Varanasi - Agra

Trip Start Nov 28, 2011
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Trip End Jul 31, 2012


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Flag of India  , Uttar Pradesh,
Friday, March 2, 2012

Unser vorerst letzter Tag in Varanasi beginnt mit einem
ausgiebigen Fruehstueck in der German Bakery. Dann machen wir uns auf den Weg
zur Travel Agency bei der wir gestern unser Zugtickets nach Agra gebucht haben
um diese einzusammeln. Wir schlendern durch die engen Gassen und besuchen den
Goldenen Tempel, der mit extremen Sicherheitsbestimmungen aufwartet bei denen
man erst einmal alles abgeben muss, dann durch einen Metalldetektor gefuehrt
wird und dann noch einmal einer Leibesvisite vom Feinsten unterzogen wird. Wer
dann denkt, damit waere man schon im Tempel, irrt gewaltig. Nun muss man sich
noch einmal mit allen Details seines Passes in eine Liste eintragen und zu
guter Letzt die Schuhe ausziehen. Was wir dann zu sehen bekommen ist fuer
unsere verwoehnten “Reisenden-Augen” dann eher unteres Mittelmass – leider
schaffen es die Inder nicht ihre Schoenheiten zu pflegen und zu bewahren. Das
ist in ganz Varanasi etwas, was wirklich schade ist: Instandhaltung ist ein
Fremdwort und so wird es viele schoene Bauten wohl nicht mehr lange geben. Nach
der Tempelbesichtigung machen wir noch einmal einen Abstecher zu dem Laden von
Geschaeftspartnern von Shaid bei denen wir schon gestern ein paar Hemden zum
Einkaufspreis gekauft haben und legen heute mit Hosen nach. Der Inhaber des
Ladens ist ein gestandener Geschaeftsmann, der in ganz Indien seine Ware
vertreibt und uns von seinen 60 Maschinen erzaehlt die er hat und in den
naechsten Monaten noch einmal um 50 weitere ausbauen will. Wir sind beeindruckt
und sagen, dass wir die “Fabrik” gerne einmal sehen wuerden. Da diese aber gut
40KM entfernt ist, ist das natuerlich nicht moeglich, er habe aber auch 7
Maschinen hier in Varanasi, gleich um die Ecke, da koennen wir gern einmal
hereinschauen. Interessiert wie wir sind, machen wir und mit Shaid auf den Weg
dahin und staunen nicht schlecht, als in der engen Gasse eine Tuer aufgemacht
wird und in einem Raum, der kleiner ist als unser Wohnzimmer, 7 Naehmaschienen
stehen an denen 7 Maenner arbeiten. Irgendwie hatten wir uns das Imperium ein
wenig groesser vorgestellt. Die Fabrik, wo er 60 Maschinen stehen hat, sei aber
deutlich groesser, wird uns versichert…

Gegen 15:15 Uhr muessen wir uns dann auf den Weg zum
Bahnhof machen – unser Zug soll um 16:45 Uhr fahren. Soll… Wir stehen natuerlich
weit ueber eine Stunde auf dem Gleis, zusammen mit Kuehen, Kindern, Muell und
allem, was man sich bei uns nicht vorstellen kann. Die Kuehe stehen auf den
Gleisen, durchsuchen den Muell oder treiben einfach mal die Menschentrauben
auseinander.

Als unser Zug dann endlich auf einem nicht angekuendigten
Gleis einfaehrt sind wir froh, dass wir einen Tip bekommen dass dem so ist.
Soetwas kann auch daneben gehen. Im Zug spielen wir eine ganze Weile Karten und
schnacken – wie angenehm es doch ist mit Shaid einen Inder an unserer Seite zu
haben. Der andere Inder in unserer Naehe macht uns hingegen wenig Freude: er
rotzt und ruelpst und furzt in einer Tour. Uber einige deutsche Sitten kann man
wirklich nur gluecklich sein.

Zu unserem Glueck haben wir 2 Betten ganz oben und 2 in
der Mitte bekommen – viel besser als die ganz unten… Ich schlafe schon Frueh in
meinem Bett ganz oben ein und wache erst um 01:00Uhr wieder auf. Danach faellt
das schlafen etwas schwer, dieses mal nicht ob der Kaelte, sondern weil der
Magen kneift und wir zudem den Wagon direkt hinter der Lok haben, die
ununterbrochen hupt und dass dann auch mal so, dass man sich sicher ist, dass
man gleich frontal in einen entgegenkommenden Zug kracht, die mitunter unter
lautem Getoese an einem vorbei brettern. 
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