FRA - ATL - MCO

Trip Start Sep 19, 2010
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Trip End Oct 02, 2010


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Flag of United States  , Florida
Sunday, September 19, 2010

Der Start in den Urlaub verläuft extrem entspannt. Am Frankfurter Flughafen ist an diesem Sonntagmorgen nichts los. Die Gepäckaufgabe samt Sicherheitsbefragung bei Delta Air Lines dauert fünf Minuten, an der Passkontrolle steht kein Mensch und später bei der Security müssen wir ebenfalls nicht warten. Warum kann das nicht immer so sein?

Der Flieger nach Atlanta ist allerdings rappelvoll. Wir haben eine Zweierreihe am Fenster, vor uns ein Dreijähriger, der fast den ganzen Flug über auf seinem Sitz herumturnt. Zum Glück gibt es kaum Turbulenzen. Aber wenn es uns auf so einer Atlantik-Überquerung schon langweilig ist, wie muss das erst für ein kleines Kind sein?

Mir fällt auf, dass die Kabine ziemlich dreckig ist. Ansonsten wird uns DL 15 vor allem als kältester Flug aller Zeiten in Erinnerung bleiben. Ich bin da nicht empfindlich, aber kurze Ärmel waren die absolut falsche Wahl heute morgen. Das Stoff-Rechteck, das es am Platz gibt, verdient die Bezeichnung "Decke" auch nicht, so dass ich tatsächlich zehn Stunden lang friere. Conny hat's da besser und an eine Fleece-Jacke gedacht.

Die Frostperiode endet mit dem Aussteigen in Atlanta. Eine geradezu angenehme Schwüle empfängt uns. Nur unser Flug sorgt für internationale Kundschaft an der Passkontrolle, entsprechend fix ist das Ganze erledigt. Leider dauert es dann etwas bis das Gepäck erscheint. Aber kein Stress, wir haben zwei Stunden Zeit zum Umsteigen. Schließlich durch den Zoll und dann noch eine Security. Das werde ich ja nie kapieren, warum sie einen in Atlanta noch mal durch den Scanner schicken, auch wenn man nur aussteigt...

Mit der U-Bahn fahren wir erst ins falsche Terminal. Zum Glück fällt mir auf, dass ich uns zum späteren Orlando-Flug lotsen will, bevor wir das Ende der ewig lang scheinenden Gate-Reihe von Terminal A erreichen. Also rüber nach T. Amerikanische Flughäfen sind ja mittlerweile reine Fress-Tempel mit Landebahnen. Wir widerstehen aber noch den Verlockungen. Nach dem kurzen Hüpfer von Atlanta nach Orlando - auch die 757 ist bis auf den letzten Platz gefüllt - ist es dann aber vorbei mit der Disziplin und wir schieben uns bei Nathan's zwei schöne fettige Hot Dogs rein - übrigens serviert von einer jungen Dame namens "Germany". Jetzt beginnt der Urlaub!

Wobei: Jetzt beginnt das Warten! Um ins Haupt-Terminal zu gelangen, muss man in Orlando wie in Frankfurt mit einem Bähnchen fahren. Vor dem Zugang wartet schon eine riesige Menschentraube, aber mit dem dritten Schwung kommen wir dann mit. Vom Gepäck ist nichts zu sehen, stattdessen eine Durchsage: "Attention Atlanta passengers, we apologize..." Ja ja,  schon klar. Ich lasse Conny an der Gepäck-Ausgabe allein und trabe zum Mietwagen-Schalter. Auch hier: mindestens 20 Leute vor mir. Die werden dann aber recht zügig verteilt, so dass ich nach etwa 20 Minuten den Mietvertrag in den Händen halte. Auch unsere Taschen sind mittlerweile angekommen und wir gehen über die Straße ins Parkhaus den Wagen abholen.

Bei Dollar gibt es in Orlando die allseits beliebte Choice Line. Wobei es mit "Choice" nicht weit her ist. In der Midsize-Kategorie im Angebot: Jeep Compass oder Chevrolet HHR. Wir nehmen einen Jeep. Hat zwar schon 30.000 Meilen hinter sich, die Reifen sehen aber immerhin ziemlich neu ist. Vergeblich suche ich nach der Möglichkeit, die Außenspiegel elektrisch einzustellen, bis wir darauf kommen, dass hier Handarbeit gefragt ist. Auch zum Öffnen der Fenster. Und beim Abschließen. Das kennt man alles von früher. Aber wie schnell man sich solche Handgriffe abgewöhnt...

Nicht mehr abgewöhnen wollen wir uns das Reisen mit TomTom. Das Navi lotst uns durch den sehr ruhigen Sonntagabend-Verkehr Richtung Lake Buena Vista, das dortige Best Western Resort wird uns die nächsten drei Nächte beherbergen. Witzigerweise ist das direkt neben dem Hotel, in dem wir vor 13 Jahren beim letzten Orlando-Besuch übernachtet haben. Vertrautes Terrain also. Das Best Western ist nicht mehr auf dem allerneuesten Stand, wird aber wohl jetzt auch nach und nach renoviert. Wir bekommen ein Zimmer mit zwei großen, sehr bequemen Queen Size Betten, kostenlosem Internet und Ausblick aus dem vierten Stock auf ein Vordach. Na ja, für das schmale Geld wollen wir da nicht meckern. Wofür allerdings noch mal eine Resort Fee von 7,95 Dollar fällig wird, erschließt sich mir nicht wirklich. Irgendwas mit Handtüchern am Pool, Shuttle-Bus nach Disney World, bla bla.

Conny ist dann erledigt. Ich will aber noch eine Kleinigkeit essen und ein Feierabendbierchen muss auch noch sein. Also gehe ich die paar Schritte zum TGI Friday's auf einen Teller Ribs und ein paar Samuel Adams. Das wird gerade in der Oktoberfest-Ausgabe gezapft. Süffig. Danach ist endgültig die gewünschte Bettschwere erreicht.

Hotel: Lake Buena Vista Resort, 45$ via Priceline
Gefahrene Meilen: 18
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