Thukla (4.620m)

Trip Start Nov 28, 2011
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Trip End Jul 31, 2012


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Flag of Nepal  ,
Saturday, March 17, 2012

Brrrr – was fuer eine Nacht! Zum ersten mal haben wir die Nacht ueber so richtig gefroren. War es vorher kalt und nicht angenehm, so war es diese Nacht wirklich frostig! Draussen waren es wohl so um die minus 20 Grad und im Zimmer war es dank der Papp-Waende nicht viel waermer. Dank der Tatsache, dass wir gestern schon um 17:30 Uhr im Bett lagen, waren wir wohl auch mitten in der Nacht nicht mehr besonders muede, was dann in wach liegen in der Kaelte resultierte. Als es dann "endlich" ans Aufstehen geht, stimmen die anderen 2 in mein Klagelied mit ein und wir spielen zum ersten Mal ernsthaft mit dem Gedanken den Trek ggf. zu verkuerzen und nach Everest Base Camp und Kala Pathar direkt wieder abzusteigen und nach Kathmandu zurueck zu kehren. Richtig krank will schliesslich keiner von uns werden.

Nicht viel spaeter sitzen wir am Fruehstueckstisch und bestaetigen noch einmal, dass wir die fuer heute geplante Etappe nach Lobuche gern halbieren wollen uns nach nur 3 Std. in Thukla einkehren wollen – wenn denn in der einzigen Lodge dort Platz ist.

Die Idee dabei ist zum Einen die Strecke zu halbieren und Kraefte zu sparen und zum Anderen ist Thukla auf aehnlicher Hoehe wie zuvor Dingboche und somit ein weiterer, echter Aklimatisierungstag.

Yam, Yam (auf geht's)! Der Weg ist einmal mehr wunderschoen. Nach einem relativ kurzen Anstieg gleich zu Beginn wird es dann “Nepali Flat” –was nichts anderes heisst, als dass es nicht steil bergauf geht. Nach knapp 3 Stunden kommen wir dann zusammen mit den Uni-Hamburg Studenten in Thukla an und zu unserer Freude hat die Lodge freie Betten.

Nach kurzer Rast machen wir uns dann ohne Gepaeck an die Verfolgung der Hamburger und haben die Gruppe tatsaechlich am Bergkamm dann auch eingeholt. Es ist wirklich ein anderer Schnack ohne Gepaeck und wir wuenschen uns heimlich, wir haetten den schweren Anstieg nicht morgen noch einmal mit Rucksaecken vor uns. Nun stehen wir das erste mal auf gut 5.000 metern. Schon irgendwie etwas Besonderes.

Auf dem weg nach Thukla haben wir zuvor uebrigens einmal durch das Fernglas eines der Studenten den angestrebten Chu-La Pass begutachten duerfen: wir konnten nichts entdecken, was uns auch nur halbwegs begehbar vorkam, zudem sah alles, was wir sehen konnten extrem steil und vereist aus… Dies soll dann wirklich die schwerste Etappe sein und mindestens 8 Std. dauern – momentan ist der Pass aber auch noch gesperrt, weil es zu gefaehrlich ist nachdem es geschneit hat und alles vereist ist.

Ich muss zugeben, dass mir das alles nicht gerade Mut macht…

Von unserem schoenen Ausflug zurueck merke ich, dass dieser Ausflug neben der Tatsache, dass er sehr schoen war, auch noch sein eigentliches Ziel erreicht: ich habe keine Kopfschmerzen mehr.

Direkt hinter unserer Lodge finden wir dann neben der Muellhalde, die mich von dem Vorhaben den Muell auf der Strecke einzusammeln geheilt hat (der Muell liegt halt gesammelt auf einem Haufen in der Landschaft) auch noch ein gewaltiges Yak-Kadaver.

Was dem Tier wohl zugestossen sein mag? Ein Schwarzbaer? Ein Schneeleopard? Einfach ein Fall und Genickbruch? Man weiss es nicht, aber die moeglichkeiten sagen einem ganz klar, dass man in einer anderen Welt ist.

Wieder in der Lodge angekommen, ziehen wir erst einmal alles an, was wir haben. Bloss nicht wieder den ganzen Tag frieren.

Fuer das Essen haben wir uns auf jegliche Varianten von Thunfisch eingeschossen, schmeckt auch gut hier, aber die Portionen werden immer kleiner- zu klein zumindest fuer unseren Baerenhunger.

Zu unserer Ueberraschung und Freude wird kurz spaeter tatsaechlich der Ofen angeschmissen. Heute wird auch mit Yak-Dung geheizt und der entwikelt richtig gut Waerme. Grossartig!

So schreibe ich diese Zeilen denn auch mit hochrotem Kopf und endlich einmal nicht frierend.

NAMASTE!
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