Bokor Nationalpark Kampot

Trip Start Nov 28, 2011
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Trip End Jul 31, 2012


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Where I stayed
Papper Guest House

Flag of Cambodia  ,
Sunday, January 29, 2012

Um 8:30 Uhr werden wir nach kurzem Frühstück abgeholt. Es geht mit dem Minibus, der voll beladen ist in den Bokor Nationalpark. Schon kurz nachdem wir das Parkgelände erreichen halten wir ein erstes mal: unser Fahrer hatte einen Doppelhornvogel auf einem Baum erspäht. Als wir alle endlich aus dem Bus waren, war es dem imposanten Geschöpf leider schon zu doof und er machte sich auf und davon. Einige Zeit später sahen wir noch einmal einen, leider hatte auch er keine Geduld mit uns. Solche Tiere in freier Natur zu sehen ist wirklich immer toll - sehr anders als im Zoo.  
Der erste richtige Stopp war dann auf einer Aussichtsplatform, von der mal einen tollen Blick ins Tal hatte. Für Fotos war es aber leider zu diesig und dieser Umstand sollte mit jedem gewonnenen Höhenmeter schlimmer werden. 
Die Hill Station selbst liegt auf 1080 Metern - gerade in der Wolkendecke an diesem Tag.
Die erste Attraktion, die wir dann ganz offiziell bestaunen durften waren das Wohnzimmerhaus, die Küche und das Esszimmer sowie ein Haus der Konkubinen. Alle Gebäude waren natürlich komplett verlassen, heruntergekommen und leer sowie zum guten Teil überwuchert.
Gegenüber auf dem Hügel wurde gerade eine riesige Skulptur der Schutzgöttin der Fischer und Reisenden gebaut.
 
Nächster Stopp war dann die Bokor Hill Station. Bei gutem Wetter hätte man hier sicher einen umwerfenden Blick auf das Tal gehabt. 
Der 1922 gebaute WAT war sehr schön an den Klippen gebaut und weitere alte Gebäude und kleine Tempel vervollständigten ein schönes Bild. 
Die Hill Station war ursprünglich von den französischen Kolonialherren errichtet worden. Gefangene hatten die Straße zur Hill Station gebaut, die damals nur von Elefanten wirklich passierbar war. 
 
Französische Kolonialisten hatten es hier oben geliebt, weil es durch die Höhe etwas kühler war als im Tal. Der Blick war natürlich auch herausragend. Aber auch als Gefechtsstand war die Hill Station sehr wertvoll gewesen und so war es auch eine der letzten Stellungen der Roten Khmer, die an die Vietnamesen fiel. 
Aus der Zeit der Franzosen, stammte dann auch die Kathedrale, die wir als nächstes besuchen sollten. Leider war drinnen nicht viel zu sehen und zudem hatten sich dort Bauarbeiter eingenistet, die an dem Bokor Hill Wahnsinns-Projekt arbeiten, welches leider unverkennbar Züge annimmt: einer der reichsten Kambodschaner, dem unzählige Tankstellen und die Eintrittsrechte für Angkor Wat (!!!) gehören, hat einen guten Teil des Bokor Nationalparks gekauft und wird dort in den kommenden Jahren ein Milliarden-Projekt aufziehen, das seines Gleichen sucht: er wird praktisch eine komplette Stadt errichten - mit Prunk und Protz und allem, was es in Kambodscha an Luxus so noch nicht gibt. Somit soll aus dem Gebiet ein erstklassiger Urlaubsort für die Reichen und Schönen werden und drumherum eine Stadt entstehen. Die Baupläne und eine Miniaturansicht dessen, was entstehen soll konnten wir später auch noch sehen. Wahnsinn - und wirklich traurig ob der tollen Natur dort.
Einen weiteren Halt machten wir dann am alten Casino, welches ein einstmals prächtiges Gebäude direkt an den Klippen ist, von denen sich viele, die sich komplett verzockt hatten, seinerzeit in den Tod gesprungen sind. Leider konnten wir das Gebäude nicht betreten, da es gerade restauriert wird. Eigentlich sollte das, das Highlight werden. 


 
Im Zuge der ganzen Bauarbeiten wird auch ein neues, modernes Casino errichtet werden. Dieses mal etwas weiter weg von den Klippen, damit es sich die Frustrierten auf dem Weg dahin noch einmal überlegen können, wie unser Guide uns lächelnd mitteilte...
Als nächstes ging es dann zum großen Wasserfall um Mittag zu machen. Der Wasserfall ist sicher sehr imposant - zur Regenzeit.... Heute konnte man leider nur erahnen, wie das Wasser dort hinunterstürzt, wenn der Fluss das Wasser ins Tal trägt.
Nun ging es also wieder zurück Richtung Kampot und wie hielten zur Pinkelpause noch in einem kleinen Dorf in dem wir abermals stetig herzlich gegrüßt wurden.
 
 
Eigentlich lag nun noch eine 2 stündige Bootsfahrt auf dem Fluss an, aber diese schenkten wir uns dann, haben wir doch bereits stundenlang den Mekong und weitere Flüsse erkundet und waren wir doch recht ausgelaugt von der Tour, die nicht so ganz unsere hohen Erwartungen erfüllt hatte. 
So kehrten wir lieber noch einmal ein, tranken einen Kaffee und aßen ein Stück Kuchen, der wie wir später am Abend erfuhren, von Harzer Hand gebacken wurde.
Viel zu spät machten wir uns dann abends auf um noch einen Happen zu essen, denn unser angestrebtes Restaurant (das vom Vorabend) machte leider gerade zu, welches uns zu unserer Freude freundlich und mit größtem Bedauern mitgeteilt wurde, statt uns ein "Wir haben schon zu" entgegen zu donnern. 
Also landeten wir wieder bei dem Laden, wo wir den Tag davor gegessen hatten und welches eben von dem Deutschen aus dem Harz geführt wird (aber nur bis Heute, da es den Biologen nun wieder auf Reisen zieht). Der gute Mann ist nun seit 8 Jahren in Asien unterwegs und wird auch nicht mehr nach Deutschland zurück kehren. Die junge Kambodschanerin, die nun auch den Laden weiterführen wird ist seine Freundin und er genoss es sichtlich, dass es für sie scheinbar voll okay ist, wenn er seinem Reisedrang weiter fröhnt. Er erzählte uns so einige lustige und informative Stories von denen wir sicher noch profitieren werden; so zum Beispiel wie mit der Polizei umzugehen ist, wenn sie einen Anhält - oder noch viel besser, wenn man eben nicht anhält, weil sie einem eh nicht hinterher kommen... :)
Morgen geht es nun also nach Phnom Penh weiter und Dank dessen, dass unser Wirt dort 4 Jahre gelebt hat, haben wir nun auch ein paar Insider-Informationen, die wir sicher auskundschaften werden... 
    
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Comments

Andy on

Meine zukünftige Lektüre wird nach diesen Wochen nur noch aus endlosen, fantastischen Reisebrichten bestehen. Anja/Netti schreibt weiter und die Buchbindung nicht später vergessen !!!!!

Viel Spass noch, bin gespannt

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