frankfurter Flughafen entfernt. An- und Abreise sind da in der Regel total stressfrei – egal ob wir Stunden vor Abflug oder in letzter Minute eintrudeln. Und weil das Einsammeln der letzten Kleinigkeiten morgens sehr rasch erledigt ist, sind wir überpünktlich am Airport und innerhalb von 10 Minuten an den erfreulich leeren Schaltern von United Airlines eingecheckt.

Am Gate treffe ich eine ehemalige Kollegin, die unseren Flug nach San Francisco abfertigt und mit der wir ins Plaudern geraten. So kommen wir sogar noch in den Genuss eines Upgrades in die Business Class. Der Urlaub fängt gut an! Wenn man einmal Airliner war, gehört man halt immer zur Familie. Und bei einem 11,5-stündigen Flug ist das Upper Deck der 747 eine andere Welt. Schön durch die Weinkarte trinken, ein paar Filme schauen und richtig lang machen. Der nächste Passagier sitzt ungefähr zwei Meter vor uns. Das verspricht entspanntes Ankommen in SFO.

Und leckeres Essen: als Starter gibt es Thymianpoularde und Räucherlachs mit Couscous und Pinienkernen, als Entrée ein Filet Mignon mit Pommery Senf-Kartoffelpüree und Gemüse oder eine Hähnchenbrust mit Rosmarin oder gefüllte Pasta und zum Desert Eis. Nicht irgendein Eis, sondern Häagen-Dazs. Sogar der Kaffee ist trinkbar bei United, weil von Starbucks. Und wenn man zwischendurch einen Snack will oder Früchte, gibt es die auch. Außerdem zwei Champagnersorten, vier Weiß- und vier Rotweine. Und vor der Landung dann noch ein warmes Ciabattabrötchen mit Roastbeef. Wir probieren fast alles!

So vergeht der Flug denn auch, nun ja, wie im Flug. Der Anflug auf SFO erfolgt von Norden genau über die Bucht inklusive spektakulärer Ausblicke auf die Golden Gate Bridge und Downtown San Francisco. Pünktlich um 16 Uhr sind wir gelandet. Strahlender Sonnenschein empfängt uns in Kalifornien.

Bei der Einreise müssen wir erstmals Fingerabdrücke geben und fürs Foto posen. Geht aber alles ruckzuck, nach 10 Minuten sind wir durch die Immigration. Koffer holen und ab in den kleinen Zug zur Mietwagenstation. Diverse Sonderangebote von Holidayautos nutzend haben wir schon vor Monaten einen Intermediate für schlappe 600 Euronen für die drei Wochen bestellt. Die Lady am Alamo-Counter gerät etwas in Wallung, weil kein Wagen da ist, der mit einem Nummernschild zum Verlassen Kaliforniens (Rückgabe erfolgt ja in Las Vegas) ausgestattet ist. Der erstbeste, der aus der Waschanlage kommt ist ein Chevrolet Impala. Eher Full-Size als Intermediate, aber umso besser. Unser Gepäck passt jedenfalls wie maßgeschneidert in den Kofferraum. Noch schnell CDs aus der Tasche geangelt und ab auf den Highway Richtung Monterey.

Nun ist die 101 nach Süden am späten Nachmittag nicht ganz der ideale Ort für einen entspannten Start in den Urlaub. Rush hour galore im Silicon Valley! Die Commuter Lane verschafft zwar etwas schnelleres Fortkommen. Schließlich sind wir zu zweit im Auto und damit eine Fahrgemeinschaft. Trotzdem geht es immer wieder nur im Stop-And-Go voran. Irgendwo bei San Jose erwischen wir dann einen Abzweig Richtung Westen, Richtung Pazifik. Auf der 17 geht es auf kurvenreicher Fahrt durch dichte Nadelwälder – die Strecke macht schon mehr Spaß.

Statt blauen Wassers empfängt uns dann dichter Nebel an der Küste. Nichts zu sehen vom Ozean. Na toll. Und ohne Sonne sinkt die Temperatur rapide auf die 50 Grad-Marke zu. So hatten wir uns Kalifornien eigentlich nicht vorgestellt. Im September ist es freilich durchaus normal, dass sich die Wolken nur tagsüber vom dann von der Sonne aufgeheizten Festland aufs Meer zurückziehen.  

Von den Stränden entlang des HW 1 sind jedenfalls nur die Hinweisschilder am Straßenrand zu erkennen. Ansonsten passieren wir abwechselnd Gemüseplantangen und Fischerstädtchen. Gegen 20 Uhr erreichen wir endlich Monterey, wo ein Zimmer im Del Monte Pines reserviert ist. Das Motel finden wir ohne Probleme, es sind nur zwei Blocks von der Autobahnausfahrt.

Jetzt erstmal High Five und großes Hallo mit unseren Trauzeugen. Die beiden sind die letzten Wochen in Texas und im Südwesten unterwegs gewesen, einige Strecken also schon mal vorgefahren. Trotz krasser Übermüdung raffen wir uns noch zu einer Pizza im Einkaufszentrum gegenüber auf. Die California Pizza Kitchen im Del Monte Shopping Center ist unbedingt empfehlenswert: Pizza frisch aus dem Steinofen, mehrere Microbrews on tab und eine umfangreiche Weinkarte. So stoßen wir mit einem frischen Weizenbier auf die kommenden Tage an.

Übernachtung: Del Monte Pines (57 EUR über Expedia).
Gefahrene Meilen : 110
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